Hochwasser in Frankfurt (Oder): Pegel sinkt unter 5 Meter – Ende des Liveblogs

Die Oder führt noch Hochwasser an der Stadtbrücke in Frankfurt (Oder). Doch die Hochwasserlage hat sich wieder entspannt.
Patrick Pleul/dpa- Frankfurt (Oder) bereitet sich auf das größte Hochwasser seit 2010 vor; Pegel könnte 6 Meter erreichen.
- Stadt aktiviert Krisenstab; Anwohner füllen Sandsäcke und sichern Häuser.
- Hochwasserschutz-Hotline eingerichtet; große Nachfrage nach Informationen und Hilfe.
- Ziegenwerder teilweise überflutet; Spaziergänge im Uferbereich kaum möglich.
- Genügend Freiwillige für Deichkontrollen gefunden; Schäden sollen frühzeitig erkannt werden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Hochwasserlage in Frankfurt (Oder) und Słubice hat sich weiter entspannt, der Pegel sinkt kontinuierlich. Seit Montag (28.9.), 8 Uhr, gilt wieder Alarmstufe 2. Im Laufe der Woche soll das Wasser auf unter 4,20 Meter sinken und die Stadt aus den Hochwasseralarmstufen herausfallen.
Im Buschmühlenweg laufen unterdessen die Aufräumarbeiten. Zehntausende Sandsäcke müssen wieder eingesammelt werden. Der Abbau der Spundwand wird sich noch hinziehen.
+++ Liveblog zur Hochwasserlage in Brandenburg +++
+++ Liveblog zur Lage in der Ziltendorfer Niederung +++
+++ Liveblog zur Hochwasserlage im Oderbruch +++
Alles Wichtige zu aktuellen Pegelständen und zur Lage in Frankfurt (Oder) finden Sie hier.
+++ 17:37 Uhr: Der Pegel ist nach Angaben des Landesamtes für Umwelt gegen 16 Uhr wieder auf unter 5 Meter gefallen. Damit beenden wir nach zwölf Tagen unsere Liveberichterstattung zum Hochwasser in Frankfurt (Oder) und bedanken uns für Ihr Interesse.
+++ 15:10 Uhr: Ziegenwerder ab Dienstag wieder zugänglich
Die Insel Ziegenwerder bleibt heute noch für Spaziergänger gesperrt. Ab Dienstag sollen sich die Tore dann wieder öffnen. Am vergangenen Mittwoch (25.9.) hatte die Stadt die Flussinsel vor allem aufgrund von Wildtieren sperren müssen, die dort vor den Fluten Schutz gesucht hatten.
+++ 15:05 Uhr: Krisenstab zum Hochwasser aufgelöst
Der Krisenstab der Stadt Frankfurt (Oder) zur Hochwasserlage tagte am Montagnachmittag (30.9.) zum vorerst letzten Mal. Der Oberbürgermeister löste danach die große Runde auf. Die Themen im Nachgang werden nun in Einzelrunden und von den Fachbereichen weiter bearbeitet. Der Krisenstab war am 17. September erstmals einberufen worden.
+++ 14:30 Uhr: Nur noch Alarmstufe 2 in Frankfurt (Oder)
Der Pegelstand in Frankfurt (Oder) sinkt kontuierlich. Um 12 Uhr lag er bei 5,02 Meter. Bereits seit dem Morgen gilt in der Stadt nur die Hochwasseralarmstufe 2. Die Aufräumarbeiten gehen unterdessen weiter. 40.000 Sandsäcke müssen eingesammelt und entsorgt oder für die Wiederverwendung vorbereitet werden.
+++ 11 Uhr: Abbau der Spundwand wird sich lange hinziehen
Das Hochwasser geht, die mobile Spundwand wird noch ein bisschen bleiben, heißt es aus dem Rathaus. Demnach bleibe die Spundwand zunächst noch wohl noch ein, zwei Wochen stehen. Wenn sie schon einmal stehe, sollen Handwerker gleich einzelne Ausbesserungen vornehmen. „Der Abbau der Spundwand selbst wird wohl zweieinhalb bis drei Wochen brauchen. Es ist sehr kompliziert, die Anlage in einer Systematik auseinanderzubauen und wieder zu verstauen, dass sie beim nächsten Hochwasser auch wieder schnell aufgebaut werden“, erklärte OB René Wilke.

