Das ist mehr als nur ein einfacher Fund: Als Frankfurter Feuerwehrleute am 21. Dezember 2022 eine um die acht Kilogramm schwere Mischlingshündin zum Tierheim Am See in Eisenhüttenstadt weiter gaben, ahnte niemand, dass daraus so schnell noch einige Hunde mehr werden.
Doch am Silvestertag brachte diese Pinscher-ähnliche Hündin fünf gesunde Welpen zur Welt. Es sind drei Weibchen und zwei Rüden, sie sehen durchweg schwarz aus, nur ein Welpe hat noch einen weißen Fleck. „Wir hatten schon gesehen, dass die Hündin tragend ist, doch dass so schnell die Welpen kommen, hatten wir nicht geahnt“, erklärt Tierheimleiterin Jana Feister.

Finder wahrscheinlich der Eigentümer

Die anstehende Geburt könnte auch ein Grund dafür gewesen sein, warum die Hündin abgegeben wurde. „Der Finder ist im Nachhinein nicht mehr ans Telefon gegangen“, erklärt die Tierheimleiterin.
Schließlich ist im Normalfall für die Abgabe eines eigenen Tieres ins Heim eine Gebühr zu entrichten. „Die Höhe hängt von den Umständen ab. Das geht von null bis 300 Euro“, erklärt Jana Feister.
So habe sie schon mal wie im Fall eines gerade obdachlos gewordenen Mannes ein Einsehen, wenn jemand partout das Geld dafür nicht aufbringen kann. „Als der Mann zu mir kam und zwei Körbe mit zwei alten Katzen abgab, habe ich sie ihm auch so abgenommen. Doch ich muss schon darauf achten, dass ich mit dem Tierheim über die Runden komme, schließlich ergeben sich aus der Aufnahme auch Unkosten.“

Ab der 12. Woche werden die Welpen abgegeben

Die stehen Jana Feister auch für die fünf Welpen an. „Sie werden tierärztlich untersucht. Mit der achten Woche werden sie geimpft, ab der 12. Woche kann ich sie abgeben.“
Glücklicherweise verlief die Geburt komplikationslos. „Wir haben Glück, dass die Mutter vom Charakter her sehr freundlich und aufgeschlossen ist. Das ist für die Prägung der Welpen von großem Vorteil. Sie ist eine sehr gute Mutter, sie macht das sehr souverän“, sagt die Tierheimleiterin.
Gegenwärtig ist die Hündin mit ihren Welpen bei einer Pflegestelle in Beeskow untergebracht. Jana Feister sucht bereits jetzt für den Nachwuchs Interessenten. Doch von der Besichtigung bis zur Übernahme wird einige Zeit vergehen. „Wir schauen uns schon die Adoptanten und ihr Umfeld an. Es muss kein Haus mit Hof sein, eine Wohnung reicht aus. Doch die Menschen sollten einen gewissen Hundeverstand haben und auch herzlich sein.“
In diesem Zusammenhang gibt Jana Feister zu bedenken, dass es noch nicht absehbar sei, wie groß die Welpen einmal werden. „Wir kennen den Vater nicht. Es können sieben bis 15 Kilogramm schwere Tiere werden.“