Die Landesregierung will ArcelorMittal Eisenhüttenstadt bei dem Vorhaben unterstützen, eine Co2-neutrale Stahlproduktion zu erreichen. „Die Ausrichtung von ArcelorMittal zur Co2-neutralen Produktion ist goldrichtig und zukunftsorientiert“, sagt Kathrin Schneider, Ministerin und Chefin der Staatskanzlei, bei einem Besuch in Eisenhüttenstadt. Brandenburg wolle auf diesem Gebiet Vorreiter werden, zumal das Land durch Windkraftanlagen und Solarfelder führend im Bereich der Erneuerbaren Energien sein. Kathrin Schneider betonte im Bezug auf die Erneuerbaren Energien: „Allerdings brauchen wir eine Anpassung der regulatorischen Rahmenbedingungen.“ Nur dann könne die dezentral erzeugte erneuerbare Energie auch dezentral und kostengünstig in Brandenburg genutzt werden.

Ausbau von Innovationsachsen

Arcelor Mittal war eine Station am Donnerstag eines Besuches der beiden Regionalen Wachstumskerne (RWK) Eisenhüttenstadt/Frankfurt und Fürstenwalde. Es handelt sich dabei um zwei von insgesamt 15 RWKs in Brandenburg, die seit 2005 besonders gefördert werden. Aus Sicht von Kathrin Schneider hat sich das Konzept bewährt. Allerdings gehe es nun auch darum, wie die Zusammenarbeit zwischen den Städten und Regionen verstärkt werden kann. Kathrin Schneider sprach in diesem Zusammenhang von der Schaffung starker Entwicklungs- und Innovationsachsen.

Definition von Schlüsselprojekten

Bei einem Gespräch im Rathaus, bei dem die Bürgermeister von Eisenhüttenstadt, Fürstenwalde und Frankfurt teilnahmen, ging es darum Schlüsselprojekte zu definieren, die nicht an den Grenzen des jeweiligen RWK halt machen, sondern darüber hinaus gehen. Dabei ging es natürlich auch um das Thema, das bei ArcelorMittal vertieft wurde, nämlich die Co2-neutrale Produktion. Darüber hinaus nannte Kathrin Schneider auch die Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft, die Infrastruktur, da besonders die Binnenschifffahrt und die Schiene sowie die Fachkräftesicherung. Letztere müsse breiter gefasst werden, sagte Kathrin Schneider in einem kurzen Statement.