Die mobile Spundwand am Holzmarkt in Frankfurt (Oder)
Thomas GutkeFür den Zeitraum des Zusammenbaus werde es auch immer wieder Teilsperrungen der Promenade geben müssen. Beim Aufbau hatten vereinzelt Schaulustige Absperrungen ignoriert und sich in Gefahr gebracht, als am Holzmarkt mit großen Stahlträgern hantiert wurde. Die mobile Spundwand war nach dem Jahrhunderthochwasser 1997 angeschafft worden, um die ufernahe Innenstadt vor Überschwemmungen zu bewahren. Sie hielt den gewaltigen Wassermassen gut stand.
+++ Sonntag, 30.09.2024, 7:30 Uhr: Die Lehren aus dem Herbsthochwasser
Das Wasser geht weiter zurück, im Laufe des Tages soll der Pegel wieder auf unter 5 Meter und damit den Bereich von Alarmstufe 1 fallen. Zeit, für eine erste Bilanz: Das überragende Engagement vieler Einsatzkräfte hat Frankfurt (Oder) vor Schlimmerem bewahrt. Das Hochwasser hat aber auch Probleme offenbart, die zügig angegangen werden müssen. Mehr dazu in einem Kommentar.
+++ 20:30 Uhr: Alle Busse ab Montag (30.9) wieder im Normalbetrieb und auf gewohnter Route
Mit sich entspannender Hochwasserlage fahren auch die Busse wieder im Normalbetrieb. Wie die SVF bekannt gab, werden auch die Einschränkungen für die Linie 984 ab Montag (30.9) aufgehoben. Auch am Buschmühlenweg und in Güldendorf werden damit wieder die Haltestellen bedient.
Weitere Einschränkungen oder Maßnahmen im Nahverkehr seien „für die kommenden Tage, nach aktuellem Stand nicht mehr zu erwarten“, schrieb die Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder) auf ihrer Webseite.
+++ 18:35 Uhr: Insel Ziegenwerder weiter gesperrt
Viele Spaziergänger schlenderten am Sonntagnachmittag Richtung Ziegenwerder. Doch die Tore waren nach wie vor verschlossen. Die Flussinsel war am Donnerstag vor allem zum Schutz der Wildtiere, die dort Schutz vor dem Hochwasser suchten, für Besucher gesperrt worden.

Der abgesperrte, südliche Zugang zum Ziegenwerder in Frankfurt (Oder)
Thomas Gutke+++ 15:00 Uhr: Kaum Hochwasser-Touristen in Frankfurt (Oder)
Noch immer beeindruckt die hohe Oder, die an mancher Stelle wie ein riesiger See wirkt und doch rasant strömt. Doch abgesehen von einer üblichen Menge an Sonntagsspaziergängern aus Frankfurt, Słubice und Umgebung fanden an diesem Wochenende wohl kaum Hochwassertouristen in die Oderstadt.
„Die kommen mit steigendem Pegel und gehen mit sinkendem“, deutet es Café-Besitzer Rainer Gränzer. Vor einer Woche wäre man kaum hinterher gekommen, die Schlange vom „GränzKaffee im Packhof“ sei bis vor die Tür gegangen. Auch in der „Taverna Athos“, dem griechischen Restaurant an der Oderpromenade, habe man am Wochenende keinen erhöhten Andrang gehabt, gibt ein Kellner Einblick.

Weder am Samstag (28.9.) noch am Sonntag (29.9) strömten sonderlich viele Hochwassertouristen nach Frankfurt (Oder). Die meisten Passanten an der Oderpromenade waren Bürger der Doppelstadt Frankfurt (Oder)-Słubice oder eigentlich bloß zum Tanken in Polen da.
Leonard Palm+++ 14:30 Uhr: Fußgänger ignorieren Absperrungen am Holzmarkt – obwohl der instabil ist
Der Holzmarkt, der zwischendurch an einigen Stellen überflutet war, scheint mit sinkendem Pegel wieder zu trocknen. Doch die Lage ist trügerisch, ist doch der Boden noch immer aufgeweicht. Dass am Sonntag (29.9) viele Helfer nach den herausfordernden Einsätzen der letzten zwei Wochen freibekommen haben, scheinen einige Passanten nun auszunutzen. Sie klettern einfach hinter die rot-weißen Absperrbänder der Feuerwehr.
Die Frau, die als Einzige das Sperrgebiet bewacht, hat aufgegeben. Nicht nur wegen der Menge an Passanten, die dort laufen, Kinderwägen schieben oder Fahrrad fahren. „Weist man die Leute darauf hin, wird man nur blöd angenörgelt und beleidigt“, meint sie sichtlich wütend.
Die Gefahr, die ein Spaziergang dort birgt, ist jedoch nicht zu unterschätzen. Gerade wenn es trockner wird, wird der Untergrund schnell instabil. So wird demnächst wohl auch bewertet, ob der Holzmarkt neu gepflastert werden muss, da die Steine nach den Überschwemmungen nur noch lose liegen. Neben erhöhter Gefahren droht Passanten, die sich hinter die Absperrung begeben auch ein Bußgeld.

