Demo in Frankfurt (Oder)
: Kundgebung am Valentinstag – was steckt dahinter?

Das Netzwerk „Frankfurt bleibt bunt“ lädt Menschen in Frankfurt (Oder) ein, mit Herzen, Kostümen und Liebesliedern ein Zeichen der Liebe zu setzen. Was geplant ist.
Von
Lisa Larossa,
Nicole Buhlau
Frankfurt (Oder)
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"Frankfurt bleibt bunt": Der Demonstrationszug gegen Rechtsextremismus zog am Sonnabend (7.9.) durch Frankfurt (Oder).

Durch Frankfurt (Oder) zieht eine Demo – mit Herzen und für Demokratie. Was die Veranstalter damit erreichen wollen. (Archivfoto)

Philipp Stepputtis
  • Demo in Frankfurt (Oder) am Valentinstag, organisiert von „Frankfurt bleibt bunt“.
  • Ziel: Zeichen gegen Hass und Rechtsextremismus setzen, besonders gegen die AfD.
  • Familiendisco und Gedichtvorträge auf dem Brunnenplatz ab 16 Uhr.
  • Vergangene große Demos gegen Rechts mit bis zu 4500 Teilnehmenden.
  • Veranstaltung als bewusster Gegenentwurf zur AfD-Wahlveranstaltung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Liebe, Herzen, Lichter, Liebeslieder. Das klingt auf den ersten Blick nach einem typischen Valentinstag in Frankfurt (Oder). Hat aber eigentlich einen ganz anderen Hintergrund als der kommerzielle Tag der Liebe, der vor allem in vielen Einkaufszentren gefeiert wird. Denn das Netzwerk „Frankfurt bleibt bunt“ lädt am 14.2. zu einer Kundgebung ein.

Es handelt sich laut Veranstaltern – ein loses Netzwerk von Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft – um eine Kundgebung mit Familiendisco. Sie richtet sich an alle, „denen unsere demokratischen Werte weiterhin am Herzen liegen“. Kostüme, Lichter und Herzen sollen mitgebracht werden. „Tanzt zu den besten Liebesliedern der vergangenen Jahrzehnte und setzt mit uns ein lautes, buntes Zeichen der Liebe.“ Doch was steckt dahinter?

Bündnis aus Frankfurt (Oder) veranstaltete 2024 bereits Demos

Das Netzwerk wolle den anhaltenden Rechtsruck nicht unwidersprochen stehen lassen. Das wurde auch schon 2024 mehrmals deutlich. Eine sehr große Demo gegen rechts mit 4500 Teilnehmenden gab es vor gut einem Jahr – auch organisiert von „Frankfurt bleibt bunt“. Die Rede war von der größten Demonstration in Frankfurt (Oder) seit vielen Jahren. Eine weitere Demo gab es im Mai und eine dritte Kundgebung veranstaltete das Bündnis im September auf dem Marktplatz.

Damals waren die kurz zuvor vom journalistischen Kollektiv Correctiv veröffentlichen „Geheimpläne“ der AfD zu „Remigration“ Anlass für die Demonstration. Der Grund für die kommende Veranstaltung ist ein ähnlicher.

Protest gegen AfD – der Plan von „Frankfurt bleibt bunt“

Es wird ab 16 Uhr eine stationäre Kundgebung auf dem unteren Brunnenplatz veranstaltet, die für rund zwei Stunden geplant sei, teilt Ulrike Polley mit. Sie ist eine Sprecherin des Netzwerks, durch das die Veranstaltung eingeleitet wird. Nachfolgend werden Gedichte gelesen. Die Familiendisco mit Valentinstagsmotto bildet dann den Hauptteil.

„Bewusst haben wir uns dafür entschieden, die Veranstaltung dieses Mal nicht mit vielen Redebeiträgen auszugestalten, sondern durch die Veranstaltungsform an sich am Valentinstag ein Zeichen gegen Hass, Hetze und Rechtsextremismus zu setzen“, schildert Polley. Die Veranstaltung verstehe sich mit dem Fokus auf Liebe und Gemeinschaft als Gegenentwurf zur AfD-Wahlveranstaltung. Diese findet zeitgleich auf dem Marktplatz statt.

„Inzwischen steht das Wort ‚Remigration‘ offen im Wahlprogramm der AfD. [...] Gerade ist im Bundestag die Brandmauer gegenüber der AfD gefallen. Hier könnten noch weitere Beispiele stehen“, heißt es in der Ankündigung. Dem Hass und der Hetze der AfD solle nicht unwidersprochen der Platz überlassen werden.