Tesla stellt Cybercab vor
: Wird das Robotaxi auch in Grünheide gebaut?

Elon Musk brachte das Cybercab bereits als nächstes Produkt aus der Tesla-Fabrik in Grünheide ins Spiel. Nun hat der E-Autobauer das Robotaxi ohne Lenkrad und Pedale vorgestellt.
Von
Nicole Züge
Grünheide
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Tesla Cybercab: 03.09.2026, USA, Austin: Ein Tesla Cybercab steht in der Innenstadt von Austin. Foto: Eric Gay/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Tesla hat Anfang September in Austin (Texas) sein Cybercab vorgestellt. Könnte das selbstfahrende Robotaxi auch in Grünheide gebaut werden?

Eric Gay/AP/dpa
  • Tesla präsentierte in Austin das Cybercab ohne Lenkrad und Pedale – Platz für zwei.
  • Für Grünheide ist das Robotaxi interessant, eine Produktion ist offen und ohne Zeitplan.
  • Musk sprach von einer „Welle von Cybercabs“ in Austin und teilte technische Details.
  • Motor kommt ohne seltene Erden aus, Bremsen ohne Hydraulik, Starlink bietet 4K-Streams.
  • In Europa fehlt die Zulassung für fahrerlos, „FSD Supervised“ läuft in fünf EU-Ländern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Taxi ohne Lenkrad und Pedale: Tesla hat am Donnerstag (3.9.) an seinem Stammsitz im texanischen Austin (USA) sein selbstfahrendes Cybercab vorgestellt. Für die Gigafactory in Grünheide ist das goldene Robotaxi ebenfalls interessant. Tesla-Chef Elon Musk selbst hatte bereits angedeutet, dass es eines Tages auch in Brandenburg gebaut werden könnte.

Das goldfarbene Cybercab bietet Platz für zwei Fahrgäste. Geladene Gäste konnten bei der Präsentation erstmals mitfahren, ab Freitag soll das Robotaxi auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Musk kündigte für Austin nicht weniger als eine „Welle von Cybercabs“ an und teilte auf seinem Nachrichtendienst „X“ selbst eine Welle neuer Details zum Tesla-Neuzugang.

Demnach kommt der Motor ohne seltene Erden aus, ohne dass dies zulasten der Reichweite gehen soll. Das elektrische Bremssystem benötigt laut Musk keine Hydraulikleitungen. Er bezeichnete das Cybercab zudem als das sicherste Auto, das für den Straßenverkehr entwickelt werde.

Über Starlink, Musks satellitengestützten Internetdienst, sollen Fahrgäste unterwegs Livestreams in 4K-Auflösung ansehen oder Spiele spielen können.

Tesla

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Cybercap soll in Texas in Serie produziert werden

Tesla ist mit seiner Robotaxi-Technik bislang nur in Texas am Start und liegt damit hinter Konkurrenten wie Waymo und Uber. Die Google-Tochter Waymo bietet gemeinsam mit Uber bereits in elf US-Städten selbstfahrende Fahrten an, darunter San Francisco und Los Angeles. In mehreren Bundesstaaten müssen zudem Menschen im Fahrzeug bereitstehen, um notfalls einzugreifen. Autos ohne Lenkrad und Pedale sind dort nicht erlaubt. Über den Tesla-Account wurde auf „X“ ein Werbevideo für das neue Cybercab veröffentlicht:

Ob das Cybercab später auch in anderen Tesla-Werken produziert wird – zum Beispiel der Fabrik in Grünheide (Landkreis Oder-Spree) –, ist offen. Musk brachte diese Möglichkeit im Februar dieses Jahres in einem Video-Interview mit Werksleiter André Thierig selbst ins Gespräch.

Auf die Frage, welches Produkt als nächstes in der Gigafactory gebaut werden könnte, bezeichnete er das Cybercab als „wahrscheinlichstes Ziel“. Daneben nannte er auch den Elektro-Lkw Semi und den humanoiden Roboter Optimus, für den in Grünheide derzeit Daten gesammelt werden.

Presse-Vorbesichtigung zur Ausstellung des Cybercab von Tesla

Im Innenraum, der Platz für zwei Passagiere bietet, befinden sich weder Lenkrad noch Pedale. Auf dem Screen des Cybercabs sollen sich dafür Streams in 4K-Qualität abspielen sowie Spiele spielen lassen.

Hannes P. Albert/dpa

Für eine Cybercab-Produktion in Grünheide gibt es bislang weder eine Entscheidung noch einen Zeitplan oder konkrete Investitionen. In Europa fehlt zudem die Zulassung für ein fahrerloses Robotaxi. In der Vorstufe, „FSD Supervised“ („überwachtes automatisiertes Fahren“) müssen Fahrer den Verkehr beobachten und eingreifen können.

Das Verfahren ist Tesla zufolge bislang in fünf EU-Ländern zugelassen und wird von mehr als 70.000 Kunden genutzt. Nach eigener Auswertung sei das Unfallrisiko 4,1-mal geringer als bei manueller Fahrt. Am 6. Oktober könnte über eine EU-weite Zulassung abgestimmt werden. Das fahrerlose Cybercab wäre damit jedoch nicht genehmigt.

In Grünheide wird also vorerst ausschließlich das Model Y gebaut. Tesla erhöht dort derzeit die Produktion in der Gigafactory Berlin-Brandenburg. Ab Oktober soll sie schrittweise auf 7500 Fahrzeuge pro Woche steigen. Zugleich plant der Konzern einen deutlichen Ausbau der Batteriezellfertigung.

(Mit Material von afp)