Jobs bei Tesla in Grünheide: So viele Kündigungen in der Gigafactory soll es geben

Tesla will weltweit Stellen streichen. Auch Jobs in der Gigafactory in Grünheide sind betroffen.
Patrick Pleul/dpaDer US-Autobauer Tesla plant, Stellen zu streichen. Weltweit war von zehn Prozent die Rede. In der Gigafactory in Grünheide sollten es 3000 sein. Dies dementierte das Unternehmen. Der Autohersteller Tesla verringert nach der Ankündigung eines weltweiten Stellenabbaus die Zahl der Leiharbeiter in seiner Fabrik in Grünheide bei Berlin.
Eine Sprecherin des Unternehmens teilte auf Anfrage am Donnerstag (18. April) mit: „Wir haben 300 Leiharbeiter fristgerecht abgemeldet — es handelt sich um keine Kündigung von Tesla–Mitarbeitern.“ Das Portal „Business Insider‟ hatte berichtet, dass der Vertrag von 300 Leiharbeitern nicht verlängert werde.
300 Jobs in der Gigafactory in Grünheide betroffen
Eine Sprecherin teilte mit: „Nach unserem Kenntnisstand konnte unser Vertragspartner die Mehrheit dieser abgemeldeten Leiharbeiter bereits bei anderen Kunden in ein neues Beschäftigungsverhältnis überführen.“
Tesla hat bislang mit einer unterschiedlich hohen Zahl von Leiharbeitnehmern im Werk in Grünheide gearbeitet. Im März teilte das Unternehmen mit, man habe bereits mehrere hundert Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter übernommen.
IG Metall will sich gegen Tesla-Personalabbau stellen
Die in der IG Metall organisierten Betriebsräte beim Autobauer Tesla in Grünheide wollen sich gegen einen Personalabbau stellen. „Wie bei allen Kolleginnen und Kollegen weltweit geht auch bei uns im Werk die Angst um‟, hieß es am Mittwoch (17. April) in einer Mitteilung der Gewerkschafter im Tesla–Betriebsrat.
Sie forderten das Management auf, den angekündigten Stellenabbau zu stoppen. Vielmehr sollten Beschäftigte in Bereiche mit Personalmangel versetzt oder weiterqualifiziert werden. „Den weiteren Hochlauf der Produktion und den Ausbau des Werks schaffen wir nur gemeinsam.‟ Die IG Metaller forderten das Management auf, die Belegschaft über seine Pläne zu informieren.
Die Mehrheit im Tesla–Betriebsrat in Grünheide — das einzige europäische Werk des US–Autobauers — ist nicht gewerkschaftlich organisiert. Die IG Metall fordert seit langem bessere Arbeitsbedingungen bei Tesla und die Bindung an einen Tarifvertrag.
Tesla–Chef Elon Musk will angesichts der Flaute am Markt für Elektroautos und schwacher Verkäufe weltweit mehr als jede zehnte Stelle im Unternehmen streichen. Wie viele Stellen in der Fabrik in Grünheide betroffen sein können, nannte das Unternehmen bislang nicht.

