Kreiswerke Barnim
: Energieversorger klärt jetzt auch über Umweltschutz auf

Die Kreiswerke Barnim in Eberswalde sind ab sofort bundesweit Vorreiter in Sachen Umweltbildung. Schüler stehen im Fokus der Initiative.
Von
Markus Pettelkau
Eberswalde
Jetzt in der App anhören
Umweltbildung bei den Kreiswerken Barnim: Über Monate haben Fiona Osthaus und Wolfram Wehrmann verschiedene umweltpädagogische Konzepte für unterschiedliche Altersgruppen ausgearbeitet, getestet und optimiert.

Umweltbildung bei den Kreiswerken Barnim: Über Monate haben Fiona Osthaus und Wolfram Wehrmann verschiedene umweltpädagogische Konzepte für unterschiedliche Altersgruppen ausgearbeitet, getestet und optimiert.

Torsten Stapel

Ein Energieversorger als Bildungseinrichtung – in Eberswalde ist ein bundesweites Pilotprojekt gestartet. Die Kreiswerke Barnim werden sich zukünftig nicht nur um die Energieversorgung und die Abfallwirtschaft kümmern, sondern auch Kinder in Sachen Umwelt schulen. Seit Oktober 2023 haben die Mitarbeitenden Fiona Osthaus und Wolfram Wehrmann verschiedene umweltpädagogische Konzepte für unterschiedliche Altersgruppen ausgearbeitet, getestet und optimiert. Nun haben die Kreiswerke ihren neuen Bereich offiziell vorgestellt.

Unter dem Begriff „Umweltbildung“ wird ein Bildungsansatz verstanden, der die Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt und die daraus resultierenden Probleme aufgreift und einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Umwelt vermittelt. Am Dienstag (16.4.) haben Landrat Daniel Kurth und die Kreiswerke Barnim offiziell den neuen Bereich Umweltbildung vorgestellt.

Ämter und Kommunen stehen hinter dem Vorhaben

Im Zuge der Vorstellung wurden Absichtserklärungen mit den Ämtern Joachimsthal, Biesenthal-Barnim, der Gemeinde Schorfheide sowie der Stadt Eberswalde zur Förderung und Verstetigung der Umweltbildung in der Region geschlossen. „Bildung ist ein Menschenrecht und der Schlüssel zu individueller und gesellschaftlicher Entwicklung. Mit ihrer Hilfe können Kinder wachsen und ein tieferes Verständnis für Prozesse in der Natur und Umwelt erlangen“, sagt Kreiswerke-Geschäftsführer Christian Mehnert.

Die Umweltbildung wird sich zunächst auf drei Programme für Kinder im Vorschulalter bis zur Sekundarstufe I konzentrieren. Diese drehen sich um die Themenfelder Abfall und Recycling, Erneuerbare Energien sowie Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit. Das Programm, welches kostenfrei für Bildungseinrichtungen des Landkreises Barnim angeboten wird, soll laufend weiterentwickelt und erweitert werden, erklärt Jacqueline Meyer, Pressereferentin der Kreiswerke.

Bewusstsein für Probleme schärfen

Beim Thema Abfall und Recycling gehe es vor allem darum, das Bewusstsein für Abfallprobleme zu schärfen und die Bedeutung von Recycling und Abfallvermeidung zu vermitteln. Durch interaktive Workshops und einen Ausflug auf den Recyclinghof soll erlernt werden, wie man am besten Abfall reduziert, wiederverwertet und recycelt, um einen positiven Beitrag zur Abfallwirtschaft zu leisten.

Bei den Erneuerbaren Energien gehe es vorrangig um Kompetenzvermittlung zu verschiedenen Formen erneuerbarer Energien wie Sonne und Wind. Die Kinder sollen erfahren, wie erneuerbare Energien gewonnen, genutzt und in ihren Alltag integriert werden können. Durch Experimente lernen sie, die Funktion und Bedeutung nachhaltiger Energiequellen für den Klimaschutz und die Umwelt zu verstehen. Im Themenbereich Kreislaufwirtschaft sollen nachhaltige Lebensweisen erklärt werden. „Die Teilnehmer lernen, wie Ressourcen effizient genutzt, recycelt und wiederverwertet werden können, um Umweltbelastungen zu reduzieren und die ökologische Gesamtbilanz zu verbessern“, so Meyer.