Fleischerei in Eisenhüttenstadt: Schlachtefest statt Martinsgans – Eisbein ist der Renner
Traditionell steht am 11. November das Martinsgans-Essen an. Doch angesichts oftmals gestiegener Preise und vieler ausgebuchter Restaurants gibt es an diesem Tag in der Oder-Region auch preiswerte Alternativen. So hat die Fleischerei Grahl in der Friedrich-Engels-Straße 26 in Eisenhüttenstadt für den 11. November ein Schlachtefest ausgeschrieben.
Allerdings wird dort das Schwein nicht vor Ort getötet, zerlegt und verarbeitet, so wie es seit jeher bei einer gemeinsamen Schlachtung zur Bevorratung vor dem Winter mit einem anschließenden Festmahl üblich ist, sondern es können von 7 bis 10 Uhr die größtenteils vorbestellten Waren abgeholt werden. Einige wenige Sitzplätze an Tischen für den schnellen Imbiss gibt es auch.
Sechsmal Schlachtefest im Jahr
„Solch ein Schlachtefest machen wir in der kalten Jahreszeit sechsmal jährlich. Dreimal vor Weihnachten und dreimal bis Februar, wenn nach den Feiertagen der Appetit nach etwas Herzhaftem wieder zurück ist“, erklärt der in Guben ansässige Firmeninhaber Uwe Grahl. In dieser Herbstsaison ist es nunmehr das zweite Mal.
Das Schlachtefest praktiziert seine Fleischerei erfolgreich bereits seit 15 Jahren. In Eisenhüttenstadt ansässig ist er mit seinen in Guben erzeugten Erzeugnissen und den seit einigen Jahren von der Landbäckerei Meyer bezogenen süßen Produkten seit 1991.
Nur Fleisch und Wurst vom Fleischer
„Die Leute sollen es am Sonnabend so haben wie bei einem zünftigen Schlachtefest. Die Kartoffeln müssen sie sich jedoch zu Hause selbst zubereiten. Von uns gibt es in warmer Form Eisbein mit Sauerkraut und wahlweise auch mit Wurstbrühe. Das sind ganz normale gepökelte Hintereisbeine. Frisch wiegen sie etwa 1100 bis 1200 Gramm, warm ist es etwa ein Kilo. Davon werden schon zwei Personen satt“, erklärt der Fleischermeister. Verkauft werden Fleisch und Wurst nach Gewicht.
Wem ein Eisbein zu groß sein sollte, der kann beim Schlachtefest dennoch etwas für ihn passendes erwerben. „Viele nehmen dann häufig lieber Grützwürstchen oder auch Wellfleisch“, erklärt Verkäuferin Ines Totzke. Beliebt seien auch Kehlgrieben, warme Leberwurst und auch Blutwurst, alles in Gubener Eigenproduktion. Die Leberwurst und Blutwurst gibt es auch im Glas.
Nächstes Schlachtefest am 2. Dezember
Solch ein Schlachtefest steht bei der Fleischerei Grahl in der kalten Jahreszeit etwa alle drei Wochen an, das nächste ist für 2. Dezember geplant. Anschließend dominieren die Angebote für Weihnachten und Silvester.
So können bis zum 14. Dezember Rouladen, Sauerbraten, Wildgulasch und Ente vorbestellt werden, eine Grillhaxe ist bis zum 22. Dezember zu ordern. Für Silvester werden Grillhaxen, Pökelkamm in Meerrettichsoße und Kesselgulasch angeboten.
Laut Ines Totzke seien ihre Kunden diszipliniert. Diese holen zu 99 Prozent das Bestellte ab, hin und wieder komme jemand zwei, drei Tage später. Für das Schlachtefest rät sie zu Vorbestellungen, die bis Freitag möglich seien. Zwar liefert Uwe Grahl etwas mehr als das Bestellte an, doch bei Kurzentschlossenen könne es durchaus vorkommen, dass sie das Gewünschte dann nicht mehr erhalten.
Kontakt: 03364 43058



