Grundsteuer in Königs Wusterhausen: Neue Hebesätze in KW, Zeuthen und Schulzendorf

Wie hoch werden die neuen Grundsteuer-Hebesätze in Königs Wusterhausen und Umgebung?
Bernd Weißbrod/dpa- Königs Wusterhausen beschließt voraussichtlich neue Grundsteuer-Hebesätze am 16. Dezember.
- Zeuthen und Eichwalde haben ihre Hebesätze bereits festgelegt, Wildau beschließt Anfang 2025.
- In Schulzendorf sollen die Hebesätze am 10. Dezember festgelegt werden.
- Die neuen Hebesätze variieren stark und orientieren sich teils an den Vorgaben des Landes.
- Hintergrund ist die bundesweite Grundsteuerreform, die Anpassungen erfordert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Viele Grundstückseigentümer wollen endlich wissen, wieviel Grundsteuer sie im Jahr 2025 bezahlen müssen. Kürzlich hat Brandenburg Richtwerte im Hebesatz-Register veröffentlicht, die eine Orientierung bieten sollen. Die Städte und Gemeinden müssen sich aber nicht daran halten – sie legen die neuen Hebesätze für die Grundsteuer 2025 selbst fest.
Nicht alle sind aber schon so weit, wie ein Blick in den südlichen Berliner Speckgürtel zeigt. Königs Wusterhausen und Schulzendorf haben zum Beispiel noch kein Hebesatz festgelegt. Es gibt lediglich Vorschläge der Bürgermeister. Zeuthen und Eichwalde haben sich bereits abgestimmt. Schlusslicht ist Wildau.
Grundsteuer-Hebesatz in Königs Wusterhausen soll bald stehen
Königs Wusterhausen beschließt voraussichtlich am 16. Dezember eine Hebesatzsatzung, das teilte die Sprecherin Katrin Kunipatz mit. „Auf Vorschlag der Bürgermeisterin sollen die Hebesätze für die Grundsteuer A auf 230 Prozent und für die Grundsteuer B auf 210 Prozent festgesetzt werden.“
Damit würden die Orientierungshebesätze des Landes übernommen. Die Grundsteuer sinkt demnach voraussichtlich: „Das bedeutet eine erhebliche Absenkung von bisher 330 Prozent für A und 415 Prozent für B bei gleichzeitiger Aufkommensneutralität für die Kommune. Der Hebesatz für die Gewerbesteuer soll unverändert bei 350 Prozent bleiben,“ heißt es.
Zeuthen und Eichwalde haben neuen Hebesatz beschlossen
Zur Erklärung: Die Grundsteuer A ist ein Hebesatz für Forst- und Landwirtschaftsbetriebe, die Grundsteuer B gilt für Haus- und Wohnungsbesitzer und auch für Eigentümer unbebauter Grundstücke. Die Hebesätze werden in Prozent ausgedrückt oder v. H., das bedeutet vom Hundert. Die Formel für die Berechnung lautet: Grundsteuerwert × Grundsteuermesszahl × Hebesatz 2025 ÷ 100. Im Zuge der bundesweiten Grundsteuerreform müssen die Gemeinden ihre Grundsteuerregelung anpassen.
In Zeuthen hat die Gemeindevertretung der neuen Hebesatzung bereits im Oktober zugestimmt. „Der neue Hebesatz von 217 Prozent führt zu einem Grundsteueraufkommen von rund 1,29 Millionen Euro – einer Summe, die den Einnahmen des Jahres 2024 entspricht. Bisher lag der Hebesatz für die Grundsteuer B bei 410 Prozent“, teilt Sprecherin Kathi Mende mit. Der Hebesatz für die Grundsteuer A sei bisher unverändert und würde voraussichtlich erst im Laufe des ersten Halbjahres 2025 angepasst, wenn alle Daten dazu vorhanden sind.
„Es war uns wichtig für die Eigentümerinnen und Eigentümer eine verlässliche Grundlage ab dem 1. Januar 2025 zu schaffen, gleichzeitig jedoch die finanzielle Stabilität unserer Gemeinde zu sichern“, sagt Philipp Martens, Bürgermeister von Zeuthen.
In Eichwalde steht Grundsteuer-Hebesatz ebenfalls fest
Die Gemeindevertretung der Gemeinde Eichwalde hat in ihrer Sitzung am 19. November 2024 den ab 2025 geltenden Grundsteuer-Hebesatz mit 275 Prozent beschlossen. Die Grundsteuer A wird in Eichwalde nicht erhoben.
Schulzendorf will die Hebesätze am 10. Dezember festlegen. Dann soll der Gemeindevertretung die Hebesatzung zur Entscheidung vorgelegt werden. Auffällig dabei: Schulzendorf liegt unter den Orientierungshebesätzen. „Diese Hebesatzsatzung wird für die Grundsteuer A einen Hebesatz von 42,24 Prozent und für die Grundsteuer B von 154,82 Prozent vorsehen“, teilte Bürgermeister Markus Mücke mit.
„Es sind aber noch nicht alle Steuermessbescheide vom Finanzamt eingearbeitet worden, deshalb können sich diese Werte bis zum 10. Dezember noch ändern“, sagt er. Im Transparenzregister werden für die Gemeinde Schulzendorf die Orientierungshebesätze Grundsteuer A mit 220 Prozent und Grundsteuer B mit 170 Prozent angegeben. Die Vorschläge liegen also noch darunter.
Hebesätze in Wildau stehen erst im neuen Jahr fest
Die Stadt Wildau hat dagegen noch gar keinen Vorschlag für die neuen Hebesätze. Mit einem Beschluss sei erst im Januar oder Februar zu rechnen, teilte Sprecherin Katja Lützelberger mit.


