Tiere in Eisenhüttenstadt
: Hohes Gras schützt Geheimnis, deshalb wird nicht gemäht

Am Rosenhügel und im Arboretum in Eisenhüttenstadt steht das Gras sehr hoch. Dass nicht gemäht wird, hat einen besonderen Grund.
Von
Stefan Lötsch
Eisenhüttenstadt
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Das Gras im Arboretum im Eisenhüttenstädter Ortsteil Fürstenberg steht sehr hoch. Das hier und am Rosenhügel sehr lange nicht gemäht wird, hat einen besonderen Grund.

Das Gras im Arboretum im Eisenhüttenstädter Ortsteil Fürstenberg steht sehr hoch. Das hier und am Rosenhügel sehr lange nicht gemäht wird, hat einen besonderen Grund.

Stefan Lötsch
  • In Eisenhüttenstadt bleibt Gras am Rosenhügel und im Arboretum hoch stehen – Tierschutz.
  • Dort leben Rehe; von Mitte April bis Ende Mai setzen Rehgeißen ihre Kitze.
  • Gemäht wird erst, wenn Jungtiere selbstständig fliehen können, um Verletzungen zu vermeiden.
  • Dieses Jahr wurden auf beiden Wiesen jeweils zwei Rehkitze nachgewiesen.
  • Stadtwirtschaft übernimmt die Mahd; Wiesen bis dahin nicht betreten, Hunde anleinen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Rosenhügel im Ortsteil Schönfließ und das Arboretum im Ortsteil Fürstenberg sind beliebte Ausflugsziele. Um den Rosenhügel kümmert sich eine Eisenhüttenstädter Initiative, die unter anderem zu Arbeitseinsätzen aufruft. Umso erstaunlicher ist, dass dort das Gras geradezu wuchert und richtig hochgewachsen ist. Hintergrund ist der Tierschutz.

Wer am Rosenhügel vorbeifährt, sieht es, und jüngst war es auch Thema im Internet-Beschwerdeportal „Maerker“: „Die Grünanlagen vom Rosenhügel  wurden schon sehr lange nicht mehr gepflegt. Das Gras steht über 70 cm hoch“, kritisiert ein Nutzer. Was ist der Grund? Tatsächlich hat die Stadt am Zentralen Platz darauf verzichtet, regelmäßig zu mähen. Das ist günstig für die Insekten und spart auch Geld.

Aber beim Rosenhügel und Arboretum gibt es einen anderen Grund, wie Stadtsprecher Valentin Franze erklärt: „In der Zeit von Mitte April bis Ende Mai bringen Rehgeißen ihre Kitze zur Welt. Da sich auf dem Rosenhügel und im Arboretum ein kleiner Rehwildbestand etabliert hat, werden die Wiesen erst gemäht, wenn die Jungtiere alt genug sind, um die Flächen selbstständig zu verlassen.“

Es solle verhindert werden, dass Rehkitze bei den Mäharbeiten verletzt oder getötet werden. Vorsichtsmaßnahme und Sorge sind berechtigt. „In diesem Jahr konnten auf den Wiesen beider Anlagen jeweils zwei Rehkitze nachgewiesen werden. Die verzögerte Mahd leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der heimischen Tierwelt“, erklärt der Stadtsprecher. Die Mäharbeiten werden später durch die Stadtwirtschaft erledigt und sind auf dem Rosenhügel inzwischen ausgeführt worden.

Ferner sollen auch Spaziergänger in den beiden Bereichen Rücksicht nehmen. Um den Tieren die notwendige Ruhe zu ermöglichen, sollten die Wiesen  bis zum Abschluss der Mahd nicht betreten werden. Hunde sollen darüber hinaus an der Leine geführt werden.