Kaum bekommen die Helfer einen Tag frei, eilen Passanten hinter die Absperrung. Derweil ist der Boden instabil.
Leonard Palm+++ 13:30 Uhr: Wie hoch war der höchste Pegelstand?
6,07 Meter oder 6,11 Meter? Die Frage danach, wie hoch der höchste Pegelstand in Frankfurt (Oder) war, ist noch nicht beantwortet. Eine Messwertprüfung und ein Abgleich mit den unterschiedlichen Messwertgebern stünden noch aus, informiert das Landesamt für Umwelt (LfU). Den Hintergrund dazu lesen Sie in diesem Beitrag.
+++ 8:00 Uhr: Aufräumarbeiten angelaufen
Im Buschmühlenweg hat das große Aufräumen begonnen. Die Überflutungen haben Schäden hinterlassen. Einen Bericht dazu finden Sie hier:
+++ Sonntag, 29.09.2024, 7:30 Uhr: Wasserstand sinkt kontinuierlich
Der Pegelstand sinkt weiter und erreicht voraussichtlich im Laufe des Vormittags den Richtwert-Bereich von Alarmstufe 2 (5 bis 5,30 Meter). Laut der Prognosen des Landesumweltamtes soll der Pegel am Montag (30.9.) auf unter 5 Meter fallen. Mit dem Unterschreiten der Marke von 4,20 Meter (Richtwert für Alarmstufe 1) ist nach derzeitigem Stand am 3. Oktober zu rechnen.
+++ 18:55 Uhr: OB warnt vor Betreten betroffener Areale
Der Pegelstand ist bis zum späten Nachmittag auf 5,54 Meter gefallen auf, noch immer wälzen sich große Wassermassen durch die Doppelstadt. Oberbürgermeister René Wilke warnt daher vor Leichtsinn: „Die vom Hochwasser betroffenen Areale sind unbedingt zu meiden. Neben dem nach wie vor hohen Druck auf den Hochwasserschutzanlagen, kann es auch zu noch nicht sichtbaren Schäden im Boden und Untergrund kommen. Es besteht erhebliche Verletzungsgefahr."
+++ 18:20 Uhr: Kanalarbeiter der FWA verhindern Überlaufen des Kanalsystems
Bei Hochwasser droht auch das Kanalsystem von Frankfurt (Oder) überzulaufen. Um das zu verhindern, waren mehrere Kanalarbeiter der FWA seit Tagen im Dauereinsatz. Mit Spezialpumpen verhinderten sie, das Teile der ufernahen Innenstadt trotz Spundwand überflutet werden. Wie das genau funktioniert, erklären zwei Kanalarbeiter der FWA in diesem Beitrag.
+++ 14:40 Uhr: Wohin mit all den Sandsäcken?
In den vergangenen Tagen wurden in Frankfurt (Oder) mehr als 40.000 Sandsäcke ausgegeben. Wie es nach der Sitzung des Krisenstabes hieß, können besonders stark betroffene Anwohner im Buschmühlenweg, falls möglich, bereits damit beginnen, Sandsäcke an den Bordstein umzulagern, so dass Hilfskräfte der Feuerwehr sie später einfacher mit Radladern abtransportieren können. Spätestens Anfang der Woche will die Verwaltung dann über eine zentrale Abgabestelle für nicht mehr benötigte Sandsäcke informieren. Bis dahin bittet die Stadt noch um Geduld.
+++ 14 Uhr: Straße soll heute teilweise wieder freigegeben werden
Am Mittag tagt im Rathaus der Krisenstab zur Hochwasserlage in Frankfurt (Oder). Ein Ergebnis: Voraussichtlich im Laufe des Nachmittags soll ein Teil des Buschmühlenweges - zwischen Carthausplatz und Seestraße - wieder für den Verkehr freigegeben werden. Aktuell wird vor Ort noch begutachtet, ob sich eventuell irgendwo Gullydeckel gelöst oder verschoben haben. Weiter gesperrt bleibe zunächst noch der Buschmühlenweg nahe den Lossower Kurven im Bereich Weinberge, hieß es von der Stadtverwaltung. Dort steht das Wasser teilweise immer noch sehr tief.

