Elch bei Eberswalde: Elchkuh Olga gesichtet – wo sie sich rumtreibt

Ein Elch im Wildpark Schorfheide. Elchkuh Olga ergriff kurz nach ihrem Einzug im Dezember die Flucht und sorgt seitdem für Aufsehen in der Schorfheide (Archivbild).
Thomas Burckhardt- Elchkuh Olga aus dem Wildpark Schorfheide seit Dezember 2024 in Freiheit.
- Sichtung am 9. März 2025 zwischen Groß Schönebeck und Templin.
- Seltene Sichtungen seit Januar 2025, nur zwei gemeldet.
- Wahrscheinlicher Elchbulle nahe Penkun, A11.
- Olga könnte nicht zurück in den Wildpark kommen.
- Ostern im Wildpark: Veranstaltungen und Aktivitäten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Schicksal von Elchkuh Olga berührte zu Weihnachten viele Menschen zwischen Barnim und Uckermark. Die zweijährige Elchkuh Olga war aus dem dänischen Safaripark Knuthenborg nach Groß Schönebeck gekommen. Doch im dortigen Wildpark fühlte sich Olga offensichtlich nicht so wohl und übersprang flugs ein paar zwei Meter hohe Zäune, um den Weg in die Freiheit zu finden. Wie geht es Olga jetzt?
Nur wenige Stunden nach ihrer Ankunft am Dienstag (17. Dezember) ergriff die Elchkuh die Flucht aus dem Wildpark Groß Schönebeck in der Gemeinde Schorfheide. „Es gab eine E-Mail, die mir zugesandt wurde von jemandem, der sie gesehen hat, und dem glaube ich das auch“, so Imke Heyter, Geschäftsführerin vom Wildpark Schorfheide. Die E-Mail, von der sie berichtete, traf am Sonntag (9. März 2025) ein. Sie besagt, dass Olga an diesem Sonntag in der Zeit zwischen neun und zehn Uhr zwischen Groß Schönebeck und Templin gesehen wurde.
Weniger Sichtungen von Elchkuh Olga
Die Zahl der Sichtungen nach Olgas Kurzaufenthalt im Wildpark hat rapide abgenommen. Seit Januar 2025 wurden Imke Heyter nur noch zwei Sichtungen gemeldet. Eine davon war die Sichtung an besagtem Sonntag.
Olga ist nicht der einzige Elch, der in der Region in Freiheit unterwegs ist. Kurz hinter der Landesgrenze zwischen der brandenburischen Uckermark und dem Landkreis Vorpommen-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommer rund um die Kleinstadt Penkun an der Autobahn A11 gibt es einen weiteren Elch, vermutlich ein Elchbulle. Auch dieser erfreut sich seit einiger Zeit an seiner Freiheit.
Elchkuh Olga — ist Nachwuchs in Sicht?
Dass die beiden Tiere sich treffen könnten, hält Imke Heyter für unwahrscheinlich. „Das hängt von den einzelnen Tieren ab. In welche Richtung sie laufen und in welche Richtung der Wind die Hormone trägt.“ Während für den Menschen Frühlingsgefühle in dieser Jahreszeit eine gewisse Rolle spielen können, sieht das bei den Elchen etwas anders aus.
„Elche haben eine relativ lange Tragezeit von neun Monaten“, so Imke Heyter. „Wenn sie jetzt brunften würden, dann würden die Kälber im Winter zur Welt kommen.“ Normalerweise sind Elchkühe jetzt schwanger. Die jungen Kälber werden dann meist im Mai oder Juni geboren.
Elchkuh Olga — kommt sie noch einmal in den Wildpark?
Dass Elchkuh Olga vor ein paar Tagen sehr wahrscheinlich gesichtet worden ist, freut Imke Heyter. „Ich bin natürlich froh, dass Olga bis jetzt keinen Unfall verursacht hat und bis jetzt auch keinen gestört hat und es ihr eben auch gut geht. Den Umständen entsprechend bin ich mit dem Verlauf schon zufrieden“, sagte sie im Rückblick auf die vergangenen Monate, die ihr und ihren Mitarbeitern einiges abverlangt haben. Eine Situation, die sie auch gern vermieden hätte.
Es ist unwahrscheinlich, dass Olga noch einmal den Weg zurück in den Wildpark Schorfheide findet. Auch dass sie eingefangen werden könnte, scheint eher im Bereich von Wunschvorstellungen zu liegen. Selbst wenn dieser Fall eintreten würde, würde Olga nicht lange im Wildpark Schorfheide bleiben.
Elchkuh Olga — wo ihr Vater lebt
Im Januar berichtete Imke Heyter, dass der Vater von Olga in einem Wildpark lebt. Dieser befindet sich in Niedersachsen, rund 25 Kilometer von Hannover entfernt. Damals äußerte sie die Hoffnung, dass Olga bei ihrem Vater ruhiger werden könnte. Schon zu dieser Zeit gab es den Plan, dass Olga, sollte man ihrer habhaft werden können, nach Niedersachsen gebracht wird. An diesen Plänen hat sich aktuell nichts geändert.
Elche sind nur ein Teil der Tiere, die im Wildpark Schorfheide beobachtet werden können. Zu ihnen zählen unter anderem auch Waschbären oder der Europäische Luchs. Hier leben jedoch auch Paarhufer, wie Rinder oder verschiedene Pferderassen. Viele Tiere waren zu Jahresbeginn von der Maul- und Klauenseuche (MKS) bedroht, die in Hönow im Nachbarlandkreis Märkisch Oderland festgestellt wurde. Der Wildpark Schorfheide, der im Normalfall das ganze Jahr über geöffnet ist, hatte damals freiwillig zum Schutz der Tiere seine Pforten kurzzeitig geschlossen.
Ostern im Wildpark Schorfheide
Karfreitag, 18. April: Lange offene Wolfsnacht und Feuershow auf dem Festplatz. Der Wildpark hat an diesem Abend bis 24 Uhr geöffnet.
Sonnabend, 19. April: Markttreiben, musikalische Begleitung durch die Rockband RabenAas
Sonntag, 20. April: Basteln und Kinderschminken im Wolfsinformationszentrum ab 10 Uhr
Montag, 21. April: Hüpf- und Kletterparcours mit der "Show für kleine Leute" auf der Festwiese
Von Sonnabend bis Montag fährt kostenpflichtig ein Kremser durch den Park. Ponyreiten ist an diesen Tagen ebenfalls möglich.
Alle Veranstaltungen sowie die Eintrittspreise sind im Veranstaltungsplan auf der Webseite vom Wildpark Schorfheide einsehbar.
Nachwuchs im Wildpark Schorfheide
Jetzt steht die Frühlingszeit an, die nicht nur bei den Menschen für positive Stimmung sorgt. „Die Tiere freuen sich, wenn die Sonne scheint und stellen sich in die Sonne. Und es ist wirklich auch zu sehen, dass die das alle schon genießen“, so die Wildparkleiterin, die sich auf die neue Saison freut.
Demnächst gibt es Zuwachs im Wildpark. Imke Heyter sagt: „Unsere Ziegen und Schafe und Pferde sind noch schwanger. Da ist aber der Nachwuchs in Arbeit.“


