Gigafactory Grünheide
: Neuer „Tesla-Radweg“ fertig - wo er lang führt

An der Gigafactory Grünheide gibt es jetzt einen weiteren „Tesla-Radweg“. Er ist an den neuen Bahnhof Fangschleuse angebunden. Eine Direkt-Verbindung zum Werk fehlt allerdings noch.
Von
Christian Heinig
Grünheide
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Radweg zum neuen Bahnhof Fangschleuse bei Tesla: Er führt vom Grünheider Wohnplatz Gottesbrück bis zum nördlichen Bahnhofsvorplatz.

Radweg zum neuen Bahnhof Fangschleuse bei Tesla: Er führt vom Grünheider Wohnplatz Gottesbrück bis zum nördlichen Bahnhofsvorplatz.

Christian Heinig
  • Neuer „Tesla-Radweg“ RW05.1 verbindet Gottesbrück mit dem neuen Bahnhof Fangschleuse.
  • Strecke: 900 Meter asphaltiert, drei Meter breit – ausgestattet mit 21 LED-Leuchten.
  • Freigabe erfolgte am Freitag im Beisein von Land und Gemeinde; Bauarbeiten am Bahnhof laufen.
  • Fahrradabstellanlagen folgen später, provisorisch stehen am Nordvorplatz Ständer bereit.
  • Direktverbindung zur Tesla-Fabrik fehlt noch, der Lückenschluss ist in Planung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wenn bislang vom „Tesla-Radweg“ die Rede war, dann konnte es nur einen geben. Gemeint war stets die Verbindung zwischen Erkner über die Alte Poststraße und Autobahn A10 zur Gigafactory Grünheide.

Doch nun gibt es noch einen weiteren, die Nummer 2 sozusagen. „Neuer Tesla-Radweg ist freigegeben“, teilt dazu der Landkreis Oder-Spree mit. Die Freigabe erfolgte am Freitag (14.8.) im Beisein von Vertretern des Landes Brandenburg und der Gemeinde Grünheide.

Die neue Rad-Verbindung trägt die Bezeichnung RW05.1 und ist Teil des Radwegekonzepts rund um die Gigafactory Berlin-Brandenburg. Sie befindet sich nördlich des Werkes im Grünheider Ortsteil Gottesbrück. Mit der Fabrik hat sie allerdings nur indirekt zu tun. Angebunden wird mit dem neuen „Tesla-Radweg“ nämlich in erster Linie der neue Bahnhof Fangschleuse. Dieser befindet sich nach seinem Umzug zwei Kilometer westlich nun direkt auf Höhe der Werkes. An diesem Samstag (15.8.) soll dort zum ersten Mal ein RE1 stoppen, zunächst jedoch nur zwischen Erkner und Frankfurt (Oder).

Neuer Radweg nördlich von Tesla: Mit Led-Leuchten ausgestattet

Was den neuen Radweg angeht, so ist dieser ein Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Oder-Spree und der Gemeinde Grünheide. Er ist knapp 900 Meter lang, drei Meter breit und asphaltiert. Startpunkt ist die Brücke Gottesbrück.

Tesla

Die Tesla Gigafactory Berlin (Giga Berlin / Gigafactory 4) in Grünheide (Oder-Spree) des US-Autobauers Tesla ist eine der größten Elektroauto-Fabriken in Deutschland. Baustart war Anfang 2020, die ersten Autos wurden im März 2022 an Kunden übergeben. Was gibt es Neues um die Fabrik?

Radwege rund um Tesla: Das ist die Planung Stand Mai 2026.

Radwege rund um Tesla: Das ist die Planung Stand Mai 2026.

Jörn Sandner/MOZ

Von hier geht es direkt durch den Wald zum nördlichen Vorplatz des neuen Bahnhofs, an dem trotz bevorstehender Inbetriebnahme weiter Bauarbeiten laufen. Das gilt auch für die Fahrradabstellanlage. Diese werden erst später errichtet, sowohl auf dem Nord- als auch dem Südvorplatz. Bis dahin soll es am Nordvorplatz Fahrradständer als Provisorium geben.

Anders als der „Tesla-Radweg“ ab Erkner wurde die neue Verbindung ab Gottesbrück mit 21 LED-Leuchten ausgestattet. Diese würden für eine bedarfsgerechte Beleuchtung sorgen und dazu beitragen, dass die Verbindung auch bei Dunkelheit sicher genutzt werden könne.

Ausgestattet mit 21 LED-Leuchten: der Radweg von Grünheide Gottesbrück zum neuen Bahnhof Fangschleuse.

