Fußball
: „Fußballer und keine Zehnkämpfer“

Ein gemeinsames Ziel eint alle vier Barnimer Brandenburgligisten beim Start in die Vorbereitung zur Rückrunde: der Klassenerhalt zum Saisonende.
Von
Dirk Schaal
Eberswalde
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Kurze Ansprache und los geht’s: Frank Schwager (Mitte, schwarze Jacke) von Fußball-Brandenburgligist Preussen Eberswalde begrüßt die Mannschaft zum Trainingsauftakt im neuen Jahr.

Ulrich Gelmroth

Union macht den Auftakt

Als Erster stieg nach der Weihnachtspause Union Klosterfelde schon am 6. Januar wieder ins Training ein. "Wir wollen uns im ganz normalen Trainings- und Spielrhythmus auf die Rückrunde vorbereiten. Ich halte nichts davon, in der Vorbereitung jeden Tag in der Woche zu trainieren. Deshalb haben wir auch früh angefangen“, erklärte Trainer Gerd Pröger. War das offensive Spiel der Klosterfelder in der Spitze auf den ballsicheren Strafraumspieler Lukas Bianchini zugeschnitten, werden sie jetzt umstellen müssen, den flinken Chinonso Solomon Okoro in Szene zu setzen.

Aber auch in der Defensive gibt es Baustellen. So will Pröger mehr Stabilität hineinbringen: „Wir müssen auch mal mit einem Punkt zufrieden sein“. Beim Torwartproblem, Dennis Tietz und Jeremy Hensch fallen verletzt länger aus, gibt es vielversprechende Verhandlungen, aber noch keinen Vollzug zu vermelden.

Preussen verjüngt sich

Bei Preussen Eberswalde bat Frank Schwager am Montag zum ersten Training in diesem Jahr. Dreimal in der Woche wird dort nun geschuftet. Mit Maximilian Ladewig konnte er einen Neuzugang begrüßen, musste aber Florian Groß (Joachimsthal) und Douglas Tavares Barbosa (Heimataufenthalt  Brasilien) zwei Abgänge hinnehmen. Sechs A-Junioren sollen jetzt stärker in die Brandenburgliga-Mannschaft integriert werden. „Vielleicht kann uns der eine oder andere in der Rückrunde helfen, aber in erste Linie sollen sie bei den Männern Fuß fassen“, sagte Frank Schwager. Inwieweit sie den Sprung in den Kader schaffen, will er in der Vorbereitung und bei Testspielen ausloten. „Ich brauche Fußballer und keine Zehnkämpfer. Immer wenn die Plätze frei sind, wird bei uns gespielt“, sagte er zum Ablauf der Vorbereitung. Stundenlangen Läufen und Krafttraining machte er so eine Absage. Die Klasse halten ist das Minimalziel des Vereins, Schwager geht da noch einen Schritt weiter: "Ein einstelliger Tabellenplatz muss drin sein. Hauptsache nicht schlechter werden als jetzt.“

Einheit Bernau

Gestern stieg Einheit Bernau in die Vorbereitung ein. Unter Flutlicht bat Trainer Nico Thoma­schewski seine Schützlinge zur ersten Übungseinheit. An die Lichtverhältnisse sollten sich die Bernauer gewöhnen, denn mit dem Segen des Spielausschusses sind nach der Sanierung der Lichtanlage nun auch Spiele unter Kunstlicht gestattet. Mit zwei Neuzugängen geht Einheit in die zweite Saisonhälfte. Dabei ist Viacheslav Veybert erst ab April spielberechtigt, die Vorbereitung sowie Testspiele wird er jedoch bestreiten. Auch Jörn Wemmer geht nach seiner Verletzung in die Vorbereitung. Das ist bitter notwendig, denn mit den Zwillingen Marvin Stephan und und Steven Manuel Ehrke fallen zwei Offensivspieler wohl für die restliche Saison aus.

„Unser erstes Ziel ist und bleibt auch weiterhin der Klassenerhalt. Es war klar, dass wir uns mit Abgängen und vielen neuen Spielern zu Saisonbeginn erst finden mussten. Fußballerisch war ich mit der Hinrunde zufrieden, mit vielen Ergebnissen aber nicht. Die Chancenverwertung muss besser werden“, forderte Thomaschewski.

FSV Bernau

Das Lazarett leert sich langsam beim FSV und auch oft beruflich verhinderte Spieler gaben für die Rückrunde grünes Licht für vermehrte Einsätze. Trotzdem haben sich die Sorgenfalten von Trainer Matthias Schönknecht nur wenig zurückgezogen. "Natürlich bin ich von meinen Spielern überzeugt und auch, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Aber wenn wir in der Rückrunde wieder Ausfälle hinnehmen müssen, dann wird es nicht leicht, die Ziele zu erreichen“, erklärte er. Dreimal in der Woche schwitzt seine Mannschaft beim Training. „Mehr muss auch nicht sein. Die Spieler sind keine Profis, haben Beruf, Studium, Freunde und Familie, das muss auch Platz im Leben haben.“

Auch beim Training hat er eine ganz klare Strategie: „Bei mir wird nichts ohne Ball gemacht. Lange Waldläufe habe ich schon als Spieler nicht gemocht. Ich denke, Kondition kann man auch spielerisch tanken.“ Von Spielern und Vereinsführung hat er das volle Vertrauen zugesprochen bekommen, das will er nun auch rechtfertigen.

Termine der Vorbereitungsspiele

Union Klosterfelde18. Januar, 14 Uhr, Heimspiel (H):  FC Strausberg (Oberliga) 25. Januar, 14 Uhr, Auswärtsspiel (A): Tennis Borussia U 19 (Regionalliga) 29. Januar, 19.30 Uhr (H): Fortuna Britz (Landeskl.)31. Januar, 19.30 Uhr (H): Fort. Glienicke (Landesl.)4. Februar, 19 Uhr (A): Weißenseer FC (Landesliga)8. Februar, 14 Uhr (H): Torgelower FC Greif (Oberliga)12. Februar, 19.30 Uhr (A): Grün-Weiß Ahrensfelde (Landesliga)16.Februar, 14 Uhr (H): BFC Dynamo (Regionalliga)

Preussen Eberswalde18. Januar,  13 Uhr (H): FC Concordia Buckow/Waldsieversdorf (Landesliga)25. Januar,  13 Uhr (H): Torgelower FC Greif 1. Februar, 13 Uhr (H) SG Phönix Wildau (Landesliga)8. Februar: Gegner und Ort noch offen15. Februar, 13 Uhr (A): Grün-Weiß Ahrensfelde

Einheit Bernau23. Januar, 19.30 Uhr (A): Wartenberger SV (Bezirksliga)26. Januar, 12.30 Uhr (A): Spandauer Kickers (Berlin-Liga)30. Januar, 19.30 Uhr (H): Schorfheide Joachimsthal (Landesklasse)1. Februar, 14 Uhr (A): Fortuna Biesdorf (Berlin-Liga)5. Februar, 19.30 Uhr (H): Concordia Buckow/Waldsieversdorf8. Februar, 14 Uhr (H): Fort. Glienicke15. Februar, 16 Uhr (A): Ludwigsfelder FC (Oberliga)

FSV Bernau22. Januar, 19.30 Uhr (A): FC Brandenburg (Berlin-Liga)25. Januar, 15 Uhr (H): CFC Hertha 06 (Oberliga)29. Januar, 19.30 Uhr (A): Grün-Weiss Ahrensfelde1. Februar, 15 Uhr (H): Concordia Buckow/Waldsieversdorf