Neuer Bahnhof Fangschleuse bei Tesla
: Zufahrt über L23 - ab wann sie offen ist

Der neue Bahnhof Fangschleuse bei Tesla in Grünheide steht vor der Eröffnung. Die Zufahrt erfolgt zunächst über eine Baustraße. Was ist mit den Fuß- und Radwegen?
Von
Christian Heinig
Grünheide
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Der neue Bahnhof Fangschleuse bei Tesla in Grünheide steht vor der Eröffnung. Die Zufahrt erfolgt zunächst über eine Baustraße. Ab wann sie passierbar sein soll.

Der neue Bahnhof Fangschleuse bei Tesla in Grünheide steht vor der Eröffnung. Die Zufahrt erfolgt zunächst über eine Baustraße an der L23. Ab wann sie passierbar sein soll.

Christian Heinig
  • Neuer Bahnhof Fangschleuse bei Tesla öffnet am Samstag, 15. August 2026.
  • Erster Halt des RE1 in den frühen Morgenstunden – der Bahnhof liegt näher am Werk.
  • Kfz-Zufahrt vorerst über provisorische Baustraße an der L23 ab Freitagvormittag, 14. August.
  • A10 Freienbrink-Nord bietet keinen Zugang; Zufahrt nur über Knoten L23/L38 möglich.
  • Neuer Geh- und Radweg Gottesbrück–nördlicher Vorplatz ab 14.8. nutzbar, weiterer RW06 erst 2027.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der neue Bahnhof Fangschleuse bei Tesla steht kurz vor seiner Inbetriebnahme. Das ist nicht nur für die Gigafactory Grünheide und ihre Beschäftigten eine Wegmarke, die nun auf kürzeren Wegen ins Werk kommen. Auch Reisende und Pendelnde aus der Region sollen von dem neuen Verkehrshalt profitieren.

Der Start ist für Samstag, 15. August 2026, vorgesehen. In den frühen Morgenstunden soll zum ersten Mal ein RE1 an dem neuen Bahnhof halten, der von seinem alten Standort rund 2 Kilometer näher ans Werk heranverlegt wurde. Auch Tesla-Beschäftigte werden dann erstmals ein- und aussteigen. Sie werden vom Bahnhofsvorplatz mit Shuttle-Bussen ins Werk gebracht.

Aber wie kommt man als „normaler“ Fahrgast dorthin – welche Zuwege sind schon fertig?

Neuer Bahnhof Fangschleuse: So läuft die Zufahrt mit dem KfZ

Zunächst ist festzuhalten: Vieles ist rund um den neuen Bahnhof aktuell noch im Bau. Das fängt bei den Bahnhofsvorplätzen an und betrifft auch Straßen und Wege. Wie der Landesbetrieb Straßenwesen mitteilt, soll der neue Bahnhof aber bereits ab Freitagvormittag, 14. August, mit dem Auto erreichbar sein. Die Zufahrt führt dabei allerdings noch nicht über die geplante Landesstraße L386, deren Bau noch aussteht.

Pendeln

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Stattdessen sollen Reisende und Pendelnde, die das Auto nutzen, über eine provisorische Baustraße zum Verkehrshalt geführt werden. Diese ist vom Knotenpunkt der Landesstraßen L23 und L38 über die L23 erreichbar (siehe Karte).

Die Baustraße zum neuen Bahnhof Fangschleuse wird für mindestens 16 Monate die Hauptzufahrt für Pendelnde. Sie ist von Grünheide kommend allerdings nur durch eine lange Umleitung erreichbar.

Die Baustraße an der L23 zum neuen Bahnhof Fangschleuse wird für mindestens 16 Monate die Hauptzufahrt für Pendelnde. Sie ist von Grünheide kommend allerdings nur durch eine lange Umleitung erreichbar.

Grafik: Jörn Sandner

Hintergrund sind die laufenden Bauarbeiten am früheren Bahnhof Fangschleuse. Bereits am 24. Juli war der Bahnübergang dort an der L23 dauerhaft geschlossen worden. Seitdem ist auch der südliche Abschnitt der L23 in diesem Bereich voll gesperrt. Der Bahnübergang wird zurückgebaut, zugleich laufen dort die Arbeiten für eine neue Brücke über die Bahn-Strecke zwischen Berlin und Frankfurt (Oder). Diese soll bis Ende 2026 fertig sein.

