Gewalt in Eberswalde
: Erneuter Angriff auf Rettungskräfte und Polizisten

Wieder gab es in Eberswalde einen Fall, in dem Sanitäter und Polizisten angegriffen wurden. Das war passiert.
Von
Markus Pettelkau
Eberswalde
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Polizei: ARCHIV - 22.03.2024, Brandenburg, Trebbin: Der Schriftzug „Polizei“ auf der Kühlerhaube eines Autos, aufgenommen während einer Verkehrskontrolle an der Berliner Straße (gezoomte Aufnahme). (zu dpa: «Staatsschutz ermittelt: Grünen-Büro in Eberswalde beschmiert») Foto: Soeren Stache/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Polizei in Eberswalde: Angriffe auf Sanitäter, Feuerwehrleute oder Polizisten sind keine Seltenheit.

Soeren Stache/dpa
  • Erneuter Angriff in Eberswalde: Sanitäter und Polizisten wurden am Sonntag angegriffen.
  • In der Ludwig-Sandberg-Straße geriet ein 27-Jähriger in eine psychische Ausnahmesituation.
  • Der Mann wurde aggressiv, spuckte und bedrohte Einsatzkräfte – die Polizei fixierte ihn.
  • Er kam in ein Krankenhaus, wo ihm ärztliche Hilfe zuteilwerden kann.
  • Laut Polizei häufen sich solche Fälle in Eberswalde; rechtlich drohen Haftstrafen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Angriffe auf Feuerwehrleute, Sanitäter oder Polizisten sind keine Seltenheit. Zehntausende Vorfälle werden jährlich in Deutschland angezeigt. Auch in Eberswalde berichtete dieses Nachrichtenportal mehrfach von Übergriffen auf Rettungskräfte und Beamte. Am Sonntag, 9. August,  gab es einen erneuten Vorfall.

„Am späten Abend wollten sich Rettungskräfte in der Ludwig-Sandberg-Straße um einen Mann kümmern, der offensichtlich in eine psychische Ausnahmesituation geraten war und keine Ruhe gab“, heißt es vonseiten der Polizei.  „Doch wurde der 27-jährige Deutsche zunehmend aggressiver, sodass die Retter letztlich die Polizei um Unterstützung bitten mussten.“

Auch die Polizisten sahen sich demnach seinen Aggressionen ausgesetzt. „Sie hatten die Sache aber schnell im Griff und den Wütenden zu Boden gebracht. Der spuckte zwar um sich und bedrohte seine Gegenüber, letztlich fand er sich trotzdem in einem Krankenhaus wieder. Dort kann ihm nun ärztliche Hilfe zuteilwerden“, heißt es weiter.

Viele Fälle in jüngerer Vergangenheit

Immer wieder werden Helfer angegriffen. Erst Ende Juli griff ein Mann im Leibnizviertel zwei Sanitäter an. Im Juni wurde ein Mann in eine psychiatrische Einrichtung gebracht, nachdem er einen Polizisten mit seinen Exkrementen beschmierte. Einen ähnlichen Angriff hatte es im Februar 2026 im Brandenburgischen Viertel gegeben. In der Nauener Straße hatte damals ein Mann unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen in seiner Wohnung randaliert. Auch er befand sich in einem psychischen Ausnahmezustand. Erst der Einsatz eines Tasers konnte ihn so beruhigen, dass er verhaftet werden konnte. Der Transport mit dem Rettungswagen war damals trotzdem schwierig. In der Rettungsstelle war er gegenüber den Sanitätern weiter aggressiv. Die Hilfe der Polizei war weiter erforderlich.

Auf einen tätlichen Angriff auf Polizeibeamte steht in Deutschland eine Mindestfreiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Eine Geldstrafe ist in der Regel ausgeschlossen. Schon das bloße Schubsen, Anspucken oder Werfen von Gegenständen reicht aus, auch wenn der Beamte nicht verletzt wird. Kommt es zu tatsächlichen Verletzungen, können die Strafen deutlich höher ausfallen und in die Tatbestände der gefährlichen Körperverletzung oder des Landfriedensbruchs einfließen.