Tesla Grünheide
: Darum legt die Gigafactory im Juni Produktions-Pausen ein

Tesla stoppt erneut die Produktion in der Gigafactory Grünheide. Laut eines Medienberichts soll es im Juni fünf Unterbrechungen geben. Warum – und in welchen Bereichen gearbeitet wird.
Von
Christian Heinig
Grünheide
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Vertrag über 1,8 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr: Seit März 2022 werden in der Tesla-Gigafactory Grünheide E-Autos produziert.

Fahrzeuge fahren am frühen Morgen auf einem Parkplatz vor dem Werk des US-Elektroautobauers Tesla. Tesla beschäftigt derzeit nach eigenen Angaben mehr als 7000 Mitarbeiter im Werk in Grünheide. Bald sollen es in der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg schon 12000 Beschäftigte sein. Mit dem geplanten Ausbau würden es dann noch mehr. Tesla will nach eigenen Angaben möglichst viel Verkehr von der Straße auf die Schiene verlegen. Das bisherige Tesla-Gelände umfasst rund 300 Hektar. Neu hinzu kommen jetzt weitere 100 Hektar. +++ dpa-Bildfunk +++

In der Tesla-Gigafactory in Grünheide soll die Produktion im Juni an mehreren Tagen gestoppt werden.

Patrick Pleul/dpa

Tesla tritt auf die Bremse – die Produktionsbremse. In der Brandenburger Fabrik in Grünheide, die vor den Toren von Berlin liegt, sollen an mehreren Tagen im Juni erneut keine E-Autos vom Band laufen. Das berichtet das „Handelsblatt“ und beruft sich auf eine Mitteilung an die Belegschaft vom vergangenen Freitag (31. Mai).

Demnach soll es an fünf Tagen zu „kurzen Boxenstopps“ kommen. Sie sollen eingelegt werden, um Prozesse in der Fabrik zu optimieren und um sie auf „zukünftige Herausforderungen vorzubereiten“.

Tesla in Grünheide: E-Auto-Produktion ruht an mehreren Tagen

Nicht gearbeitet werde laut Mitteilung am 7., 14., 17., 27. und 28. Juni in den Bereichen der Fahrzeugmontage und des Antriebsstrangs. Der Produktionsstopp beginne jeweils am Vorabend nach der Spätschicht um 22 Uhr. Von diesen Stillstandstagen ausgenommen sind die Abteilungen für Gussproduktion, Plasma und Batteriezellen, heißt es. Tesla hat sich zu den laut Bericht geplanten produktionsfreien Tagen bislang nicht weiter geäußert.

Für die Grünheider Fabrik des US-Autobauers von Elon Musk wäre es bereits die dritte Unterbrechung in diesem Jahr. Anfang März führte ein Anschlag auf die Stromversorgung durch bislang unbekannte Täter zu mehreren Tagen Stillstand.

Im Mai pausierte die Produktion bei Tesla erneut kurzzeitig, zusätzlich wurde ein Teil der Belegschaft ins Homeoffice geschickt. Die Maßnahme fiel zusammen mit einer Protest-Woche gegen das Werk. Der Elektroauto-Hersteller betonte allerdings, der freie Brückentag nach Himmelfahrt sei bereits im Januar der Belegschaft angekündigt worden und habe nichts mit den Demonstrationen zu tun.

Tesla will in Grünheide wachsen – doch es gibt Probleme

Tesla will in Grünheide weiter wachsen. Mitte Mai beschlossen die Grünheider Gemeindevertreter trotz Widerstand die Erweiterung des Werkgeländes mit einem Güterbahnhof und zusätzlichen Logistikflächen. Dem Expansionsvorhaben stehen allerdings Absatzprobleme gegenüber. Teslas Auslieferungszahlen sind im ersten Quartal 2024 erstmals seit Jahren gesunken. Die Folge: Im Zwischenlager am Flughafen Neuhardenberg stapelten sich teilweise frisch produzierte Fahrzeuge vom Typ Model Y.

Zugleich hatte das Unternehmen Ende April Stellenstreichungen angekündigt – auch für Grünheide. Hier gibt es ein Freiwilligenprogramm, um betriebsbedingte Entlassungen zu umgehen. Die Zahl der Beschäftigten in der Gigafactory liegt aktuell bei rund 12.000. Damit ist Tesla weiterhin der größte Arbeitgeber in Brandenburg.

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Freitag um 13.00 Uhr
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