Fahrzeug vom Katastrophenschutz Frankfurt (Oder) vor dem Rathaus: Der Krisenstab hat sich am Sonnabend zu seiner nächsten Beratung getroffen.
Thomas Gutke+++ 10:40 Uhr: Abwasserpumpwerk im Buschmühlenweg geht wieder in Betrieb
Im Buschmühlenweg sind alle Haushalte wieder an die Entsorgung mit Abwasser angeschlossen. Das zeitweise von Wasser umschlossene Abwasserpumpwerk Schöne Aussicht konnte wieder in Betrieb genommen werden, teilte FWA-Sprecherin Anne Silchmüller mit. Inzwischen geht das Wasser in der Straße immer weiter zurück, mit dem Auto ist allerdings zurzeit immer noch kein Durchkommen. Die Straße bleibt vorerst gesperrt.

Der Buschmühlenweg nahe der Haltestelle Schöne Aussicht am Samstagmorgen (28.9.)
Thomas Gutke+++ 10:10 Uhr: Es gilt wieder Hochwasseralarmstufe 3
Nachdem die Pegelstände immer weiter sinken, gilt für die Stadt Frankfurt (Oder) wieder Hochwasseralarmstufe 3. Darüber informierte Oberbürgermeister René Wilke. Als Richtwert für die dritte von vier Alarmstufen gelten 5,30 Meter. Noch müssen die Dämme und mobilen Spundwände also einiges aushalten. Das Betreten der Deiche bleibt weiter verboten.
+++ Sonnabend, 28.09.2024, 8:20 Uhr: Pegel sinkt weiter
Der Pegel der in Frankfurt (Oder) ist über Nacht weiter gesunken und lag zuletzt bei 5,68 Meter. Laut den Prognosen des LfU soll der Wasserstand erst am Montag wieder unter die 5-Meter-Marke sinken.
+++ 21:20 Uhr: Krakauer Polizei retten Reh in Słubice vor dem Ertrinken
In polnischen sozialen Netzwerken macht das Video von einer tierischen Rettungsaktion an der Oder die Runde. In der Straße Szczecinska entdeckten Krakauer Polizisten, die seit einigen Tagen ihre Kollegen aus Słubice unterstützen, ein Reh im Wasser. Es brauchte mehrere Anläufe, bis sie das Tier aus dem Fluss ziehen und später wieder aussetzen konnten.
+++ 20:45 Uhr: Ausnahmezustand im Buschmühlenweg hält an
Während anderswo in Frankfurt (Oder) sich die Welt fast schon wieder normal weiterdreht, herrscht im Buschmühlenweg weiter Ausnahmezustand. Ein normales Fortkommen ist weiterhin nicht möglich. Es wird wohl noch einige Tage dauern, bis das ganze Wasser wieder weg ist. Zwei Anwohner erzählen, wie es ihnen in den letzten Tagen ergangen ist.
+++ 17:45 Uhr: Lebuser Vorstadt kommt glimpflich davon
Ganz im Norden von Frankfurt (Oder), in der Lebuser Vorstadt, schützt der Leitdeich Häuser und Grundstücke. Sichtbar sind die Auswirkungen des Hochwassers aber auch dort. Mehr dazu lesen Sie in diesem Beitrag.
+++ 15:20 Uhr: Garagenkomplex in Slubice steht teilweise unter Wasser
In der Szczecinska-Straße ist ein Garagenkomplex zum Teil überflutet, Grundwasser drückt nach oben. Ein Garagenbesitzer in Gummistiefeln sagt: „Alles schwimmt...". Er zeigt in seine Garage, in der das Wasser steht. Aber es fließe auch schon wieder ab, der Höhepunkt des Hochwassers sei wohl vorbei, meint er. 1997 und 2010 habe seine Garage auch schon unter Wasser gestanden.

