Tier in Eberswalde: Waschbär, Känguru, Erdmännchen? Foto sorgt für neue Spekulationen

War es ein mittelamerikanischer Waschbär? In Eberswalde gibt das seltsame Tier, das nachts durch das Wohngebiet Westend schleicht, weiter Rätsel auf. Das Archivbild zeigt eines der kleinen Raubtiere in einem Zoo. (Symbolbild)
Veronika Patrovska-Vernerová- In Eberswalde rätseln Anwohner über ein nächtlich streifendes Tier im Westend.
- Unscharfe Handyfotos zeigen es in der Schöpfurter Straße – Größe etwa 35 Zentimeter.
- Beobachter beschreibt schmalen Schwanz, kurze Vorderbeine und längere Hinterbeine.
- Vermutungen reichen von Erdmännchen bis Rotnackenwallaby – auch Waschbär im Gespräch.
- Fotograf hofft auf einen klareren Schnappschuss, um die Art sicher zu bestimmen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es gibt nur unscharfe Fotos von dem seltsamen Tier, das in mehreren Nächten dabei beobachtet wurde, wie es im hinteren Teil der Schöpfurter Straße in Eberswalde herumgeschlichen ist. Die Aufnahmen sind bei schlechten Lichtverhältnissen und aus einiger Entfernung mit dem Handy gemacht worden. Frank Sobieski hat die Fotos geschossen und sich mit der Bitte um Einordnung an die Öffentlichkeit gewandt. „Ich würde nur zu gern wissen, was das für ein Vieh ist“, sagt er.
Der scheue Unbekannte sei etwa 35 Zentimeter groß, habe einen schmalen Schwanz, kurze Vorderbeine und längere Hinterbeine, beschreibt Frank Sobieski seine Beobachtungen.
Seit der Fotograf öffentlich um Hilfe gebeten hat, sind schon mehrfach Vermutungen geäußert worden. „Dieses Tier sieht einem Erdmännchen sehr ähnlich“, schreibt zum Beispiel Lars Kroll und schränkt ein, dass er kein Biologe sei. Vielleicht sei aus dem Zoo ein Erdmännchen verschwunden.
Was ein Kommunalpolitiker aus Eberswalde vermutet
Auch Tilo Weingardt hat sich zu Wort gemeldet. Der Stadtverordnete, der in Eberswalde der AfD-Fraktion angehört, leitet den städtischen Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt, der nur selten Themen aus Flora und Fauna behandelt, obwohl diese durchaus zu seinem Zuständigkeitsbereich gehören. „Gleichwohl beschäftige ich mich natürlich auch mit Umweltfragen“, teilt der Volksvertreter mit.
Seiner Ansicht nach könnte es sich bei dem seltsamen Tier, das durch das nächtliche Westend streift, um ein Rotnackenwallaby handeln. Diese Spezies, die auch als Bennetkänguru bezeichnet werde, gehöre unter den Neozoon, also unter den Tierarten, die durch direkte oder indirekte menschliche Einflussnahme in ein neues, gebietsfremdes Ökosystem gelangt seien und sich dort etabliert hätten, zu den jüngeren. „Das Tier könnte aus Mecklenburg-Vorpommern zu uns eingewandert sein“, mutmaßt Tilo Weingardt.
Wo der unbekannte tierische Besucher herkommen könnte
Der scheue Unbekannte, der an der Schöpfurter Straße in Eberswalde gesichtet wurde, sehe für ihn aber eher nach einem Waschbären aus, schreibt der Kommunalpolitiker. „Diese leben in Westend schon viele Jahre und fühlen sich zum Beispiel in der Triftstraße im Umfeld des Garagenkomplexes wohl“, teilt Tilo Weingardt mit. Der Statur nach handele es sich gegebenenfalls um einen mittelamerikanischen anstelle eines nordamerikanischen Waschbären, was lokal neu wäre.

Schnappschuss aus Eberswalde: Diese Handy-Aufnahme zeigt das unbekannte Tier bei seinem nächtlichen Streifzug durch das Wohngebiet Westend.
Frank Sobieski„Die Unterart des mittelamerikanischen Waschbären ist kleiner und zierlicher als die Unterart des nordamerikanischen Waschbären und ebenso wie das Rotnackenwallaby eines der jüngeren Neozoen und in Deutschland wenig verbreitet“, schreibt der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt in Eberswalde. Das Tier würde vermutlich genau aus Mecklenburg-Vorpommern zu uns gekommen seien.
Welche Hoffnung der Amateurfotograf aus Westend äußert
Noch ist Frank Sobieski nicht wirklich schlauer, was für ein Tier er inzwischen schon mehrfach im Wohngebiet Westend gesehen hat. „Erst in der vergangenen Woche ist es ganz dicht am Zaun entlanggelaufen“, verrät der Beobachter, der sich weiter auf die Lauer legen will und zum Zwecke einer eindeutigen Identifizierung auf einen besseren Schnappschuss hofft.

