Katze in Eisenhüttenstadt
: Luna trauerte so sehr, dass sie fast starb

Im Tierheim Eisenhüttenstadt zeigt der Fall von Katze Luna, wie lebensgefährlich Trauer für Tiere werden kann. Nach dem Tod ihres Besitzers verweigerte sie das Futter und jeden Kontakt.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
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Hält die zwölfjährige Katze Luna im Arm: Tierheimmitarbeiterin Sandra Hartwig. Luna ist bereit für ein neues Zuhause, nachdem sie intensiv um ihr verstorbenes Herrchen getrauert hatte.

Hält die zwölfjährige Katze Luna im Arm: Tierheimmitarbeiterin Sandra Hartwig. Luna ist bereit für ein neues Zuhause, nachdem sie intensiv um ihr verstorbenes Herrchen getrauert hatte.

Hagen Bernard
  • Katze Luna trauerte nach dem Tod ihres Besitzers und verweigerte Futter und Kontakt.
  • Sie kam mit einem Mohrenkopfpapagei ins Tierheim Eisenhüttenstadt – der Papagei heißt Pietri.
  • Tierheim und Tierarzt päppelten Luna mit Geduld auf, sie frisst wieder und sucht Nähe.
  • Luna gilt als liebe, ruhige Katze und braucht ein Zuhause mit viel Zeit und Zuwendung.
  • Zusammenleben mit anderen Katzen ist möglich, eine Vermittlung ohne Pietri ist ebenfalls möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Trauer um ihr verstorbenes Herrchen hätte die zwölfjährige Katze Luna fast das Leben gekostet. Als sie gefunden wurde, lag sie im Bett ihres toten Besitzers. Der Mann war zu diesem Zeitpunkt bereits seit einigen Tagen tot.

Gemeinsam gelebt hatte Luna mit einem 24 Jahre alten Mohrenkopfpapagei, einem Senegalpapagei. Anfang August 2026 kamen beide über das Veterinäramt in Alinas Tierheim an der Oderlandstraße in Eisenhüttenstadt.

Der Papagei zeigt sich dort bis heute erstaunlich lebensfroh: Er schnurrt wie Luna, miaut und begrüßt die Menschen mit einem freundlichen „Hey“. Die Tierheimmitarbeiter tauften ihn Pietri – nach dem lustigen gelb-braunen Flugsaurier aus dem Zeichentrickfilm „In einem Land vor unserer Zeit“.

Während Pietri im Tierheim von Anfang an fröhlich wirkte, fiel Luna nach dem Tod ihres Herrchens in tiefe Trauer. Nach Angaben von Tierheimleiterin Alina Thiele wurde die Katze vom Veterinäramt leicht dehydriert aufgefunden. Vor allem aber hatte sie jeden Lebenswillen verloren.

„Luna hat in den ersten Tagen komplett die Nahrung verweigert. Sie wollte nur noch oben auf dem Kratzbaum sitzen und mit niemandem Kontakt haben. Wir mussten sie deshalb separieren. Tiere können so emotional auf ein Ereignis reagieren, dass sie nicht mehr wollen“, sagt Alina Thiele.

Nur mit viel Geduld und tierärztlicher Hilfe gelang es den Mitarbeitern, Luna Schritt für Schritt wieder aufzupäppeln. Inzwischen lebt sie wieder gemeinsam mit Pietri in einem Raum – und es scheint, als habe sie den schlimmsten Schmerz langsam überwunden.

Viel Liebe und Zeit sind jetzt entscheidend

„Jetzt blüht sie richtig auf und frisst wieder. Luna braucht dringend eine Familie und viel Liebe. Sie ist sehr einsam. Man merkt, sie sucht den Kontakt zu Menschen, sie will ständig gestreichelt werden. Das ist eine liebe, ruhige Katze“, erklärt Alina Thiele.

Luna vertrage sich gut mit anderen Katzen, könne aber auch allein gehalten werden. Entscheidend sei nur, dass ihre neuen Halter genügend Zeit für sie haben. „Wenn jemand zwölf Stunden nicht da ist, wäre das für Luna sehr schlecht“, sagt Alina Thiele. Luna und Pietri müssen nicht zwingend gemeinsam vermittelt werden.