Die Vollsperrung der L23 am ehemaligen Bahnhof Fangschleuse bleibt also vorerst bestehen. Der Verkehr wird hier weiter großräumig umgeleitet. Die Strecke verläuft von der L23 über Grünheide und Kagel-Möllensee zur L232. Von dort geht es über Kagel und Lichtenow zur B1 und weiter zur L385. Diese führt über Kienbaum nach Hangelsberg zur L38 und von dort wieder westlich zur L23 und nach Grünheide. In der Gegenrichtung gilt die gleiche Umleitung. Zusätzlich kann der dafür zugelassene Verkehr die Autobahn A10 als Ausweichroute nutzen.

A10-Anschlussstelle Freienbrink: Keine Zufahrt zu Bahnhof

Der Landesbetrieb weist jedoch darauf hin, dass der neue Bahnhof nicht über die Anschlussstelle Freienbrink-Nord der A10 zu erreichen ist. Die einzige Zufahrt für den motorisierten Verkehr führt damit vorerst von Süden über den Knotenpunkt L23/L38 und die temporäre Baustraße an der L23. Eine direkte Anbindung aus nördlicher Richtung (Löcknitz-Campus) ist erst möglich, wenn die neue Bahn-Brücke an der L23 als Querung geöffnet wird.

Fußgänger und Radfahrer müssen zum Teil ebenfalls mit Einschränkungen zum Start des neuen Bahnhofs leben. Laut Landesbetrieb gibt es keine Verbindung über die provisorische Straße zum Bahnhof. Stattdessen soll ab Freitag (14.8.) aber ein neuer gemeinsamer Geh- und Radweg (RW 05.1) freigegeben werden. Er führt vom Grünheider Wohnplatz Gottesbrück bis zum nördlichen Bahnhofsvorplatz und wurde vom Landkreis Oder-Spree gebaut. Nach Angaben der Gemeinde Grünheide ist der erste Abschnitt von der Brücke Gottesbrück bis zum Knoten Oberförstereiweg bereits jetzt offiziell nutzbar. Auch, wer aus Erkner kommt, kann hier entlang.

Radweg zum neuen Bahnhof Fangschleuse bei Tesla: Er führt vom Grünheider Wohnplatz Gottesbrück bis zum nördlichen Bahnhofsvorplatz.

Radweg zum neuen Bahnhof Fangschleuse bei Tesla: Er führt vom Grünheider Wohnplatz Gottesbrück bis zum nördlichen Bahnhofsvorplatz.

Christian Heinig

Später ist noch ein weiterer Radweg nördlich der Bahn-Trasse vorgesehen, auch bekannt als RW06. Er soll vom neuen Bahnhof den Anschluss zur L23 und damit zum Löcknitz-Campus bilden. Die Fertigstellung kann aber erst 2027 erfolgen, da der Bereich derzeit noch als Baustraße genutzt wird. Solange dient der neue Weg über Gottesbrück zudem als Ersatz.

Radwege rund um Tesla: Das ist die Planung Stand Mai 2026.

Radwege rund um Tesla: Das ist die Planung Stand Mai 2026.

Jörn Sandner/MOZ

Südlich vom Bahnhof: Anbindung an Tesla-Radweg und GVZ

Auch südlich des Bahnhofs soll außerdem zeitnah eine weitere Anbindung für Radfahrende geschaffen werden – nämlich der Lückenschluss entlang der A10 zum bekannten „Tesla-Radweg“ nach Erkner und zum benachbarten GVZ Freienbrink. Auch der Haupteingang der Fabrik wäre darüber erreichbar.

Der Bau erfolge in Zusammenarbeit der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg mit der Gemeinde Grünheide, dem Landkreis Oder-Spree, der Autobahn GmbH des Bundes und dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg, heißt es. Laut Mitteilung soll der Radweg „zeitnah eröffnet und von der Bevölkerung genutzt werden“. Ein genaues Datum für die Fertigstellung wird allerdings noch nicht genannt.

Beim Busverkehr der BOS gibt es wegen der aktuellen Sperrungen an der L23 weiterhin Fahrplan-Änderungen auf den Linien 419, 426 und 429. Näheres dazu und zu den Fahrzeiten gibt es auf der BOS-Seite im Internet sowie in der Fahrinfo des VBB.