Tesla Grünheide
: So sollen die Löhne in der Gigafactory Berlin-Brandenburg steigen

Tesla will in Grünheide noch mehr Autos bauen und erhöht parallel dazu die Löhne. Wer fünf Prozent mehr bekommen soll und für wen ein Bonus geplant ist.
Von
Nicole Züge
Grünheide
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US-Elektroautobauer Tesla in Grünheide: ARCHIV - 02.03.2026, Brandenburg, Grünheide: Neue Elektrofahrzeuge vom Typ Tesla Model Y stehen auf dem Gelände der Tesla-Gigafactory Berlin-Brandenburg. Im einzigen deutschen Autowerk von Tesla beginnt am Montag die mit Spannung erwartete Betriebsratswahl. (zu dpa: «Tesla will in Deutschland expandieren») Foto: Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

US-Elektroautobauer Tesla in Grünheide (Landkreis Oder-Spree). Das Unternehmen hat eine Erhöhung der Löhne angekündigt. Wer wie viel mehr bekommen soll.

Patrick Pleul/dpa
  • Tesla erhöht in Grünheide die Löhne und plant einen Produktionshochlauf.
  • Ab dem 1. Oktober 2026 erhalten Mitarbeitende in der Produktion fünf Prozent mehr.
  • Für Facharbeiter sind vier Prozent plus ein leistungsbezogener Bonus vorgesehen.
  • Insgesamt sollen die Entgelte im Schnitt um vier bis fünf Prozent steigen.
  • Tesla will 1000 zusätzliche Kräfte einstellen – Ziel sind 7500 Model Y pro Woche.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei Tesla in Grünheide soll die Produktion im Oktober erneut steigen. Derzeit verlassen nach Unternehmensangaben rund 6200 Model Y pro Woche das Werk. Künftig sollen es schrittweise 7500 werden.

Für den nächsten Hochlauf in der Gigafactory Berlin-Brandenburg will Tesla darum weitere 1000 Beschäftigte einstellen. Nun kündigt die Geschäftsführung auch höhere Entgelte für die Belegschaft an.

Die Erhöhung soll bereits zum 1. Oktober wirksam werden. Tesla informiert die Beschäftigten nach eigenen Angaben am Montag (28.9.) über die Pläne.

So sollen die Tesla-Löhne in Grünheide steigen

Mitarbeitende in der Produktion sollen ab dem 1. Oktober 2026 fünf Prozent mehr Gehalt bekommen, ließ das Unternehmen in einer Stellungnahme verlauten. Für einen Teil der Belegschaft plant Tesla außerdem eine leistungsbezogene Gehaltskomponente. Wen sie genau betrifft und nach welchen Kriterien die Leistung bewertet wird, geht aus der Mitteilung des Unternehmens nicht hervor.

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Für Facharbeiter sind vier Prozent mehr sowie ein leistungsbezogener Bonus vorgesehen. Über alle Beschäftigten gerechnet beziffert Tesla die geplante Erhöhung auf durchschnittlich vier bis fünf Prozent.

Nach Angaben des Unternehmens gegenüber der Deutschen-Presseagentur soll das Einstiegsjahresgehalt in der Produktion bei rund 45.750 Euro liegen. Tesla zufolge liegt dieser Wert über dem entsprechenden Tarifgehalt. Die IG Metall kritisiert solche Vergleiche seit Längerem und fordert einen Tarifvertrag für das Werk. Die Gewerkschaft ist seit den Betriebsratswahlen im März 2026 im Grünheider Werk die zweitstärkste Kraft nach der gewerkschaftsunabhängigen Liste „Giga United“.

Tesla wehrt sich gegen einen Tarifvertrag und verweist auf regelmäßige Anhebungen der Entgelte. Zuletzt erhielten die Mitarbeitenden im Dezember 2025 eine Lohnerhöhung von vier Prozent. Auch damals verwies das Unternehmen auf seine eigenständigen Lohnentscheidungen. Laut Tesla seien die Entgelte in jedem Jahr seit dem Produktionsstart im März 2022 erhöht worden. Aktuell sind rund 12.000 Menschen in dem Brandenburger Werk beschäftigt.

Die aktuelle Ankündigung fällt in eine Phase, in der die deutschen Autobauer unter Druck stehen: Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 zusammen einen Umsatzrückgang von 2,9 Prozent. Teslas Umsatz stieg laut einer EY-Analyse im selben Zeitraum um 21 Prozent.