Ein Garagen-Komplex in der Szczecinska-Straße in Słubice steht aufgrund des hohen Grundwasserspiegels unter Wasser.
Lisa Larossa+++ 14:15 Uhr: Hochwasseralarmstufe 4 bleibt bis Samstagfrüh bestehen
Auch wenn der Pegel inzwischen unter den Richtwert von 6 Meter gesunken ist, bleibt die Hochwasseralarmstufe 4 bestehen, „da die Hochwasserschutzanlagen weiter unter hohem Druck stehen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Voraussichtlich ab Samstag, 8 Uhr, soll dann wieder Alarmstufe 3 in Kraft treten. Laut den Prognosen seit über das Wochenende „mit einer kontinuierlichen Entschärfung der akuten Hochwasserlage zu rechnen“, teilt die Stadt weiter mit.
+++ 13:40 Uhr: Kleist-Museum will nächste Woche wieder öffnen
Nach zweiwöchiger Schließung kündigt das nahe der Oder gelegene Kleist-Museum an, am kommenden Dienstag, 1. Oktober, wieder zu öffnen. Mit dem fallenden Pegel sinke auch die Gefahr eines Notfalls für Brandenburgs größtes Literaturmuseum, heißt es in einer Pressemitteilung.
Die Sammlungsexpertinnen im Haus hätten unter Mithilfe des Museumsteams und in Abstimmung mit der Stadt die wertvollen Bestände, darunter Handschriften Kleists, vorsorglich an geschützten Orten vor möglichen Schäden bewahrt, berichtet Museumsdirektorin Anke Pätsch. „Vorteilhaft war, dass wir eine interne Notfallgruppe sowie Notfallpläne haben. Zudem haben wir Amtshilfe von der Staatsbibliothek zu Berlin durch die eintägige Entsendung einer Kollegin erhalten", erklärt sie weiter. Schlimmstenfalls hätte es noch den Notfallverbund Frankfurt (Oder)-Słubice, dem das Kleist-Museum mit mehreren Bibliotheken und Museen angehört, gegeben. „Dafür und für die Arbeit aller Einsatzkräfte und Ehrenamtlichen der Stadt Frankfurt (Oder) sind wir sehr dankbar.“
+++ 12:00 Uhr: Holzbrücke zum Ziegenwerder gesperrt
Bereits am Dienstag hatte der Krisenstab entschieden, ab Mittwoch die Zugänge zum Ziegenwerder aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der Wildtiere zu schließen. Jetzt ist auch die Holzbrücke an der Uni-Mensa mit Flatterband abgesperrt. „Was soll'n das?“, fragt am Freitagvormittag ein Fußgänger ungläubig. Das Wasser im Oderarm fließt derweil weiterhin ziemlich dicht unter der Brücke entlang.

Die Holzbrücke, die in Frankfurt (Oder) normalerweise zum Ziegenwerder führt, ist mit Flatterband abgesperrt.
Lisa Larossa+++ 10:55 Uhr: Buschmühlenweg weiter unter Wasser
Im Buschmühlenweg steht am Morgen weiterhin sehr viel Wasser in der Straße, auch wenn der Pegel über Nacht etwas gesunken ist. Der Katastrophenschutz der Stadt fährt den Bereich ab und bietet Anwohnern Hilfe an. Unter der Autobahnbrücke nahe der Seestraße, die aus Güldendorf in das Überflutungsgebiet führt, strömen unterdessen die Wassermassen mit großer Geschwindigkeit Richtung Güldendorfer Mühlenfließ und Oder.

Ein Einsatzfahrzeug des Katastrophenschutzes der Stadt Frankfurt (Oder) fährt am Freitagmorgen (27.9.) durch das Überflutungsgebiet im Buschmühlenweg.
Thomas Gutke+++ 7:30 Uhr: Wasser steht in den Gärten in der Fischerstraße
Die Fischerstraße selbst steht zwar nicht unter Wasser, dafür die Gärten der direkt am Altarm der Oder gelegenen Grundstücke. Ein Anwohner hat einen Einblick gegeben.
+++ Freitag, 27.09.2024, 6:15 Uhr: Was sagen die aktuellen Prognosen?
Am Donnerstagmorgen (26.9.) wurde der laut den offiziellen LfU-Daten bisherige Höchstwert von 6,07 Metern erreicht, der bis zum Mittag hielt. Seither sinkt der Pegel wieder, schon in den ersten Stunden des darauffolgenden Tages (27.9.) wurden weniger als 6 Meter gemessen. Der Wasserstand soll im Laufe des Freitags noch bis auf 5,75 Meter absinken. Das geht aus der aktuellsten LfU-Prognose (27.9., 4 Uhr) hervor.
+++ 22:15 Uhr: Stadtbrücke wird zur Aussichtsplattform für das Oder-Hochwasser
Seit wenigen Tagen steht auch die Unterführung an der Stadtbrücke sowie Teile der Oderpromenade unter Wasser und zieht seither ununterbrochen Schaulustige an. Auch am späten Donnerstagabend (26.9.) reißt der Strom der Neugierigen nicht ab. Auf der Stadtbrücke versammeln sich zahlreiche Menschen, die auf die grün-blau schimmernde Oder und die überfluteten Flächen blicken. Unterhalb, auf der Oderpromenade, hat es sich eine Gruppe Jugendlicher in der Nähe der Absperrungen gemütlich gemacht und lässt den Tag ausklingen.

