Hochwasser in Frankfurt (Oder): Nur noch Alarmstufe 2 – 40.000 Sandsäcke müssen weg

Einsatzkräfte der Feuerwehr Frankfurt (Oder) beim Entleeren von Sandsäcken im Buschmühlenweg am Montag. Mehr als 40.000 kamen in der Stadt zum Einsatz.
Patrick Pleul/dpaIn Frankfurt (Oder) gilt seit Montag (30.9.) wieder die Hochwasseralarmstufe 2 (5 bis 5,30 Meter). Darüber informierte die Pressestelle der Stadtverwaltung. Der Pegelstand der Oder sank bis zum Mittag nach Angaben des Landesumweltamtes auf 5,05 Meter. Der Richtwert für die erste von vier Alarmstufen liegt im Bereich zwischen 4,20 Meter und 5 Meter.
Die am 23. September erlassene Allgemeinverfügung gilt zunächst weiter, wie die Stadt mitteilte. Das Erklimmen, Betreten oder Befahren der Hochwasserschutzanlagen an der Oder einschließlich der Hochwasserschutzwände, Deiche, Deichschutzstreifen und Deichverteidigungswege bleiben damit weiter für die Allgemeinheit verboten.
Nach Hochwasser: So kann der Müll entsorgt werden
Die Prognosen des LfU gehen davon aus, dass voraussichtlich am Freitag (4.10.) der Wasserstand von 4,20 Meter unterschritten wird und die Stadt damit wieder aus den Hochwasseralarmstufen herausfällt. Der mittlere Wasserstand des Flusses in Frankfurt (Oder) liegt laut den Daten des Landesumweltamtes bei 2,10 Meter.
Der Buschmühlenweg ist nach dem Rückzug des Wassers inzwischen wieder komplett für den Verkehr freigegeben. Damit kehrt auch die Stadtverkehrsgesellschaft wieder zur planmäßigen Linienführung der Buslinie 984 zurück.
Wie die Stadtverwaltung mitteilt, ist nach entstandenen Schäden die übliche Sperrmüllentsorgung zu nutzen. Die besonderen Bedarfe von betroffenen Anwohnern im Buschmühlenweg würden aber erfasst und entsprechend von der Firma Veolia eingeplant. Bei Rückfragen dazu steht der Fachbereich Koordination Abfallwirtschaft zur Verfügung, Telefon: 0335 5526672.
Aufräumarbeiten im Buschmühlenweg gehen weiter
Die Entsorgung der über 40.000 Sandsäcke ist inzwischen angelaufen, die Weiterverwendung und Entsorgung werden vorbereitet. Während das Wasser im Buschmühlenweg an die Sandsackbarrieren heranreichte und diese teilweise durchweichte, wurden in der Fischerstraße und andernorts viele Sandsäcke nicht beansprucht. Entsprechend unterschiedlich soll mit den Säcken und dem Sand umgegangen werden.
Sandsäcke sind, falls möglich, an der Bordsteinkante zu sammeln, um die Abholung zu erleichtern, informiert die Stadt. „Auch hier werden Unterstützungsbedarfe durch die Einsatzkräfte erfasst und disponiert“, heißt es weiter. Am Montagmorgen wurden im Buschmühlenweg bereits Sandsäcke entleert und eingesammelt. Auch half die Feuerwehr beim Abpumpen von vollgelaufenen Kellern.
Die Stadt selbst wird in den nächsten Tagen, sobald das Wasser abgeflossen ist, mit der Erfassung von Schäden an städtischer Infrastruktur beginnen. Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten dürften vor allem am Holzmarkt auf dem Straßenpflaster sowie an der Ufermauer nötig sein.




Das überragende Engagement vieler Einsatzkräfte hat Frankfurt (Oder) vor Schlimmerem bewahrt. Das Hochwasser hat aber auch Probleme offenbart, die zügig angegangen werden müssen.