Bahn in Fangschleuse
: Tesla-Bahnhof eröffnet - so fährt der RE1 jetzt

Mit Verspätung ist der neue Bahnhof Fangschleuse bei Tesla eröffnet worden. Die Streckensperrung zwischen Frankfurt (Oder) und Erkner ist damit beendet. So fährt der RE1 jetzt.
Von
Christian Heinig,
dpa
Grünheide
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Neuer Bahnhof Fangschleuse in Grünheide eröffnet: Ab sofort hält der RE1 zwischen Erkner und Frankfurt (Oder) gegenüber der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg.

Neuer Bahnhof Fangschleuse in Grünheide eröffnet: Ab sofort hält der RE1 zwischen Erkner und Frankfurt (Oder) gegenüber der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg.

Christian Heinig
  • Neuer Bahnhof Fangschleuse in Grünheide eröffnet – RE1 hält zwischen Erkner und Frankfurt (Oder).
  • Die Streckensperrung endete, der Verkehr startete am Samstagabend gegen 19.30 Uhr.
  • Verzögerung wegen Abnahmeprüfung der Leit- und Sicherungstechnik; Ersatzbusse liefen zuvor.
  • Aktuell Halt stündlich, zunächst nur Gleis 1 nutzbar; zweites Gleis ab 25. August geplant.
  • Der Bahnhof liegt näher an der Tesla-Fabrik und erlaubt künftig längere RE1-Züge.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist vollbracht. Mit einigen Stunden Verspätung ist der neue Bahnhof Fangschleuse nahe der Tesla Gigafactory in Grünheide ans Netz gegangen. Die dreiwöchige Streckensperrung zwischen Frankfurt (Oder) und Erkner auf der Linie des RE1 ist damit beendet.

Nach einer Verzögerung bei der Eröffnung hat die Odeg den Zugverkehr am Samstagabend (15.8.) gegen 19.30 Uhr aufgenommen.

Erste Züge des Regionalexpress RE1 fuhren über den neu gebauten Bahnhof, wie der Betreiber der Linie gegenüber der dpa mitteilte. Die Deutsche Bahn bedauerte die Verzögerung für die Fahrgäste und den anderen Bahnbetreiber nach eigenen Angaben ausdrücklich.

RE1 hält erstmals am neuen Tesla-Bahnhof in Fangschleuse

Die Linie RE1 gehört zu den wichtigsten Pendler-Strecken der Bahn in Ostbrandenburg. Sie verbindet Frankfurt (Oder), Fürstenwalde und Erkner mit Berlin. Auch Hunderte Beschäftigte der Tesla-Fabrik nutzen sie täglich.

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Ursprünglich sollte der RE1 bereits am Samstagmorgen um 4.17 Uhr erstmals am neuen Bahnhof stoppen. Doch erst am Abend davor hatte die Bahntochter DB InfraGo nach Angaben der Odeg mitgeteilt, dass sich die Öffnung der Strecke verzögern werde.

Die Verzögerung hatte nach Bahn-Angaben technische Gründe. Eine Bahn-Sprecherin teilte mit: „Bei der Abnahmeprüfung der Leit- und Sicherungstechnik kam es zu Verzögerungen“. Die Streckenfreigabe könne daher erst am Abend erfolgen, hieß es. Zur Überbrückung hatte die Odeg einen Notersatzfahrplan mit Bussen eingerichtet.

Nun heißt es Aufatmen beim Betreiber und den Fahrgästen. „Der Zugbetrieb konnte wieder aufgenommen werden“, teilte die Odeg am Samstagabend nach 21 Uhr auf ihrer Internetseite mit. Es komme aber noch zu einzelnen Verspätungen und Zugausfällen, heißt es. Der Busnotverkehr werde sukzessive eingestellt.

Laut Fahrplan-Info des VBB soll es stündlich wie geplant ein Halt in Fangschleuse geben - sowohl in Richtung Fürstenwalde und Frankfurt als auch Richtung Erkner. Mehr geht zum Start nicht, da zunächst nur ein Gleis (1) genutzt werden kann. Von Erkner nach Berlin gibt es zudem weiter eine Sperrung, hier fährt nur die S-Bahn S3.

RE1 soll ab 25. August zweimal pro Stunde in Fangschleuse halten

Ab 25. August soll dann laut Bahn-Angaben ein zweites Gleis dazukommen. Ab dann soll der RE1 stündlich mindestens zweimal in Fangschleuse halten.

In Richtung Frankfurt sind nach aktuellem Fahrplan in den nächsten Stunden folgende Stopps in Fangschleuse vorgesehen: Am Samstagabend (15.8.) um 21.37 Uhr, 22.40 Uhr und 23.38 Uhr. In der Nacht zum Sonntag (16.8.) dann um 0.38 Uhr, 1.58 Uhr, 3.18 Uhr, 4.49 Uhr und 5.40 Uhr. Ab 6.37 Uhr hält der RE1 laut Fahrplan immer jede Stunde in Minute 37 in Richtung Frankfurt.

In der Gegenrichtung (also nach Erkner) sehen die Stopps in den kommenden Stunden wie folgt aus: 22.09 Uhr, 22.59 Uhr, 23.59 Uhr, 0.55 Uhr, 4.06 Uhr, 4.23 Uhr und 5.10 Uhr. Ab 6.11 Uhr ist dann pro Stunde in Minute 11 ein Halt des RE1 geplant.

Der neue Bahnhof ist in einer Rekordzeit von gut 16 Monaten errichtet worden. Er liegt rund zwei Kilometer weiter westlich als der „alte“ Verkehrshalt – und damit näher am Tesla-Werk dran. Er soll unter anderem den Einsatz längerer RE1-Züge ermöglichen. Auch ein Übergabebahnhof für den Güterverkehr wird errichtet. Dieser befindet sich allerdings noch im Bau. Auch der Personenbahnhof gleicht in etlichen Bereichen noch einer Baustelle. Aber immerhin: Die ersten Züge rollen jetzt.

Neuer Bahnhof Fangschleuse bei Tesla: Am Gleis 2 (links) sowie Gleis 3 (rechts) fehlen noch Schienen.

Neuer Bahnhof Fangschleuse bei Tesla: Am Gleis 2 (links) sowie Gleis 3 (rechts) fehlen noch Schienen.

Christian Heinig

Auch die ersten Tesla-Mitarbeitenden sollten den neuen Bahnhof bald nutzen. Spätestens am Sonntagabend, wenn die Nachtschicht die neue Werkswoche einläutet.