Feuerwehr Finowfurt: Nach Schwan-Rettung – was kann das neue Boot?

Rot und flexibel und ab sofort für die Freiwillige Feuerwehr Finowfurt unterwegs. Jetzt kam das neue Rettungsboot zum ersten Mal an einen Einsatzort nach Rosenbeck.
Michel Felchow/Freiwillige Feuerwehr Finowfurt- Neues Rettungsboot der Feuerwehr Finowfurt wurde erstmals bei einem Einsatz vorgestellt.
- Boot ist 4 m lang, wiegt unter 200 kg und kann schnell per Hand zu Wasser gelassen werden.
- Einsatz am 28. Juli 2025: Verletzter Jungschwan am Schleusensee wurde ohne Boot gerettet.
- Schwan wird im Storchenpflegehof Papendorf gepflegt; leichte Verletzungen, baldige Genesung erwartet.
- Gemeinde Schorfheide finanzierte das Boot für 17.200 € – flexibel einsetzbar für Menschen- und Tierrettung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eine Bootsfahrt auf dem Werbellinkanal oder dem Werbellinsee kann in den Sommerferien herrlich entspannend sein. Wenn es ein neues Boot ist, dann umso mehr. In Finowfurt gibt es jetzt ein neues Boot, doch die meisten Menschen und Tiere dürften froh sein, wenn sie es nie benutzen müssen.
Am Montagnachmittag (28. Juli 2025) kam es zu einem Einsatz am Schleusensee in der Nähe des Werbellinkanals in Rosenbeck, bei dem Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Finowfurt gemeinsam mit Feuerwehrleuten aus Eichhorst anrückten, um einem verletzten Jungschwan zu helfen. Die Kameraden aus Finowfurt hatten beim Einsatz erstmals neue Technik dabei. Ein neues Rettungsboot wurde mitgeführt, welches erst am Freitag zuvor durch Schorfheides Bürgermeister Wilhelm Westerkamp an die Freiwillige Feuerwehr Finowfurt übergeben wurde. Zum Einsatz kam es nach Angaben von Schorfheides Gemeindebrandmeister Christian Seeger am Montag jedoch nicht, da sich der verletzte junge Schwan am Seeufer aufhielt. Er ließ sich laut Ortswehrführer Michel Felchow mit Brot locken und auf diese Weise für seine Rettung einfangen.
So ist das neue Rettungsboot von Finowfurt ausgestattet
Fast vier Meter lang und etwa 1,80 Meter breit – das sind die Ausmaße des neuen Bootes. Mit 17.200 Euro hat die Gemeinde Schorfheide das Vorhaben finanziert. Angetrieben wird es durch einen 15-PS-Außenbord-Motor.
Blaulicht, LED-Leuchten und Suchstrahler gehören ebenfalls dazu und unterstützen die Einsatzkräfte bei ihrer Tätigkeit auf dem Wasser zum Retten von Menschen, aber auch Tieren. Doch nicht nur das richtige Licht ist bei der Arbeit der Rettungskräfte wichtig. Hinzu kommen Rettungswesten und Stechpaddel.
Der größte Vorteil für die Freiwillige Feuerwehr von Finowfurt
Platz gibt es hier für bis zu sieben Personen. Mit einzeln herausnehmbaren Sitzbänken bietet das Boot eine gewisse Flexibilität. Laut Michel Felchow wiegt das Boot mit Motor unter 200 Kilogramm. Getragen werden muss es von vier bis sechs Personen und kann nahezu überall zu Wasser gelassen werden.
Bislang ist das ältere Rettungsboot „Florian 1“ in Finowfurt stationiert. Nach Angaben der Gemeinde Schorfheide befindet es sich im Besitz des Finowfurter Feuerwehrvereins Florian. Es handelt sich hierbei laut Christian Seeger um ein altes Arbeitsboot, dessen Alter nicht mehr genau feststellbar ist. Zum alten Eisen gehört es deshalb noch nicht. Das Boot wird zukünftig bei der Freiwilligen Feuerwehr von Eichhorst eine weitere Verwendung finden, bis auch diese Feuerwehr mit einem neuen Rettungsboot ausgestattet wurde.
Mit der Anschaffung des neuen Rettungsbootes gehen für die Freiwillige Feuerwehr Finowfurt einige Verbesserungen einher. Größter Vorteil – es kann flexibel und schnell per Hand ins Wasser eingesetzt werden. Das ist vor allem für Einsätze, bei denen es keine Slipanlagen für das Zu-Wasser-Lassen von Booten gibt, ein wichtiger Punkt. Das gilt beispielsweise für den Oder-Havel-Kanal.
Das Boot könnte auch an den Seen der Umgebung zum Einsatz kommen. Dazu zählen zum Beispiel der kleine und der große Bukowsee. Beide Seen dienen der Naherholung und werden auch zum Baden genutzt. Der Üdersee ist bei vielen Menschen, die hier ihren Garten haben, als auch bei Urlaubern, die hier gern campen, beliebt. Auch hier könnte das neue Boot der Finowfurter Feuerwehr zum Einsatz kommen.
Feuerwehr Finowfurt rettet Schwan – hier wird er jetzt gepflegt
Die Finowfurter Feuerwehr äußerte sich zufrieden über die neue Technik in ihren Reihen. „Durch das geringe Gewicht kann das Boot auch schnell per Hand zu Wasser gelassen werden – zum Beispiel bei der Suche nach vermissten Personen oder bei Öl- und anderen Havarien auf unseren Gewässern“, heißt es auf der Facebook-Seite der Freiwilligen Feuerwehr Finowfurt.
Mit dem Retten des eingangs erwähnten Jungschwans war der Einsatz für Christian Seeger am Montag noch nicht beendet. Christian Seeger hat nach eigener Aussage in seiner Ausbildung gelernt, Mensch und Tier zu retten. Das war sein Antrieb, sich weiter um das verletzte Tier zu kümmern und den Schwan in den rund 90 Kilometer entfernten Storchenpflegehof Papendorf im vorpommerschen Teil der Uckermark zu bringen. Hier wird der Schwan aus Rosenbeck jetzt wieder aufgepäppelt.
Der Storchenpflegehof Papendorf und seine Arbeit
● In Papendorf wird der verletzte Jungschwan aus Rosenbeck jetzt weiter gepflegt. Auf dem Storchenhof kümmert man sich nach eigenen Angaben um wildlebenden Störche, andere Wildvögel, Fledermäuse und deren Lebensräume.
● Der Verein Storchenpflegehof e.V. hat ein Spendenkonto bei der Sparkasse Uecker Randow. Die Vereinsmitglieder freuen sich über finanzielle Unterstützung.
IBAN: DE20 1505 0400 3110 0228 84
BIC: NOLADE21PSW
Nach Angaben von Jens Krüger vom Storchenpflegehof, der sich um viele Wildtiere kümmert, wird der kleine Jungschwan etwa zwei bis vier Monate im Pflegehof verbringen. Der Schwan ist so jung, dass er noch nicht einmal fliegen konnte. Jens Krüger vermutet, dass er von Artgenossen angegriffen wurde.
Er ist glücklicherweise nur leicht verletzt. Er wird ein ganz normales Leben eines Schwanes führen können. Nach Rosenbeck kommt er sehr wahrscheinlich jedoch nicht zurück.


