Königspark in KW
: Das ist das Ergebnis der Bürgerbefragung in Königs Wusterhausen

Wird der Königspark in Königs Wusterhausen ein Wohnquartier in Tesla- und BER-Nähe oder ein Gewerbegebiet? Das ist das Ergebnis der Einwohnerbefragung.
Von
Jana Scholz
Königs Wusterhausen
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Die Verwaltungsmitarbeiter der Stadt Königs Wusterhausen öffnen die Briefe der Bürgerbefragung. Das Ergebnis soll spätestens am 29. September vorliegen.

Königspark in KW: Die Verwaltungsmitarbeiter der Stadt Königs Wusterhausen öffnen die Briefe der Bürgerbefragung. Das offizielle Ergebnis wurde am 29. September verkündet.

Stadt Königs Wusterhausen
  • Mehrheit in Königs Wusterhausen für gemischtes Wohn- und Gewerbegebiet "Königspark".
  • 58% der Bürger stimmten für Variante A; 42% für Gewerbegebiet.
  • Projekt umfasst 2.500 Wohnungen, Kitas, Schule und Gewerbe.
  • Bürgermeisterin Wiezorek lobt hohe Bürgerbeteiligung.
  • Weitere Bürgerbeteiligung bei der Entwicklung geplant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Um sich ein Stimmungsbild zum geplanten Wohn- und Gewerbegebiet Königspark zu machen, hatte die Stadt Königs Wusterhausen eine Bürgerbefragung gestartet. Rund 34.000 Einwohner ab 16 Jahren waren zwischen dem 18. August und 15. September aufgerufen, sich für einen der zwei unterschiedlichen Bebauungspläne des Areals rund um die Grundstücksfläche an der B179 auszusprechen.

Nun steht das Ergebnis fest. Wie das Rathaus mitteilte, hat sich demnach die Mehrheit der Bürger von KW für die Variante A ausgesprochen und damit für die Umwandlung des Gebiets in ein gemischt genutztes Wohn- und Gewerbegebiet. 58 Prozent votierten dafür. Für die Variante B (Gewerbegebiet) sprachen sich lediglich 42 Prozent der Befragten aus. Insgesamt seien 13.377 Briefumschläge im Rathaus eingegangen. Das seien 37,3 Prozent der zu befragenden Einwohner. Das geforderte Quorum von 20 Prozent sei damit erreicht worden, heißt es.

Königspark 2500 Wohnungen

Das Votum sollte dem Projekt Königspark, das in KW nicht unumstritten ist, Rückenwind verliehen. Der Bebauungsplan, um den es geht, sieht vor, auf dem 56 Hektar großen Areal an der A10 ein gemischtes Wohn- und Gewerbegebiet zu errichten. Die Pläne für das neue KWer Stadtgebiet stammen von der DLE Land Development Group aus Berlin. Insgesamt sollen etwa 2.500 Wohneinheiten entstehen. Hinzu kommen mehrere Kitas, eine Schule und Gewerbe.

Michaela Wiezorek, Bürgermeisterin von Königs Wusterhausen, begrüßt die hohe Beteiligung an der Einwohnerbefragung: „Ich freue mich über den großen Zuspruch und das Interesse der Bürger an ihrer Stadt“, sagt sie laut Mittelung. Das Ergebnis diene als Grundlage und Arbeitsauftrag für Verwaltung und Stadtverordnete, die nächsten Schritte zu beraten. „Dabei gilt es auch die Vorstellungen der Befürworter eines Gewerbegebietes mit einzubeziehen“, so Wiezorek und spricht von verschiedensten Beteiligungsformaten.

Gemeinsam mit den Stadtverordneten will die Verwaltung das Ergebnis nun auswerten und Gespräche mit dem Eigentümer über die nächsten Schritte führen. Im Zuge des Verfahrens gebe es weitere Möglichkeiten, bei denen die Bürgerinnen und Bürger in Königs Wusterhausen an der Entwicklung teilhaben können, heißt es.

Das ist das Endergebnis der Bürgerbefragung der Stadt Königs Wusterhausen. 58 % der Einwohner haben sich für den Ausbau des Königsparks entschieden.

Das ist das Endergebnis der Bürgerbefragung der Stadt Königs Wusterhausen. 58 % der Einwohner haben sich für den Ausbau des Königsparks entschieden.

Screenshot PM Stadt Königs Wusterhausen

Königspark könnte eigener Stadtteil in KW werden

An Attraktivität würde es dem neuen Wohngebiet ganz in der Nähe der Autobahn A10 und den Verkehrsknotenpunkten des Dreieck Spreeau und dem Schönefelder Kreuz nicht mangeln. Auch für Angestellte der Gigafactory, dem Tesla Automobilwerk in Grünheide und den Mitarbeitern des Flughafens BER in Schönefeld wäre so ein zentraler Ort zum Wohnen gegeben. Wer sich zu gegebener Zeit im Königspark häuslich niederlässt, hätte so die Chance, seinen Arbeitsplatz innerhalb von 20 bis 30 Minuten zu erreichen.

Auf MOZ.de-Anfrage antwortete Petra Müller, Director Conceptual Development & Communication bei der DLE Land Development GmbH: „Die DLE nimmt die von der Stadt Königs Wusterhausen eingeleitete Bürgerbefragung aufmerksam zur Kenntnis und beobachtet deren Zustandekommen und Verlauf.“