Tierheim in Eisenhüttenstadt: Warum Katze Tina nur noch ein Auge hat

Hat ihr linkes Auge durch eine Entzündung verloren: die jetzt zwölf Wochen alte Katze Tina. Tierheimmitarbeiterin Sandra Hartwig hat sie gerade in den Arm genommen.
Hagen Bernard- Tierheim in Eisenhüttenstadt versorgt über 60 Katzen – 34 davon sind Kitten.
- Tina und ihre Schwester Sina wurden mit acht Wochen in einer Gartenlaube gefunden.
- Beide hatten starken Katzenschnupfen, Tinas linkes Auge musste entfernt werden.
- Das rechte Auge wurde gerettet, Sina blieb ohne bleibende Schäden.
- Beide sind gechippt und geimpft und sollen nur gemeinsam vermittelt werden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Derzeit leben im Tierheim von Alina Thiele an der Oderlandstraße in Eisenhüttenstadt mehr als 60 Katzen. Allein 34 von ihnen sind noch Kitten, die im Frühjahr und Sommer geboren wurden.
Zu ihnen gehört auch die kleine Tina – ein Kätzchen, dessen Start ins Leben kaum trauriger hätte sein können. Gemeinsam mit ihrer Schwester Sina wurde sie im Alter von nur acht Wochen in einer Gartenlaube in Eisenhüttenstadt entdeckt. Eine Mutterkatze war weit und breit nicht zu finden. Weil der Besitzer die beiden niemandem zuordnen konnte, verständigte er Alinas Tierheim. Dort wurden die jungen Tiere aufgenommen.
„Das ist leider wieder so ein Fall, in dem Halter ihre unkastrierten Katzen unkontrolliert draußen herumlaufen lassen“, sagt Tierheimleiterin Alina Thiele. Ob die Mutter der beiden eine verwilderte Katze oder ein Freigänger war, ist unklar. Sicher ist jedoch: Als Tina und Sina gefunden wurden, litten sie bereits an starkem Katzenschnupfen – einer Krankheit, die bei frei lebenden Katzen häufig vorkommt.
Tina und Sina suchen gemeinsam ein Zuhause
Für Tina hatte die Infektion dramatische Folgen. Das linke Auge war bei ihrer Ankunft bereits so schwer geschädigt, dass es nicht mehr gerettet werden konnte. „Es hatte sich schon zersetzt“, berichtet Alina Thiele.
Nach einer Woche intensiver Behandlung mit Medikamenten und Antibiotika gelang es den Mitarbeitern immerhin, ihr rechtes Auge zu retten. Als sich ihr Zustand etwas stabilisiert hatte, wurde das linke Auge operativ entfernt und die Wunde verschlossen. Noch ist eine kleine Öffnung geblieben, damit Wundflüssigkeit ablaufen kann.
Ihre Schwester Sina hatte mehr Glück. Sie hat den Katzenschnupfen ohne bleibende Schäden überstanden.
Trotz allem haben sich Tina und Sina ihre Lebensfreude bewahrt. Beide sind inzwischen gechippt und geimpft und sollen nach dem Wunsch des Tierheims nur gemeinsam vermittelt werden. „Sie sind sehr sozial, vertragen sich mit anderen Katzen und sogar mit Hunden. Beide haben ein ruhiges, sehr angenehmes Wesen“, sagt Alina Thiele.