Ausgestattet mit 21 LED-Leuchten: der Radweg von Grünheide Gottesbrück zum neuen Bahnhof Fangschleuse.

Christian Heinig

Nach Angaben des Landkreises wurden neben dem eigentlichen Radweg auch die Anbindung an das Brückenbauwerk Gottesbrück erneuert, Querungsmöglichkeiten geschaffen und der Oberförstereiweg angebunden. Damit gibt es nun auch eine nördliche Anbindung von Erkner aus zum neuen Bahnhof in der Nachbar-Gemeinde.

Die Kosten für das Gesamtprojekt beziffert die Kreisverwaltung auf rund 878.000 Euro. Ein Großteil davon wird vom Land Brandenburg gefördert. Über das Sonderprogramm „Stadt und Land“ fließen demnach rund 612.000 Euro.

Als bauausführendes Unternehmen wird die AS+BE Asphalt und Betonstraßenbau GmbH genannt. Planung und Bauüberwachung lagen wiederum bei der Gegat Planungsgesellschaft mbH.

Knotenpunkt im Wald nördlich von Tesla: Hier treffen der neuen Radweg zwischen Gottesbrück und dem Bahnhof Fangschleuse (link) mit dem Oberförstereiweg nach Erkner (rechts) zusammen. (Aufnahme vor der Freigabe)

Knotenpunkt im Wald nördlich von Tesla: Hier treffen der neue Radweg zwischen Gottesbrück und dem Bahnhof Fangschleuse (link) mit dem Oberförstereiweg nach Erkner (rechts) zusammen. Letzterer ist im Gegensatz nur neuen Verbindung noch eine Schotterpiste. (Aufnahme vor der Freigabe)

Christian Heinig

Neuer Bahnhof: Auch mit Fahrrad „gut erreichbar sein“

Zur Freigabe des neuen Radweges sagt Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Mit der neuen Radwegeverbindung wird das Fahrrad direkt mit dem neuen Bahnhof Fangschleuse verknüpft und damit eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige und alltagstaugliche Mobilität in der Region geschaffen.“

Freigabe für neuen Radweg in Grünheide: Volker-Gerd Westphal (3.v.r) sowie Vize-Landrat Sascha Gehm (2.v.r,) beim Banddurchschnitt.

Freigabe für neuen Radweg in Grünheide: Staatssekretär Volker-Gerd Westphal (3.v.r) sowie Vize-Landrat Sascha Gehm (2.v.r,) beim Banddurchschnitt.

Landkreis Oder-Spree

Sascha Gehm, Erster Beigeordneter des Landkreises, ergänzt in der Mitteilung: „Mit diesem Radweg schließen wir eine wichtige Lücke in der Verkehrsinfrastruktur rund um Fangschleuse. Der neue Bahnhof soll mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln sicher und gut erreichbar sein – dazu gehört selbstverständlich auch das Fahrrad.“ Gemeinsam mit der Gemeinde würde man damit eine konkrete Verbesserung für die Mobilität vor Ort schaffen.

Neuer Radweg: Anbindung zur Tesla-Fabrik fehlt noch

Trotz des neuen Radweges ab Gottesbrück müssen sich sowohl Pendler als auch Schüler zur Eröffnung des Bahnhofs Fangschleuse auf Einschränkungen einstellen. Denn der reguläre Geh- und Radweg parallel zur Bahnstrecke aus Richtung L23 und Löcknitz-Campus (RW06) wird nach Angaben des Landkreises erst Anfang 2027 fertig. Bis dahin dient der neue Weg über Gottesbrück als Ersatz, sorgt aber auch für längere Wege.

Auch eine Direkt-Verbindung nach Süden zum Tesla-Werk besteht nicht. Aktuell gibt auf der Süd-Seite, wo die Gigafactory steht, noch keine Fuß- und Radwege, die zum neuen Bahnhof führen. Die provisorische Baustraße, die von der L23 (südlich) abzweigt, ist lediglich für Autos freigegeben.

Doch der Lückenschluss ist in Arbeit. Geplant ist eine zeitnahe Verbindung zum bestehenden Tesla-Radweg an der „Postbrücke“ entlang der Autobahn A10 (RW04.1 und RW04.02). Darüber wäre dann neben Erkner auch die Fabrik und das benachbarte GVZ Freienbrink erreichbar.

Der Bau der Wege war wegen der neuen Autobahn-Anschlussstelle Freienbrink Nord, die in der Nähe des Bahnhofs noch gebaut werden soll, ursprünglich erst später vorgesehen. Doch Tesla hatte im Zusammenarbeit mit dem Kreis auf eine schnelle Realisierung gedrängt.