Nach Durststrecke und Umbau
: Sankt-Annen-Galerie kommt stark aus der Corona-Krise

Brandenburgs innerstädtisches Shoppingcenter, die Sankt-Annen-Galerie, ist nach achtmonatigem Umbau neu aufgestellt und fast komplett.
Von
Th. Messerschmidt
Brandenburg
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  • Centermanagerin Katja Mehlhase freut sich über die neue Lebendigkeit in der Sankt-Annen-Galerie und appelliert an die BesucherInnen, auf den Mund-Nase-Schutz auch in der Mall nicht zu verzichten. In den Geschäften bleibt’s ohnehin Pflicht.

    Centermanagerin Katja Mehlhase freut sich über die neue Lebendigkeit in der Sankt-Annen-Galerie und appelliert an die BesucherInnen, auf den Mund-Nase-Schutz auch in der Mall nicht zu verzichten. In den Geschäften bleibt’s ohnehin Pflicht.

    Th. Messerschmidt
  • Zählt zu den Neumietern der Sankt-Annen-Galerie und lockt vor allem jüngeres Publikum: BoBoQ.

    Zählt zu den Neumietern der Sankt-Annen-Galerie und lockt vor allem jüngeres Publikum: BoBoQ.

    Th. Messerschmidt
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Nach Auslaufen der ersten 10-Jahres-Mietverträge in dem 2009 eröffneten Shoppingcenter und einer achtmonatigen Umbauphase zeigen sich die Mietergemeinschaft und Geschäftsanordnung verändert. Wo einst Friseurbedarf zu haben war, ist der mobilcom-debitel-Shop zu finden, auf dessen ehemaligen Bereich sich der Telekom-Shop vergrößert hat.

Im ehemaligen Camp-David-Store hat sich Dessous-Spezialist Hunkemöller niedergelassen und Optiker „eyes + more“ hat die Mieternachfolge von TeeGschwendner angetreten, was wiederum den Umzug des Tabak-Zeitungs-Laden neben die Touristeninformation voraussetzte. Jeans Fritz war derweilen auf die Esprit-Fläche umgezogen, damit Deichmann – samt Schaufensterfront – in die Breite gehen konnte. Sodann nutzte Stefanie Voigt das Hinterland für die Erweiterung ihres REWE-Marktes – einhergehend mit einer kompletten Marktmodernisierung. Nebenan hatte sich bereits in der einstigen Dahlback-Filiale das Taschen-Paradies angesiedelt, auf dessen ursprünglichen Standort sich nun die MBS ausgedehnt hat – als Kompensation für die am 2. Juni erfolgte Filialschließung in der Altstadt.

Jüngster Neuzugang in der Mietergemeinschaft ist „BoBoQ“ und hat seinen Standort anstelle der MAZ-Ticketeria gefunden. „Eine echte Bereicherung für die Galerie“, findet Centermanagerin Katja Mehlhase, „da vor allem junges Publikum voll drauf abfährt.“   Die 2010 gegründete Marke „BoBoQ“ trumpft laut Homepage germany-boboq.de mit „lustigen Getränken aus dem Osten“ auf und bringt die „herrliche Bubble-Tee-Kultur aus Taiwan“ nach Deutschland. Die Idee, durch die Beimischung von Fruchtsirup und Tapiokaperle immer neue Tee-Kreationen zu schaffen, hat längst die Welt erobert – und den zeitweiligen Warteschlangen zufolge Brandenburg an der Havel im Sturm.

Überhaupt scheint die coronale Ruhephase im Center überwunden: „Wir sind mit 10.000 Besuchern im Tagesdurchschnitt schon fast wieder beim Normalwert, der vor der Corona-Pandemie bei 13.000 lag“, schildert Mehlhase und verkündet sogleich die traurige Botschaft, dass „dieses Jahr auf die Galerie-Geburtstagsfeier im August verzichtet wird.“ Festplanungen mit vielen Gästen und Vertragspartnern seien dieser Tage einfach zu vage. „Vielleicht können wir im Herbst einige spontane Aktionen einstreuen und hoffentlich dann zum Weihnachtsgeschäft wieder das volle Programm fahren.“ Bis dahin wird sich auch ein Mieter für das durch den „Cut & Colors“-Auszug freigewordene Geschäft im Obergeschoss gefunden haben. „Wir sind in guter Verhandlung. Die Durststrecke und Umbauphase aber ist überstanden“, freut sich Katja Mehlhase.

Alles über das Coronavirus und seine Folgen für Brandenburg und Berlin in unserem Corona-Blog.