Alltagsroutine inmitten der Naturgewalt: Die Stadtbrücke in Frankfurt (Oder) leuchtet wie gewohnt in ihren altbekannten Farben, während die überflutete Brückenunterführung weiter gesperrt ist.
Selim Pekel+++ 21:43 Uhr: Helfer im Buschmühlenweg mit Unimog und Boot im Einsatz
Im überfluteten Buschmühlenweg steht das Wasser stellenweise so hoch, dass weder Autos durchkommen noch die besten Gummistiefel eine Hilfe sind. Doch der Alltag lässt sich nicht einfach pausieren. Wie den Menschen vor Ort geholfen wird, damit sie so uneingeschränkt wie möglich durch den Tag kommen, verrät diese Reportage.
+++ 20:35 Uhr: Wassermassen drücken weiter gegen die mobile Spundwand
Die großen Wassermassen fließen weiter durch Frankfurt (Oder) und drücken mit Macht auf die Hochwasserschutzanlagen. Am Holzmarkt steht Wasser, die Lage scheint am Abend jedoch ruhig. Probleme hatte in den vergangenen beiden Tagen die marode Uferwand gemacht. Es bildeten sich Risse, durch die Wasser drückte. Hunderte Sandsäcke wurden davor aufgestapelt.

Der Holzmarkt in Frankfurt (Oder) mit der mobilen Spundwand am Donnerstagabend (26.9.)
Selim Pekel+++ 18:15 Uhr: Wildtiere flüchten vor dem Wasser
Aktuell sind einige Wildtiere vermehrt in der Stadt zu sehen: vom Frosch, über die – tote oder lebendige – Maus, über das Reh, bis hin zum Fuchs. Auch sie flüchten vor den Wassermassen der Oder. Dabei müssen sie sich teilweise in Menschennähe aufhalten, weil ihre gewohnten Rückzugsorte überschwemmt sind.

Mehrmals drehte sich der Jogger um, weil er anscheinend gar nicht glauben konnte, wie dicht hinter ihm ein Fuchs entlanglief.
Lisa Larossa+++ 17:20 Uhr: Gummistiefel in Frankfurter Schuhgeschäften stark nachgefragt
Vor allem im Buschmühlenweg geht ohne Gummistiefel nichts mehr. Die Nachfrage habe entsprechend stark zugenommen, heißt es von mehreren Schuhläden aus der Stadt.
+++ 17:00 Uhr: Parkplatz auf dem Bazar in Słubice teilweise gesperrt
In Slubice drückt an vielen Stellen Grundwasser aus der Kanalisation und dem Untergrund. Davon betroffen ist auch der große Parkplatz auf dem Bazar in Słubice, der deshalb teilweise gesperrt ist. Der Verkauf in den meisten Geschäften und an den meisten Ständen geht jedoch weiter. Mehr zur Lage in der Nachbargemeinde von Frankfurt (Oder) lesen Sie in diesem Beitrag.

