Demo in Frankfurt (Oder)
: Erneut Protest gegen Rechtsextremismus geplant

In Frankfurt (Oder) ruft ein Netzwerk zu einer Demo gegen Rechtsextremismus auf. Für wann der Protest angemeldet wurde.
Von
Selim Pekel
Frankfurt (Oder)
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Mit etwa 4500 Teilnehmern war die Demonstration "Nie mehr ist jetzt" in Frankfurt die mit am meisten Besuchte der letzten 35 Jahre

Ende Januar 2024 gingen etwa 4500 Menschen in Frankfurt (Oder) auf die Straße. Die Demo war damit die größte der vergangenen 35 Jahre. (Archivfoto)

René Matschkowiak

Ende Januar haben 4500 Menschen in Frankfurt (Oder) an einer Demonstration teilgenommen, um ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen. Sie schlossen sich damit einer bundesweiten Protestwelle an. Auslöser war eine Veröffentlichung des Recherchenetzwerks Correctiv über ein politisches Treffen in Potsdam, bei dem Abschiebepläne diskutiert wurden.

Aus der Frankfurter Demo unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt“ ging das Netzwerk „Frankfurt bleibt bunt!“ hervor. Die Gruppe ruft nun erneut zur Demonstration gegen Rechtsextremismus auf. Im Schreiben des Netzwerks heißt es, der Protest sei für Sonntag (26. Mai) ab 12 Uhr angemeldet ‒ exakt zwei Wochen vor der Kommunalwahl. Man wolle „für eine offene, solidarische, demokratische und gerechte Gesellschaft auf die Straße gehen“ und rufe deshalb zur Teilnahme auf. Losgehen soll es wieder am Bahnhof.

Demo in Frankfurt (Oder) richtet sich auch gegen die AfD

Eine konkrete Route für den Umzug oder eingeladene Redner wurden noch nicht genannt. Doch zu lesen ist die Bitte an die Teilnehmer, auf das Tragen, Zeigen und Verteilen von Parteisymbolen und -fahnen sowie von Nationalfahnen, Nationalsymbolen und auch Nationalfarben zu verzichten.

Das Netzwerk besteht gemäß Pressemitteilung aus Bürgern der Stadt, Vereinen, Initiativen, der Wirtschaft, Kirchen und Parteien aus Frankfurt (Oder). „Uns eint ein demokratischer und antifaschistischer Grundgedanke und diesen wollen wir gemeinsam mit vielen Gleichgesinnten auf die Straßen unserer Doppelstadt tragen“, heißt es darin.

Man wolle mit der Demo „der AfD und anderen Neonazis einmal mehr“ zeigen, dass ihre „unsolidarische und menschenverachtende Haltung“ in der Oderstadt „nicht willkommen“ sei.

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