Leichtathletik: Im Endspurt aufs Siegertreppchen
Mit Sägespänen hatten Organisationschef Klaus Steinhäuser und seine Helfer die 5–Kilometer–Runde gekennzeichnet. „Natürlich aus völlig unbehandeltem Holz, aber trotzdem nehmen wir nach dem Lauf alles wieder mit“, erklärte er. Auf die so bestens präparierte Strecke machten sich Läufer der 5– und 10–Kilometer–Distanz gemeinsam.
Aufgeholt und vorbeigezogen
Noch bevor der Schnellste der kurzen Strecke über die Ziellinie lief, hatten der Panketaler Denis Gehde und der Bernauer Sven Graupe dicht gefolgt vom Sieger des Eberswalder Stadtlaufes, Philipp Heinz, die erste Runde absolviert. "Die letzten drei Kilometer bin ich dann voll durchgelaufen, dabei bin ich dann immer dichter herangekommen“, beschrieb Philipp Heinz die Endphase. Sven Graupe musste dann beim Zusammentreffen abreißen lassen, nur Denis Gehde behielt Kontakt mit dem Sieger, lief drei Sekunden später als Heinz über die Ziellinie. Noch außer Atem bewerteten beide ihre Zeit mit dem Fazit, dass man bei 37:40 Minuten auf dem Waldboden doch ganz zufrieden sein kann. „Die Tagesform entscheidet, beim hächsten Mal geht es vielleicht andersherum aus“, meinte Philipp Heinz, der die regionalen Läufe gern nutzt, um Kontakte zu knüpfen. Dabei hatte er auch Erfolg, schon Dienstag möchte er bei der Motor–Laufgruppe mittrainieren, teilte der Organisator Rainer Bode mit. Mitläufer sind dort dienstags und donnerstags, 17 Uhr im Fritz-Lesch–Stadion, gern gesehen. Jedoch wird eine regelmäßige Teilnahme angestrebt.
Nancy Sägebarth trainiert dort auch einmal in der Woche, hat im vorigen Jahr trotzdem eine Reihe von Podestplätzen bei Landesmeisterschaften und Einzelläufen erreicht. "Dieses Jahr wird es schwer in der Laufserie, denn Ines Sobotta ist wieder dabei“, stellte sie vor dem Lauf fest. Und tatsächlich kam die Rückkehrerin in die Laufserie als erste Frau mit drei Minuten Vorsprung über die zehn Kilometer ins Ziel. „Ich habe im letzten Jahr ein Studium begonnen und musste deshalb kürzer treten. Ich möchte jetzt aber regelmäßiger teilnehmen“, erklärte die Eberswalderin. Fast täglich trainiert sie auf dem Laufband mit dem Ziel, in diesem Jahr noch einen Halbmarathon unter 1:30 Stunden zu absolvieren.
Ein Fußballer dominierte die fünf Kilometer. „Laufen macht schon Spaß, Fußball aber noch mehr“, stellte der 14–jährige Hannes Straub von Lok Eberswalde nach 20:12 Minuten im Ziel fest. Trotzdem ist er bei allen weiteren Läufen dabei, wenn sich die Starts nicht gerade mit dem Anpfiff auf dem Fußballplatz überschneiden.
Sieg am 14. Geburtstag
Als schnellste Frau kam Pia Tittel von den Bernauer Lauffreunden etwa zwei Minuten später ins Ziel. Dabei gilt ihr Hauptaugenmerk eher den Zweirädern. „Ich trainiere in der Radsportabteilung beim SC Berlin. Demnächst bekomme ich meine Lizenz und kann dann an Wettkämpfen teilnehmen“, sagte sie stolz. Das Laufen will sie aber trotzdem nicht missen. Neben der Gratulation zum Sieg erhielt sie noch viele weitere Glückwünsche. "Sie ist heute 14 Jahre alt geworden“, verriet ihr Vater Sven Graupe flüsternd.
Auch wenn es bei Junus Ziri nicht für eine vordere Platzierung reichte, zog er doch die Blicke aller Teilnehmer auf sich. „Im Vorfeld des Laufes sind meine Schuhe verschwunden. Da hat mir mein Opa ausgeholfen, aber nach 1,5 Kilometern haben mir so meine Füße geschmerzt, dass ich sie ausziehen musste“, erklärte der 14–Jährige. Aufgeben wollte er aber dennoch nicht, so lief er barfuß, auf Platz 48 nach fünf Kilometern ins Ziel.
Ankommen war auch oberstes Gebot der beiden Laufgruppen Team Erdinger alkoholfrei und den Montagsläufern, alles andere wäre eine Zugabe. Während die Erdinger gar nicht aus Erding kommen, aber durch den Namen doch einige Vergünstigungen beim Sport durch den Sponsor bekommen, haben die Eberswalder Montagsläufer die Herkunft in Namen. Die zehn Frauen und zwei Männer bereiten sich derzeit auf den Halbmarathon beim Rennsteiglauf vor.
Vorbereitung ist auch bei Dennis Machander angesagt. Der 29–Jährige trainiert auf seinen 1. Ironman, im Juni in Hamburg, hin. Unter zwölf Stunden will er es dabei schaffen. Auf dem Weg dahin startet er bei einem besonderen Lauf im privaten Kreis, dem ersten Finower Schleusenmarathon: „Mein Ziel ist unter 3:15 Stunden dabei zu bleiben.“
So lange ihn seine Beine tragen, will auch der Bernauer Horst Rühl 2020 bei der Laufserie mitmachen. "Ich bin ganz zufrieden, fasste der 90–Jährige seinen ersten Jahresstart über die fünf Kilometer in beachtlichen 46:18 Minuten zusammen.




