3. Oktober in Erkner: „Über den Wolken“ wird bei Mitsing-Konzert angestimmt

Deutschlandweites Singen erstmals auch in Erkner: Alle sind eingeladen. So wie auch wieder an anderen Orten im Land, darunter in Frankfurt am Main (im Bild). Wann und wo es stattfindet.
Frank Rumpenhorst/dpa- In Erkner findet „3. Oktober – Deutschland singt und klingt“ um 18.45 Uhr am Kirchvorplatz statt.
- Jeder kann kostenlos mitsingen, vor Ort gibt es Texthefte, Melodien stehen online bereit.
- Gesungen werden „Die Hoffnung lebt zuerst“, „Über den Wolken“, „Zeit, dass sich was dreht“ und Kirchenlieder.
- Zum Schluss erklingen die Nationalhymne und die Europahymne – Kerzen waren zuletzt vielerorts dabei.
- Initiativkreis bittet, Parteizeichen zu Hause zu lassen, Ziel ist Gemeinschaft über Zugehörigkeiten hinweg.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Umrisse Deutschlands, ausgekleidet mit bunten Kugeln, die sich immer wieder überschneiden. Das ist das Logo einer Mitsing-Aktion zum 3. Oktober, die im vergangenen Jahr viele Tausend Menschen auf die Straße brachte. Viele hatten Kerzen dabei.
Ein bunt gemischter Kreis stellt nun für Erkner eine eigene Veranstaltung auf die Beine.
Das Mitsing-Event „3. Oktober – Deutschland singt und klingt“ in Erkner findet um 18.45 Uhr auf dem Kirchvorplatz statt. Jeder und jede kann kostenlos teilnehmen. Was soll dort passieren, und was verbindet der Kreis der Initiatorinnen und Initiatoren damit?
Welche Lieder werden gesungen?
Am 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, wird voraussichtlich wieder in vielen deutschen Städten und Gemeinden gesungen. Jedes Jahr stehen andere Lieder auf dem Programm. Dieses Jahr ist zuerst die eigens für die Aktion komponierte Hymne „Die Hoffnung lebt zuerst“ an der Reihe. Der Liederreigen enthält auch „Über den Wolken“ von Liedermacher Reinhard Mey, Herbert Grönemeyers Fußball-Hymne „Zeit, dass sich was dreht“, Friedenslieder und einige bekannte Kirchenlieder. Am Ende werden die Nationalhymne und die Europahymne gesungen.
Mitsingen in Erkner
3. Oktober, 18.45 Uhr, am Kirchvorplatz Erkner startet das bundesweite Mitmach-Projekt zum „Deutschland singt und klingt“.
Auch in Fürstenwalde und Petershagen sind auf der Initiativ-Webseite Treffen zum Mitsingen angemeldet.
Liederhefte können über die Website www.3oktober.org/liederheft/ bestellt werden. Auf der Internetseite sind auch die diesjährigen Liedtexte und Melodien zu finden
Quelle: Erkner.de, 3oktober.org
Die Liederhefte werden zentral vom Netzwerk zur Verfügung gestellt. In Erkner werden vor Ort Texthefte und Melodieblätter verteilt. Die Lieder sind allerdings auch leicht auf der Initiativ-Webseite im Internet zu finden.
3. Oktober in Erkner: Einen Moment Trennendes überwinden
Manche der Initiatorinnen und Initiatoren in Erkner engagieren sich bereits in anderen Zusammenhängen, in Kirchengemeinden oder unterschiedlichen politischen Parteien, wie es bei einer kleinen Zusammenkunft mit der MOZ heißt. Individuelle Zugehörigkeiten sollen bei der Veranstaltung aber bewusst außen vor bleiben, so die Gesprächspartner, Parteizeichen und Symbole sollen zu Hause bleiben. „Wir machen da keine politische Sache draus“, betont Sigrid Seiz-Hendriks, SPD-Mitglied und Vorsitzende des Seniorenbeirats. Sie ist eine derjenigen, die sich vorher mit einigen trifft, um die Lieder schon einmal etwas einzuüben.

„3. Oktober - Deutschland singt und klingt“ in Erkner: Einige trafen sich bereits zur offenen Chorprobe.
Joachim DietrichUnter den Initiatorinnen ist auch Margit Schad, die bei den Grünen aktiv ist und sich gerne unabhängig von Parteizusammenhängen mit Leuten vernetzen möchte: „Ich hatte das Bedürfnis, Menschen zusammenzubringen, die in den verschiedensten Gruppen schon aktiv sind, damit wir uns austauschen und gucken, was wir für Erkner tun können, damit wir hier eine solidarische, gerechte, nachhaltige Stadtgesellschaft fördern können.“ Gemeinschaft stärken, das Trennende mal für einen Tag überwinden und vielleicht sogar ein bisschen die Herzen für einander öffnen, das wünschen sich die Gesprächspartner aus dem Initiativkreis.
„Wir wollen ja an dem Tag niemanden verändern, sondern einfach nur sagen, mach mit, sei dabei“, verspricht Hans-Peter Hendriks, ebenfalls SPD-Mitglied und Vorsitzender des Heimatvereins. Im Initiativkreis sind auch Mitglieder anderer Parteien und parteilose Persönlichkeiten. Außerdem unterstützt der Kirchenchor von Sankt Bonifatius stimmkräftig das Event am 3. Oktober. Was die Gruppe eint, ist offenbar die Lust und das Bedürfnis, im größeren Zusammenhang ein Gemeinschaftsgefühl zu erleben und sich dabei gegenseitig für unterschiedliche Meinungen, Ansätze und Biografien Respekt zu zollen.
Ursprung von „3. Oktober - Deutschland singt und klingt“
Auf der Webseite der bundesweiten Initiative heißt es: „Unser Anliegen ist es, das Wunder der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls mit einer breiten Bürgerschaft bei einer öffentlichen Feier generationsübergreifend gemeinsam zu feiern.“ Zusätzlich feiere man in diesen Tagen über 75 Jahre Frieden als ein einzigartiges nationales Glück, das zusätzlich zur Dankbarkeit anrege. Unterstützt wird die Initiative auch von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Bodo Ramelow, dem ehemaligen Ministerpräsident von Thüringen.

