Politik
: Annalena Baerbock stand Rede und Antwort

Die Co-Vorsitzende der Grünen war am Montag zu Gast im Rolansaal und hatte ‚typisch’ Grüne Aussagen auf die Fragen der Besucher parat.
Von
Erhard Herrmann
Brandenburg.
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Annalena Baerbock beantwortete am Montagabend alle ihr gestellten Fragen. Große Überraschungen gab es dabei jedoch nicht.

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Annalena Baerbock, die zur ersten Stunde der Grünen im Januar 1980 noch gar nicht geboren war, gehört zu den neuen Imageträger der Partei. Seit Oktober 2013 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestags, war von 2013 bis 2017 Sprecherin für Klimapolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Seit 27. Januar 2018 ist sie Parteivorsitzende.

Nach einer kurzen Vita der Co- Vorsitzenden, vorgestellt durch die Moderatoren Marius Krohn und Axel Krause, konnten die Gäste ihr eine Stunde lang Fragen stellen. Zum Hauptanliegen gehörten die immer wieder gestellten Fragen zum Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Arbeitsplatzverlust und Sozialpolitik. Die Antworten von Annalena Baerbock wenig überraschend, weil schon oft gehört und gelesen: Raus aus der Atomkraft, weg mit Kohle, Verbot des Verbrennungsmotors. „Das Ganze muss sozial verträglich, mit Blick auf die Beschäftigten in der Industrie, ablaufen“, erklärte Baerbock. Mit dem Zusatz, dass dies eine riesige und zeitintensive Aufgabe für die gesamte Volkswirtschaft sei. Spätestens in zehn Jahren müsse aber Schluss sein mit dem Verfeuern von Kohle, Benzin und Diesel, so die Grünen-Chefin weiter. Dafür forderte sie emissionsfreie Verbrennungsmotoren und natürlich den Nahverkehr auszubauen. Lobend erwähnte sie auch die „Friday for Future“-Demos. „Der Klimawandel ist nichts Abstraktes, sondern durch Trockenmonate und steigende Temperaturen direkt erlebbar“, bekräftigte die Bundesvorsitzende. Fragen zur Europawahl oder brisante Themen wie Migration, Tierwohl, Rechte und Linke Gewalt wurden nicht gestellt. So manch einer hätte sich bei der Frage nach den üppigen Diäten, Nebenjobs der Abgeordneten oder dem aufgeblähten Parteiapparat jedoch eine ‚grünere Antwort als eine mehr oder wenig schwammige Rechtfertigung wie Altersabsicherung der Abgeordneten oder eine Notwendigkeit von möglichst vielen Experten gewünscht.

Für die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock war es eine gemütliche Gesprächsrunde ohne große Herausforderung, die sie souverän meisterte. Für die Zuhörer eine verpasste Chance, mit aktuellen und kritischen Fragen, die Spitzenpolitikerin zu fordern.