Müll in Königs Wusterhausen: SBAZV streikt – Müllabfuhr und Recyclinghöfe betroffen

Die Gewerkschaft Verdi ruft zum Streik auf. Dieses Mal werden auch die Müllwerker des SBAZV aus Königs Wusterhausen, Luckenwalde und Ludwigsfelde dabei sein. Es geht um mehr Lohn.
Jana Scholz- Verdi ruft Müllabfuhr zum Streik auf; SBAZV und Recyclinghöfe betroffen.
- Streik am 17. Februar, Mülltonnen in KW, Wildau, Zeuthen und Eichwalde bleiben stehen.
- Verdi fordert mehr Lohn, höhere Zuschläge, mehr freie Tage und Flexibilität.
- Auswirkungen des Streiks unklar, Müllentsorgung hat Priorität.
- Recyclinghöfe in Niederlehme, Ludwigsfelde und Luckenwalde könnten schließen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Raum Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) könnten in den kommenden Tagen Mülltonnen stehen bleiben. Im Kampf um mehr Geld hat die Gewerkschaft Ver.di für kommenden Montag (17. Februar) unter anderem auch die Abfallwirtschaft zum Streik aufgerufen. Gemeinsam mit der Stadtentsorgung Potsdam (STEP) und der Abfallwirtschaft Potsdam Mittelmark (APM) wird sich auch der Südbrandenburgische Abfallzweckverband (SBAZV) am Arbeitskampf beteiligen.
Nachdem die ersten Verhandlungsgespräche im Januar ohne Erfolg geendet hatten, will die Gewerkschaft nun den Druck auf der Arbeitgeberseite erhöhen. Verdi fordert in der Tarifrunde von Bund und Kommunen mehr Geld, höhere Zuschläge für besonders belastende Tätigkeiten, mehr freie Tage und Flexibilität. Doch was bedeutet der Streik für die Anwohner rund um KW, Wildau, Zeuthen und Eichwalde – bleibt der Müll liegen?
Streik-Auswirkungen für den SBAZV nicht absehbar
„Der Streik am Montag wird wahrscheinlich auch uns betreffen“, sagt SBAZV-Verbandsvorsteher Holger Riesner gegenüber unserem Medienhaus. Allerdings seien zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht die genauen Auswirkungen absehbar. Grund ist, dass die genaue Zahl der Streikenden nicht bekannt sei. Im Verbandsgebiet des SBAZV wären jedoch die Müllabfuhr und die Recyclinghöfe betroffen, erklärt Riesner.
Die Müllentsorgung hat für den kommunalen Entsorger oberste Priorität. Das bedeutet, dass Sperrmüll- und Elektroschrott nicht zwingend abgeholt werden müssten, Restmüll- und Papierbehälter hingegen schon. Und das bedeutet auch, dass die Müllwerker, die sich am Montag auf den Weg nach Potsdam machen, um für mehr Geld zu kämpfen, ihre Touren nacharbeiten müssen.
Riesner erklärt: „Die eventuell nicht geleerten Behälter und die anderen zur Entsorgung bereitgestellten Abfälle werden am Folgetag, beziehungsweise in den Folgetagen geleert oder abgeholt.“ Sollte es erforderlich sein, würde er seine Müllwerker zusätzlich am Samstag auf Tour schicken.
Für den Streiktag Montag könnten laut Abfallkalender die Tonnen für Restmüll sowie Pappe und Papier in den Städten Königs Wusterhausen und Wildau sowie in den Gemeinden Zeuthen, Eichwalde und Schönefeld stehen bleiben.
Recyclinghöfe ebenfalls vom Streik betroffen
Ob sich bei einem hohen Abfallaufkommen ein eigener Weg zum Recyclinghof lohnt, ist im Vorfeld ebenfalls ungewiss. Laut Riesner würde man versuchen, die drei Recyclinghöfe in Niederlehme, Ludwigsfelde und Luckenwalde offenzuhalten, beziehungsweise wenn nötig, nur einen zu schließen.
