Müllroser Mühle
: Mehl aus Müllrose – so soll es noch bekannter werden

Die größte Industriemühle Brandenburgs steht in Müllrose. In den Oderland-Mühlenwerken werden jährlich etwa 70.000 Tonnen Weizen und Mehl verarbeitet. Um das Mehl noch bekannter zu machen, gibt es eine Aktion zum Mitmachen.
Von
Frank Groneberg
Müllrose
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Original Schlaubetal: „Das Brandenburger Mehl“ wird in den Oderland-Mühlenwerken in Müllrose hergestellt. Verarbeitet wird es unter anderem in der Bäckerei Dreißig. Im Schlaubetal soll das Mehl mit einer besonderen Aktion noch bekannter gemacht werden.

Frank Groneberg

Das Müllroser Mehl – es ist im Osten Brandenburgs in aller Munde. Buchstäblich. Denn wo immer jemand beim Bäcker Brot, Brötchen oder Kuchen kauft – fast immer sind diese mit Mehl aus den Oderland-Mühlenwerken in Müllrose gebacken worden.

Und das nicht nur in Brandenburg, sondern weit darüber hinaus. Einer der großen Abnehmer des Müllroser Mehl ist die Bäckerei Dreißig in Guben. Der Betrieb verkauft seine Backwaren längst nicht nur in Brandenburg, sondern auch in Berlin und in Sachsen. Allein in Dresden gibt es inzwischen neun Filialen der Bäckerei Dreißig, selbst in Görlitz werden zwei Cafés betrieben.

Bäckerei Dreißig setzt auf Müllroser Mehl

Und überall dort sind die Kuchen, Brote und die anderen Backwaren mit Müllroser Mehl gebacken worden. „Unser Credo lautet: Gutes Mehl braucht gutes Getreide, aus der Region“, schreibt die Bäckerei Dreißig auf ihrer Internetseite. „Daher beziehen wir unser Mehl von den Oderland Mühlenwerken Müllrose.“

Etwa 50 Mitarbeiter mahlen in der vor 748 Jahren erstmals urkundlich erwähnten Mühle jährlich um die 70.000 Tonnen Weizen und Roggen. Sie verarbeiten das Getreide nicht nur zu Weizen- und Roggenmehl unterschiedlicher Typen, sondern auch zu Grieß, Kleien und zu anderen Produkten. Der Weizen wird seit Ende 2019 in einer neuen Weizenmühle, in deren Kauf das Unternehmen 2,2 Millionen Euro investiert hatte, gemahlen.

Marke „Das Brandenburger Mehl“

Das bei Verbrauchern bekannteste Mehl ist freilich das Weizenmehl Typ 405. Dieses feine Mehl wird zu Hause zum Backen und Kochen verwendet. Dieses Mehl steht auch in Müllrose und der gesamten Region in den Regalen der Kaufhallen. Und auch wenn der Name der Stadt Müllrose schon lange nicht mehr vorn auf den Tüten zu lesen ist – beim Griff zu „Das Brandenburger Mehl“ können die Verbraucher sicher sein, Mehl aus der Müllroser Mühle zu kaufen. Was auch auf der Rückseite der Tüten gut lesbar vermerkt ist.

Die Oderland-Mühlenwerke sind der größte gewerbliche Arbeitgeber im Amt Schlaubetal. Um das Müllroser Mehl auch am Herstellungsort und im Amt noch näher ins Bewusstsein der Menschen zu bringen, hatte sich Amtsdirektor Mario Quast vor zwei Jahren eine besondere Aktion ausgedacht: einen großen Naschwerk-Backwettbewerb in der Vorweihnachtszeit. Im Jahr 2021 fand er zum ersten Mal statt, in diesem Jahr feiert der Wettstreit seine dritte Auflage.

Wettbewerb der Hobbybäcker im Schlaubetal

Für den Wettbewerb gebacken und eingereicht werden darf alles, was an Leckereien speziell in der Vorweihnachtszeit so vernascht wird. Plätzchen aller Art und Kipferl, Pfefferkuchen und Dominosteine, Kekse und gern auch große Weihnachtsstollen. Wichtig ist: Alles muss tatsächlich selbst gebacken sein. Ob allein gebacken oder in einer Gruppe fröhlicher Hobbybäcker, das ist egal.

Weihnachtsbäckerei: Kinder einer Grundschule aus Spremberg backen gemeinsam Plätzchen. Am Schlaubetaler Weihnachtsbäcker-Wettbewerb dürfen sich auch Kita- und Hortgruppen oder Schulklassen beteiligen. (Symbolbild)

Martina Arlt

Das Mehl für die Weihnachtsbäckerei sollte idealerweise in der Müllroser Mühle hergestellt worden sein. Und wer schnell ist, braucht sich das Mehl nicht mal zu kaufen. Denn: Die Oderland-Mühlenwerke unterstützen den Wettbewerb auch in diesem Jahr und stellen den Schlaubetaler Weihnachtsbäckern ihr Müllroser Weizenmehl Typ 405 zur Verfügung. Solange der Vorrat reicht, bekommt jeder, der sich für den Wettbewerb anmeldet, eine Tüte Mehl gratis – dann kann gebacken werden.

„Das Müllroser Mehl ist ein großer Markenträger für unsere Region“, sagt Amtsdirektor Mario Quast und verweist darauf, dass auch für die traditionsreichen Kathi-Backmischungen Mehl aus Müllrose verwendet wird.

Naschereien zum Weihnachtsfest: Selbst gebackene Plätzchen gehören zu den beliebtesten Leckereien in der Adventszeit und dürfen auch zum Schlaubetaler Weihnachtsbäcker-Wettbewerb eingereicht werden. (Symbolbild)

Christin Klose/dpa

Zum Thema Backen gebe es im Amt Schlaubetal verschiedene lange Traditionen – „zum Beispiel gibt es in mehreren Orten große Backöfen, an denen das Dorf zusammenkommt“. Der Weihnachtsgebäck-Wettbewerb solle sich in diese Traditionen einreihen.

Mitmachen bis zum 15. Dezember 2023

► Bis zum 15. Dezember haben kleine und große Hobbybäcker jetzt Zeit, ihre Weihnachts-Naschereien für den Wettbewerb einzureichen – und zwar pro Teilnehmer eine Nascherei.

► Wer mitmachen möchte, meldet sich zunächst in der Schlaubetal-Information in Müllrose, Haus des Gastes, an. Dort gibt es das Gratismehl, und dort muss das selbst gebackene Naschwerk spätestens am 15. Dezember, 16 Uhr, in einer geschlossenen Dose oder Tüte abgegeben werden.

► Öffentlich ausgewertet wird der Wettbewerb am 3. Advent während des Weihnachtskonzertes der Kleist-Musikschule, das am 17. Dezember um 14 Uhr im Schützenhaus in Müllrose beginnt.

► Eine Jury wird die eingereichten Backwaren verkosten und bewerten. Die Schöpfer der am besten bewerteten Naschereien werden mit Sachpreisen belohnt.

► Anmeldung zum Wettbewerb: Schlaubetal-Information im Haus des Gastes, Müllrose, Kietz 7, Telefon 033606 77290.