Tierheim Eisenhüttenstadt: Plötzlich allein – Hund Zeus (2) sucht neue Schäferhund-Familie

Der zweijährige Schäferhund Zeus ist seit dem 18. Januar 2024 im Tierheim Eisenhüttenstadt an der Oderlandstraße. Sein Besitzer musste den freundlichen Rüden aus gesundheitlichen Gründen abgeben.
Hagen BernardSchäferhund Zeus muss als Welpe bei seinen Haltern große Erwartungen geweckt haben, sodass er nicht mehr und nicht weniger mit dem Göttervater Namensgleichheit hat. Tatsächlich ist der zweijährige schwarze Rüde ein Prachtexemplar seiner Rasse.
Er weist durchaus auch Führungsqualitäten auf. Denn Tierheimleiterin Ute Valentin kann nach ihm rufen wie sie will, herausgelassen aus seiner Behausung, beschnüffelt und bespringt er seine Umgebung erst einmal nach seinem Gusto. Irgendwann lässt er sich auch das Halsband um den Hals legen. Zeus hat an der Leine gehen gelernt.
Halter gab ihn aus gesundheitlichen Gründen ab
Doch seine eigenwillige Auffassung von der Umsetzung einer Aufforderung verwundert nicht – denn im Tierheim ist der Schäferhund erst seit einem Tag. Zwar macht der kurzhaarige Rüde mit seinem glänzenden schwarzen Fell einen ausgemacht gepflegten Eindruck, doch aus gesundheitlichen Gründen hatte sich sein Halter von ihm getrennt.
Nun wartet der agile und aufgrund seines Alters auch noch sehr entwicklungsfähige Hund auf ein neues Zuhause. Es kann laut Ute Valentin durchaus eine Behausung mit Hof und Garten sein. Er ist die Übernachtung in einem Außen-Zwinger gewohnt. Ab und zu habe ihn Herrchen auch ins Haus genommen, doch im Wesentlichen ist Zeus bislang ein Hofhund gewesen.
Zeus ist robust und nett
Obwohl Zeus erst seit einem Tag im Tierheim weilt, haben seine Pfleger seinen freundlichen Charakter bereits zu schätzen gelernt. „Mit Hunden kommt er sehr gut zurecht. Wie es sich mit Katzen verhält, haben wir noch nicht ausprobiert. Er ist aber total lieb“, fällt die Tierheimleiterin ein erstes Urteil.
Zumindest ist Zeus auch Fremden gegenüber sehr aufgeschlossen und keineswegs aggressiv. Sofern sie nichts Unrechtes tun oder einfach sein Revier betreten.
Laut Ute Valentin ist Zeus gechippt und geimpft, sein bisheriger Halter hat ihn noch nicht kastrieren lassen. Schließlich ist er nach dem Göttervater benannt und könnte durchaus auch noch einige ebenso ansehnliche wie freundliche Nachkommen in die Welt setzen.
Da Zeus auf einem Bauernhof vornehmlich draußen gelebt hat, sind auch hinsichtlich des Fressens bislang keine überzogenen Ansprüche bekannt. „Er nimmt alles, was die Kelle schmeißt“, erklärt Pflegerin Sylvia Pantel.
Angesichts seines Charakters und seiner robusten Gesundheit ist Ute Valentin sehr zuversichtlich, dass der nach dem Göttervater benannte recht bald ein neues Zuhause gefunden haben wird.