Wasser auf dem Parkplatz des Bazars in Slubice.
Karl Baptist+++ 16:15 Uhr: OB René Wilke: „Schwerstes Hochwasser seit 1997“
Oberbürgermeister René Wilke sprach am Nachmittag in der Stadtverordnetenversammlung vom „schwersten Hochwasser seit 1997“ mit Pegelständen, die in Frankfurt (Oder) seitdem nicht mehr gemessen worden seien. Die Stadt habe die langfristigen Prognosen des LfU frühzeitig ernst genommen und alles dafür getan, um bestmöglich vorbereitet zu sein. Die Lage bleibe angespannt, auch wenn das Wasser über das Wochenende weiter absinken soll. Am Pegel des LfU an der Uferpromenade sank das Wasser am Nachmittag um einen Zentimeter auf 6,06 Meter.
„Das Hochwasser wird nicht ohne Schaden an uns vorbeigehen“, erklärte der OB mit Blick auf die großflächigen Überschwemmungen im Buschmühlenweg aber auch auf die marode Betonwand in der Uferstraße, die weiterhin größere Probleme bereitet. Er dankte der Arbeit des Krisenstabes. „Noch mehr zu schätzen ist der Einsatz der vielen Ehrenamtlichen“, betonte René Wilke. Den Freiwilligen von Feuerwehr, THW, Katastrophenschutz und Wasserwacht bis hin zu den vielen an Sicherungsarbeiten beteiligten Anwohnern sei „heute besonders zu danken“.
+++ 13:00 Uhr: Mehrere kleine Wasserdruchbrüche, Lage bleibt aber stabil
Am Vormittag tagte der Krisenstadt der Stadt zur aktuellen Lage. In einer im Anschluss daran veröffentlichten Pressemitteilung spricht die Verwaltung von einer weiterhin „angespannten Situation“, der Wasserdruck auf die Hochwasserschutzanlagen sei enorm.
In den zurückliegenden Stunden sei es außerdem zu mehreren kleinen Durchbrüchen von Wasser gekommen, darunter auch auf Höhe der Hochwasserschutzbaustelle im Bereich der nördlichen Oderpromenade. „Die Einsatzkräfte der Frankfurter Feuerwehr und der örtlichen Wehren konnten die Lage jeweils schnell unter Kontrolle bringen“, heißt es in der Mitteilung. Die seit Mittwoch geltende Hochwasseralarmstufe 4 bleibe „auf jeden Fall“ den heutigen Tag über weiter bestehen.
+++ 11:45 Uhr: Anwohner kämpfen gegen die Fluten
Im Buschmühlenweg kämpfen Anwohner weiter gegen die Wassermassen an. Vorwärts geht es an vielen Stellen nur noch mit einem Unimog oder per Boot. Einige Fotos vom Vormittag finden Sie in unserer aktualisierten Bildergalerie.
+++ 10:50 Uhr: Im Triftweg werden erste Angeln aufgestellt
Auch am Triftweg ganz im Norden von Frankfurt (Oder) steht das Wasser auf den davor liegenden nördlichen Oderwiesen. Anwohner haben erste Angeln aufgestellt.

Angeln stehen am Triftweg in Frankfurt (Oder), davor die nördlichen Oderwiesen
Beate Bias+++ 9:10 Uhr: Wasserretter unterwegs mit dem Boot im Buschmühlenweg
Die DLRG-Ortsgruppe Oderland ist seit dem Morgen im Buschmühlenweg mit einem Hochwasserboot im Einsatz, um Anwohner abzuholen oder nach Hause zu bringen.

Ein Boot der DLRG Oderland am Donnerstagmorgen (26.9.) im Buschmühlenweg.
Lisa Larossa+++ 8:20 Uhr: Polizei bestreift Uferpromenade
Die Polizei in Frankfurt (Oder) ist aktuell verstärkt entlang der abgesperrten Uferbereiche und Hochwasserschutzanlagen unterwegs, darunter in der Brücktorstraße in der Nähe der elektronische Pegelanzeige. Auch am Mittwoch hatten wieder vereinzelt Schaulustige Absperrungen ignoriert.

Ein Polizist an der Brücktorstraße in Frankfurt (Oder)
Lisa Larossa+++ 7:55 Uhr: Durch die Ufermauer sickert weiter das Wasser
Die marode Betonmauer an der Uferstraße, auf der die mobile Spundwand befestigt ist, sieht inzwischen aus wie ein Flickenteppich. Durch Risse sickert am Morgen Wasser, Sandsackhaufen drücken an verschiedenen Stellen dagegen. Davor hat sich eine große Wasserlache gebildet.

