Was gibt es Schöneres, als mit seinem geliebten Vierbeiner im Sommer gemeinsam ins kühle Nass zu springen? Es ist Ferienzeit und wenn die Sonne scheint, steht oft ein Ausflug an einen See an. Das kann auch für Hunde eine willkommene Abwechslung zum Gassi in der Stadt oder im Wald sein. Wer allerdings mit seinem Hund einfach so zum nächstgelegenen See fährt, kann eine böse Überraschung erleben.
Obwohl der Landkreis Oder-Spree viele Schwimmmöglichkeiten bereithält, treffen Frauchen und Herrchen nicht überall auf hundefreundliche Badestellen. Ein beliebtes Ziel für einen ausgiebigen Schwimmtag mit Hund war der Hundestrand am Helenesee. Dieser ist jedoch aktuell gesperrt. Damit der Vierbeiner künftig nicht auf dem Trockenen sitzen muss, gibt es hier eine Liste mit offiziellen Hunde-Schwimmplätzen.

Achtung am Müllroser See

Ein mindestens genauso bekannter Badesee wie der Helenesee ist der Müllroser See. Er bietet Besuchern einen Sandstrand und eine Liegewiese. Klingt doch nach einem geeignetem Ort, um den Hund baden zu lassen, oder? Der Schein trügt. Zwar gibt es nach Angaben vom Gesundheitsamt Oder-Spree kein generelles Badeverbot für Hunde, insofern nichts anderes ausgeschrieben ist. Die brandenburgische Hundehalterverordnung schränkt das aber weiter ein: „Hunde dürfen nicht auf Kinderspielplätze, auf Liegewiesen, die als solche gekennzeichnet sind und an öffentlichen Badestellen mitgenommen werden“.
Für den Müllroser See bedeutet das: Am Müllroser Freibad und Strandbad darf der Hund nicht mit ins Wasser. Das teilte auch der Verein Seenland Oder-Spree schriftlich mit.
Doch es gibt auch gute Nachrichten. Der Betreiber des Naturcampingplatzes „Großer Treppelsee“ teilt über Seeland Oder-Spree mit, dass es dort kein offizielles Hundeverbot am Strand gäbe. Hier kann der Vierbeiner also mit Frauchen oder Herrchen im kühlen Nass plantschen. „Gegenseitige Rücksichtnahme ist aber gewünscht“, heißt es weiter.

Kleine Buchten am Schervenzsee für Hunde erlaubt

Etwaiges gilt auch am Chossewitzer See. Nach Angaben des dort ansässigen Verein „Campingfreunde Chossewitz“ sind Hunde am See willkommen. In der Hauptsaison sei es jedoch ratsam, den Hund nicht inmitten der Badegäste schwimmen zu lassen. „Man kann ja auch mit seinem Hund zehn Meter vom Hauptstrand weggehen“, erklärt eine Dame des Vereins. Das Gute: Beide Seen sind nur eine 20- bis 25-minütige Autofahrt von Eisenhüttenstadt entfernt.
Eine Alternative für Hunde, die in großen Menschenansammlungen Stress oder gar Angst erleiden, sind die kleinen Buchten des Schervenzsees im Schlaubetal. Der Badesee liegt zirka 18 Kilometer von Eisenhüttenstadt entfernt und bietet Urlaubern sogar die Möglichkeit am nahegelegenen Campingplatz zu übernachten. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn der Hauptstrand ist nach Angaben des Vereins Seeland Oder-Spree für Hunde verboten. Dafür sind die kleinen umliegenden Badestellen, unweit des Hauptstrandes lukrativ, sodass Hund und Mensch die Zeit am Wasser genießen können.

Am Ranziger See gibt es einen Hundestrand

Das Problem mit den Badestellen für Hunden kennt auch das Seecamp Waldreich am Ranziger See. Deswegen gibt es dort einen separaten Hundestrand, an dem Vierbeiner willkommen sind und sogar ohne Leine laufen dürfen. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass der Hund sich mit anderen Hunden verträgt.
Sogar ein Wochenendangebot für Vierbeiner und Frauchen beziehungsweise Herrchen bietet das Camp an. Für Badegäste außerhalb des Camps kostet der Eintritt zum Hundestrand 1,50 Euro, ermäßigt einen Euro. Eine Fahrt zum Hundestrand aus Eisenhüttenstadt dauert ungefähr eine Dreiviertelstunde.
Welcher Ort allerdings komplett gemieden werden sollte, sind die Kiesgruben bei Fürstenberg. Dort gilt ein generelles Badeverbot – für Mensch und Tier. Gleiches gilt für den Oder-Spree-Kanal in Eisenhüttenstadt.