Bombe in Frankfurt (Oder)
: Katze Mascha verzückt Evakuierte in Brandenburghalle

Wegen der Bombenentschärfung in Frankfurt (Oder) mussten 2250 Menschen evakuiert werden. Notunterkunft war die Brandenburghalle. Sie hatte auch Katze Mascha als ganz besonderen Gast.
Von
Selim Pekel
Frankfurt (Oder)
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Katze Masche war am Tag der Bombenentschärfung in Frankfurt (Oder) der Stargast in der Brandenburghalle

Katze Mascha war am Tag der Bombenentschärfung in Frankfurt (Oder) der Stargast in der Brandenburghalle.

Tom Nelio Dürr
  • Bombe in Frankfurt (Oder) entschärft, 2250 Menschen evakuiert.
  • Notunterkunft in Brandenburghalle, 80 Personen dort.
  • Katze Mascha begleitet Nico Asser, sorgt für Unterhaltung.
  • Evakuierte kehren nach Entschärfung zurück.
  • Erleichterung nach erfolgreicher Bombenentschärfung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Schon um halb acht am kalten Mittwochmorgen (2.4.) lieferte der Katastrophenschutz Essen und Getränke in die Brandenburghalle in Frankfurt (Oder). Die Halle diente als Notunterkunft für Anwohner ohne Ausweichmöglichkeiten, die während der Entschärfung einer Weltkriegsbombe ihre Häuser verlassen mussten.

Letztlich fanden sich zeitweise bis zu 80 Menschen in der beheizten Brandenburghalle ein – viele von ihnen Senioren. Zahlreiche Betroffene nutzten das von der Stadt eingerichtete Transportangebot, das Anwohnern Unterstützung auf dem Weg zur Notunterkunft bot. Die Versammelten vertrieben sich die Zeit mit Kaffee, Gesprächen und auch Kartenspielen.

Katze wird zum Hingucker in der Brandenburghalle

Einer der Evakuierten in der Brandenburghalle war der 21-jährige Nico Asser. Erst kurzfristig hatte er sich an diesem Tag entschieden, die Notunterkunft aufzusuchen – in Begleitung seiner Katze Mascha, die er in den Armen hielt. Im Oktober 2024 habe er die Katze von einer Nachbarin geschenkt bekommen, erzählte er. An das genaue Alter der Katzendame erinnerte sich Nico Asser nicht. Auf dem Katzenausweis stehe „entweder 2018 oder 2016“ als Geburtsjahr. Damit sei Mascha eine Katzenseniorin.

Für den jungen Mann stand außer Frage: Wenn er evakuiert wird, muss auch die Katze mit. „Naja, wenn Sie eine Tochter haben, nehmen Sie sie doch auch mit. Ja. Für mich ist es wie eine Tochter“, erklärte Asser liebevoll auf die gemütlich in seinem Arm sitzende Katze blickend.

Mit ihrer Ankunft hatte Mascha sofort Leben in die bis dahin etwas verschlafen wirkende Brandenburghalle gebracht. Sie zog alle Blicke auf sich – die der Evakuierten ebenso wie die der helfenden Hände vom DRK und DLRG. Mascha gab sich zutraulich, ließ sich von den Neugierigen streicheln, ohne sich aus der Ruhe bringen zu lassen.

Ein Interview geben wollte Mascha an diesem Tag nicht, auch kein Schnurren. Aber: „Vielleicht lernt sie noch wie bei Pettersson und Findus die Sprache der Menschen“, stellte Nico Asser in Aussicht.

Entschärfung der Bombe in Frankfurt (Oder) erleichtert

Für das leibliche Wohl der temporären Hallenbewohner war gesorgt, aber die ins Land gehenden Stunden spannten auch ihre Nerven spürbar an. Um 11:45 Uhr, also über dreieinhalb Stunden nach der Ankunft vieler Anwesender, kam dann die erhoffte Nachricht: Die Bombe wurde erfolgreich entschärft. In der Halle wurde diese Botschaft mit Applaus und Erleichterung aufgenommen.

Doch noch müssten alle warten, erklärte der Einsatzleiter vor Ort. Die Freigabe für die Rückkehr zu den evakuierten Wohnungen sei noch nicht erfolgt. Die kam dann um kurz vor halb eins und die Versammelten brachen auf, um sich vor der Brandenburghalle zu versammeln, wo sich viele für ihren Rücktransport einreihten. Auch für Mascha und Nico Asser war der notgedrungene Ausflug in die Stendaler Straße damit beendet und es ging wieder nach Hause.