Wechsel der Brieselanger Bürgermeister
: Wilhelm Garn verabschiedet, Ralf Heimann ins Amt eingeführt

Der Brieselanger Bürgermeister Wilhelm Garn wurde am 17. Dezember in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig wurde Nachfolger Ralf Heimann ins Amt eingeführt.
Von
Sandra Euent
Brieselang
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Ralf Heimann (li.) ist nun neuer amtierender Bürgermeister in Brieselang. Sein Vorgänger Wilhelm Garn wurde in den Ruhestand verabschiedet.

Sandra Euent

„Tschüss, machen Sie es gut, wir sehen uns“, sagte Wilhelm Garn zum Ende seiner letzten Rede als Brieselanger Bürgermeister. 16 Jahre war Garn im Amt gewesen. In diesem Jahr war er nicht erneut zur Wahl angetreten und ist in den verdienten Ruhestand gegangen. Jetzt hat er mehr Zeit für Hobbys und seine Familie.

Der Tag sei eine Zäsur für Brieselang, sagte Landrat Roger Lewandowski (CDU) auf der Veranstaltung. Viele Dinge hätten sich für den Bürger in Brieselang in der Amtszeit Garns verbessert, so sei beispielsweise der Sportplatz entstanden und viele Straßen konnten ausgebaut werden. Große Logistiker, wie Amazon siedelten sich unter Garns Regie in Brieselang an. Ein weiterer Verdienst sei die Konsolidierung der Finanzen. Garn hatte Brieselang mit Verbindlichkeiten in Höhe von rund 26 Millionen Euro übernommen.

Thomas Vogel (BFB), Vorsitzender der Gemeindevertretung, sagte, ihm werde Wilhelm Garn auch wegen seiner mit einem verschmitzten Lächeln vorgetragenen Geschichten fehlen. Wie mehrere der Redner betonten, sei Garn stets mit vollem Einsatz für die Gemeinde eingetreten und habe keine Debatte gescheut. Man habe hervorragend mit ihm Streiten können, wobei es aber immer fair und lösungsorientiert zugegangen sei — ob öffentlich oder hinter verschlossenen Türen.

Die kleinen und größeren Kämpfe zum Wohl der Gemeinde wird nun Ralf Heimann ausfechten müssen. Er wolle auf jeden Fall eine Tradition Garns fortführen, auch bei ihm werden Bürger immer einen Kaffee bekommen und ein offenes Ohr finden. Er betonte, er wolle der Bürgermeister für alle Brieselanger sein, unabhängig von Parteibüchern, Religionen oder anderen Unterschieden. Kommunikation hat er sich dafür auf die Fahnen geschrieben.

Heimann bedankte sich ausdrücklich bei seinem Vorgänger für das Geleistete und für die gute Einarbeitung nach der Wahl. „Vor der Wahl habe ich elf Wochen Klinken geputzt und kaum Zeit für mich gehabt. Nach der Wahl kam Wilhelm Garn und ich hatte wieder elf Wochen keine Zeit für mich“, erzählte Heimann mit einem Augenzwinkern. Garn hätte ihn mit genommen zu Sitzungen und Ausschüssen, ihm offene Projekte und Vorgänge näher gebracht und ihm wichtige Menschen vorgestellt.

Trotzdem brauche man rund 100 Tage, um im Amt richtig anzukommen, wie Roger Lewandowski betonte. Diese wolle man Heimann auch zugestehen, hatte GV–Vorsitzender Thomas Vogel zuvor schon gesagt. Heimann selbst sagt, dass er nun erstmal die Mitarbeiter und die Prozesse im Rathaus genau kennenlernen will. Denn diese seien ausgesprochen wichtig. Dann will er die neuen Aufgaben und Projekte angehen.