Tierheim Eisenhüttenstadt: Es funkte sofort – nach zwei Jahren hat Hund Rambo sein Zuhause

Hat nach zwei Jahren endlich ein Zuhause gefunden: der dreieinhalbjährige Mischlingshund Rambo. Er kommt zur Familie Mosig in den Neuzeller Ortsteil Schwerzko. Links Alin Mosig, in der Mitte die neunjährige Tochter Flora und rechts Jörg Mosig.
Hagen BernardZwei Jahre musste der dreieinhalbjährige Mischlingshund Rambo im Tierheim Eisenhüttenstadt auf ein neues Zuhause warten. Nun ging es mit der Vermittlung ganz schnell, seit dem 28. Februar lebt er im Neuzeller Ortsteil Schwerzko.
„Wir haben den Artikel in der Zeitung gelesen. Mir sagte Rambo auf dem Foto zu. Außerdem hatten wir 13 Jahre einen Hund aus dem Tierheim, der gestorben ist“, berichtet die neue Halterin Alin Mosig.
Zusammen mit ihrem Mann Jörg und der neunjährigen Tochter Flora holten sie am Mittwoch (28. Februar) Rambo aus dem Tierheim an der Oderlandstraße in Eisenhüttenstadt ab.
Harmonisches erstes Zusammentreffen
„Zum ersten Mal waren wir am Sonnabend hier, um mit ihm Gassi zu gehen. Er hat sich ganz schnell auf den Rücken gelegt und sich auch von den Kindern kraulen lassen. Auch hat er gar nicht so stark an der Leine gezogen, wie es im Artikel beschrieben war.“ Zu Hause wartet auch noch der zwölfjährige Edgar auf seinen neuen Spielgefährten. Zudem können sich die dort wohnenden Oma und Opa noch um Rambo kümmern.
Nachdem das erste Zusammentreffen so erfolgreich verlief, wurden mit Tierheimleiterin Ute Valentin erste Gespräche für eine Adoption geführt. Zwar habe sich laut Tierheimleiterin Ute Valentin auch eine Interessentin aus Berlin gemeldet, doch Mosigs waren schneller. Außerdem kann sich Rambo dort auf Haus und Hof voll austoben und er bleibt in der Region. „Er wird es dort sicherlich sehr gut haben. Außerdem ist er mit seinem freundlichen Wesen sehr gut für eine Familie geeignet. Auf Kinder fährt er ja voll ab.“
Tierheim ist keine Hundeschule
Natürlich ist sich Alin Mosig bewusst, dass auch auf die Familie noch einiges an Arbeit zukommt, um letztlich einen idealen Familienhund zu haben. „Mir ist klar, dass ein Tierheim keine Hundeschule ist. Soviel Zeit haben dort die Mitarbeiter nicht. Wir müssen Rambo noch erziehen. Das war auch mit unserem alten Hund so. Doch lieber helfe ich einem Hund aus dem Tierheim, als dass ich mir einen ganz jungen Hund zulege und damit die unkontrollierte Vermehrung fördere, also adoptieren anstatt produzieren.“
Obwohl die Mosigs für Rambo bereits ein neues Geschirr kauften, gab Ute Valentin ihrem Schützling als Andenken seine gewohnte Ausrüstung mit. Schließlich bedeutet für den aus Bulgarien stammenden ehemaligen Straßenhund sein neues Zuhause eine gehörige Umstellung.
Er muss auf dem Hof in Schwerzko mit drei Katzen, Hühnern, zwei Enten und zwei Meerschweinchen auskommen. Auch der Nachbar hat einen Hund, mit dem Rambo auskommen muss. „Ich bin der festen Überzeugung, dass Rambo das packt. Mit anderen Hunden hat er sich bei uns sehr verträglich gezeigt“, ist Ute Valentin optimistisch.
Kontakt: Tierpension, Oderlandstraße 3, Eisenhüttenstadt, Telefon 03364 283442.

