ArcelorMittal Eisenhüttenstadt
: So war der Besuch von Wirtschaftsminister Keller

Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller besuchte erstmals in seiner Funktion das Stahlunternehmen von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt. Erst machte er Zusicherungen, dann geriet er ins Schwitzen.
Von
Janet Neiser
Eisenhüttenstadt
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Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD, l.) hat am 20. März 2025 das Werk von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt besucht. neben ihm Thomas Bünger, Chef von ArcelorMittal Germany und CEO von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt und Bremen

Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD, l.) hat am 20. März 2025 das Werk von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt besucht. neben ihm Thomas Bünger, Chef von ArcelorMittal Germany und CEO von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt und Bremen

Janet Neiser
  • Wirtschaftsminister Daniel Keller besuchte am 20. März 2025 ArcelorMittal Eisenhüttenstadt.
  • Er sprach über die Sicherung und Förderung der Stahlproduktion sowie über hohe Energiekosten.
  • Keller forderte einen Industriestrompreis und Unterstützung von der Politik.
  • Nach Gesprächen besichtigte Keller das Warmwalzwerk und betonte die Wichtigkeit der Stahlindustrie.
  • ArcelorMittal-Chef Bünger betonte die Herausforderungen für den Standort.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Beeindruckt zeigte sich Brandenburgs neuer Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD) bei seinem Antrittsbesuch bei ArcelorMittal Eisenhüttenstadt am 20. März. „Wir als Landesregierung sind bereit, alles Erdenkliche zu tun, um die Produktion in Eisenhüttenstadt zu sichern und weiter zu fördern. Aber es müssen sich die Rahmenbedingungen ändern“, erklärte der Nachfolger von Jörg Steinbach und blickte dabei in Richtung der Bundesregierung und auf die europäische Politik.

Es gebe aber erste positive Signale, sagte er nach einem Gespräch mit der Geschäftsführung des Standortes, bei dem die hohen Energiekosten, der notwendige Außenhandelsschutz im Fokus standen.

Wirtschaftsminister zu Transformation bei ArcelorMittal

Keller sprach sich klar für einen Industriestrompreis aus, für eine Entlastung beim Thema Netzentgelte und Stromsteuer. Das Land wolle die Transformation am Standort Eisenhüttenstadt mitbegleiten und sei auch zu einer Co-Finanzierung bereit. Der Minister betonte aber auch: Für die angestrebte Dekarbonisierung brauche man mehr Realismus und weniger Ideologie. Die Transformation sei schrittweise und so umzusetzen, dass die energieintensive Industrie eine Zukunft habe. Auf Bundesebene brauche es ein industriepolitisches „100-Tage-Sofortprogramm“.

„Wir stehen vor erheblichen Aufgaben, um unseren Standort zukunftsfähig aufzustellen. Die hohen Energiekosten und der unzureichende Schutz vor unfairen Handelspraktiken setzen uns massiv unter Druck. Wir brauchen entschlossene Unterstützung von der Politik, um den Industriestandort Eisenhüttenstadt langfristig zu sichern“, betonte Thomas Bünger, Deutschlandchef von ArcelorMittal sowie CEO der Flachstahlwerke in Eisenhüttenstadt und Bremen.

Daniel Keller (l.) und Thomas Bünger nach dem offiziellen Gespräch bei ArcelorMittal Eisenhüttenstadt. Danach ging es ins Warmwalzwerk.

Daniel Keller (l.) und Thomas Bünger nach dem offiziellen Gespräch bei ArcelorMittal Eisenhüttenstadt. Danach ging es ins Warmwalzwerk.

Janet Neiser

Wirtschaftsminister Daniel Keller schwitzt im Warmwalzwerk

Nach dem Gespräch im Büro und im feinen Zwirn hieß es für Daniel Keller aber: Helm auf und Kittel an. Ein Besuch im Warmwalzwerk stand an. Und da geriet der Wirtschaftsminister, ein früherer Judoka, mächtig ins Schwitzen. Kein Wunder: In der Werkshalle allein zeigte das Thermometer etwa 30 Grad Celsius an, und als dann auch noch der Ofen aufging, in dem mehr als 1200 Grad Celsius herrschen und die glühende Bramme herauskam, da wurde es noch heißer.

Aber Daniel Keller ist als ehemaliger Sportler Schweiß gewöhnt und hat offensichtlich auch Ausdauer. Er nahm sich jedenfalls Zeit für den Rundgang, stellte viele Fragen und ließ sich alles im Detail erklären. Für ihn steht fest: „Die Stahlindustrie ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Wirtschaft und unserer Wertschöpfungsketten. ArcelorMittal Eisenhüttenstadt hat eine Zukunft, und wir werden alles dafür tun, um diese zu sichern.“

Wirtschaftsminister Daniel Keller und der CEO von ArcelorMittal Germany Thomas Bünger im Warmwalzwerk von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt.

Wirtschaftsminister Daniel Keller und der CEO von ArcelorMittal Germany Thomas Bünger im Warmwalzwerk von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt.

Janet Neiser