Heizen in Eisenhüttenstadt
: Die Heizsaison hat begonnen – wie gespart werden kann

Der langanhaltende Sommer hat die Heizperiode herausgezögert. Doch seit der 2. Oktober-Woche wollen auch viele in Eisenhüttenstadt ihre Wohnungen heizen. Worauf man achten sollte.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
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Die Heizsaison hat begonnen: Viele Mieter können durchaus an den Heizkosten drehen.

Christin Klose/dpa

Mit dem 1. Oktober hat in Deutschland offiziell die Heizperiode begonnen. Sie endet am 30. April. Zwar ist das so nicht gesetzlich geregelt, doch dieser Zeitraum hat sich bei vielen Vermietern etabliert. In Ausnahmefällen wird Beginn und Ende um jeweils 15 Tage erweitert.

Spätestens mit der in der 2. Oktoberwoche nachlassenden sommerlichen Witterung hat auch bei einigen Eisenhüttenstädter Mietern die Heizsaison begonnen. Im Bad war es jetzt zum ersten Mal unter 20 Grad. Das war mir dann doch zu kalt“, sagt Kathrin Schilling. „Die EWG hat jetzt die Heizung angestellt. Natürlich will ich sparen. Doch 22 Grad möchte ich schon haben, also heize ich, damit ich mich wohlfühle“, erklärt Petra Rühle.

Vermieter müssen sich an einige Regelungen halten

Während Eigenheimbesitzer und im bestimmten Umfang auch die Mieter frei über ihren Heizaufwand entscheiden können, sind Vermieter an einigen Regelungen gebunden. Allerdings hat sich im Vergleich zum Vorjahr etwas geändert. Im vergangenen Jahr war wegen der Energiekrise die für Vermieter verbindliche Regelung zur Einhaltung von Mindesttemperaturen aufgehoben.

Nunmehr muss die Heizung angeschaltet sein, wenn die Außentemperatur unter 16 Grad Celsius sinkt und in den beiden folgenden Tagen nicht mehr über 20 Grad Celsius steigt. Dabei muss gewährleistet sein, dass von 6 bis 23 Uhr in Wohnräumen 20 Grad Celsius möglich sind und 21 Grad Celsius in Bädern und Toiletten. Nachts muss technisch eine Temperatur von 18 Grad Celsius gewährleistet sein. Wenn ein Vermieter nicht genügend Wärme bereitstellt, kann die Miete gekürzt werden.

Keine Ofenheizung mehr

In Eisenhüttenstadt läuft für die beiden größten Wohnungsanbieter seit einigen Tagen Heizperiode. In allen Mietswohnungen gibt es Zentralheizungen. Wie die Vorstandsvorsitzende der Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft (EWG) Verena Rühr-Bach erklärt, laufen die Heizungen eigentlich das ganze Jahr über. Die bereitgestellte Wärmemenge hängt von den Temperaturen ab. Mit was für Heiz-Preisen die Mieter rechnen müssen, ob diese eher steigen oder sinken, könne sie nicht sagen. Vieles hänge von der Witterung ab.

Preisentwicklung ist noch nicht abzusehen

Enrico Hartrampf, Leiter Wohnungswirtschaft bei der Eisenhüttenstädter Gebäudewirtschaft, vermutet prinzipiell im Vergleich zum Vorjahr sinkende Preise. Doch das sei von den Eisenhüttenstädter Stadtwerken abhängig, die laut Vera Rühr-Bach im Vergleich zu ähnlichen Anbietern ihre Wärme zu günstigen Konditionen anbieten. Noch liegen jedoch für die kommenden Monate keine Informationen vor.

Laut Enrico Hartrampf werde in seinem Unternehmen ab 15 Grad Außentemperatur geheizt. „Das Bedürfnis nach Heizung ist sehr subjektiv. Bei mir haben die Ersten bereits im September nachgefragt.“ Natürlich hänge laut Enrico Hartrampf viel vom Mieter ab, wie hoch seine Heizkosten dann sind.

Türen von beheizten Räumen geschlossen halten

Ausschlaggebend dafür sei ein effizientes Heizen. In diesem Zusammenhang empfiehlt Enrico Hartrampf, beispielsweise in einem beheizten Raum die Türen zu schließen, damit die Wärmefühler korrekt arbeiten. Lieber bei ausgeschalteten Heizkörper für zehn Minuten durchlüften als die Fenster geschlossen lassen. Zum einen werde die abgestandene Luft nicht so schnell warm und zum anderen werde mit dem regelmäßigen Lüften die Gefahr der Schimmelbildung verringert.

Denn in dieser Hinsicht ist auch der Mieter gefordert, der mit seinem Heiz- und Lüftungsverhalten nicht die Schimmelbildung begünstigen darf. Ansonsten kann er vom Vermieter durchaus zur Kasse gebeten werden.

Ab wann mit dem Heizen begonnen werden sollte, hängt auch vom Alter des Gebäudes und dem Bautyp ab. Je älter das Gebäude und je weniger gedämmt, desto früher setzt zwangsläufig die Heizperiode ein.

Der Mieter kann natürlich auch mit seinem Heizverhalten einiges herausholen. Am meisten spart er mit richtigem Lüften im Winter und mit der Nutzung von Heizkörperthermostaten. Weiteres Einsparpotential ergibt sich mit dem Entlüften des Heizkörpers, der Abdichtung der Fenster und der Senkung der Raumtemperatur.