Die Betonmauer in der Uferstraße in Frankfurt (Oder) sieht aus wie ein Flickenteppich.
Lisa Larossa+++ 6:00 Uhr: Feuerwehr patrouilliert auf den Deichen
Noch immer läuft die Schicht von Martin Oberwallner von der Freiwilligen Feuerwehr Güldendorf und Nick Gericke von der Berufsfeuerwehr Frankfurt (Oder). Sie haben bis tief in die Nacht mit Stirn- und Taschenlampen die Deiche auf Schäden kontrolliert. Wie der Zustand der Deiche ist und wem die beiden unterwegs begegnet sind, lesen Sie in diesem Text.
+++ Donnerstag, 26.09.2024, 5:30 Uhr: 6,07 Meter – Hochwasser erreicht Scheitelpunkt
Am frühen Donnerstagmorgen hat das Hochwasser in Frankfurt (Oder) anscheinend seinen Scheitelpunkt erreicht. Um 4 Uhr zeigte die Messstation des LfU 6,07 Meter an – der bei dieser Flut bislang höchste gemessene Wert. In den Morgenstunden soll das Wasser dann laut Prognose Zentimeter für Zentimeter sinken. Bis zum Nachmittag soll der Pegel allerdings noch bei über 6 Metern und damit Alarmstufe 4 bleiben.
+++ 23:20 Uhr: Pegel steigt auf 6,04 Meter
Der Pegel in Frankfurt (Oder) ist bis zum späten Abend weiter auf 6,04 Meter angestiegen. Ist damit der Höchstwert des Herbsthochwassers erreicht? Laut Prognose des LfU soll das Wasser in den kommenden Stunden wieder ganz leicht sinken.
+++ 22:50 Uhr: Ältere Frau spendiert 30 Pfannkuchen für Einsatzkräfte
Seit Tagen sind Hunderte Helfer verschiedener Dienste dabei, die Stadt vor dem Hochwasser zu schützen. Viele sind sehr dankbar für die gute Vorbereitung und den oft stundenlangen, ehrenamtlichen Einsatz. Wie Wolfgang Welenga vom Stadtfeuerwehrverband berichtete, habe ihm eine Seniorin einfach so einen Beutel mit 30 frischen Pfannkuchen, die sie bei Bäcker Dreißig gekauft hatte, in die Hand gedrückt. „Nehmen Sie die, die sind für die Einsatzkräfte“, habe sie gesagt, erzählt Welenga. Er griff dankbar zu und verteilte sie an seine Feuerwehrkollegen.
+++ 20:55 Uhr: Abdichtungsarbeiten am Holzmarkt
Am Holzmarkt an der südlichen Oderpromenade sind Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW damit beschäftigt, Stellen an der Uferwand, aus denen das Wasser fließt, abzudichten. Die marode Uferwand, auf der die mobile Spundwand installiert ist, bereitet bereits seit gestern Probleme. Die Arbeit ist kräftezehrend, zumal der Pegel jetzt fast seinen Höchststand erreicht hat.

Am Holzmarkt in Frankfurt (Oder) sind am Abend Feuerwehr und THW im Einsatz.
Leonard Palm+++ 19:30 Uhr: DRK-Wasserwacht im Buschmühlenweg im Einsatz
Am Abend ist die DRK-Wasserwacht aus Frankfurt (Oder) im überfluteten Buschmühlenweg im Einsatz gewesen. Die Wasserretter in Neoprenanzügen fragen Anwohner, ob sie Hilfe benötigen.

Einsatz der DRK-Wasserwacht im überfluteten Buschmühlenweg in Frankfurt (Oder)
Philipp Stepputtis+++ 19:10 Uhr: 6-Meter-Marke in Frankfurt (Oder) offiziell erreicht
Jetzt ist es amtlich: Der Wasserstand in Frankfurt (Oder) hat am Abend am Pegel des LfU an der Uferpromenade die Marke von 6 Metern erreicht – dem Richtwert für Hochwasseralarmstufe 4. Diese war bereits am Nachmittag vom OB vorfristig ausgerufen worden.
+++ 18:35 Uhr: Pegelhäuschen zeigt Wasserstand von über 6 Meter
Die elektronische Anzeige des Frankfurter Pegels an der Uferpromenade zeigt am frühen Abend einen Wasserstand von über 6 Metern an. Viele Menschen machen Fotos.

Die Pegelanzeige an der Brücktorstraße zeigt einen Stand von 6,02 Meter.
Lisa Larossa+++ 17:25 Uhr: Viel Treibgut in der Oder
Zahlreiche größere Äste bis hin zu kompletten Baumstämmen treiben mit großer Geschwindigkeit die Oder hinab. Nahe der Stadtbrücke hat sich Totholz verkeilt und wird vom Wasser umspült.

Holzstämme treiben an der Stadtbrücke Frankfurt (Oder) im Fluss, der Hochwasser führt
Thomas Gutke+++ 16:35 Uhr: Słubice erwartet Scheitel in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag
Auch in Słubice sind die Augen auf die Pegelstände gerichtet. Wie die Stadtverwaltung informiert, werde der Höchststand der Oder in der Nacht zu Donnerstag (26.9.) erreicht. In diesem Zusammenhang wurden in der Nachbarstadt von Frankfurt (Oder) auch Flugverbote für Drohnen, Gleitschirme, Segelflugzeuge und auch Drachen verhängt. Damit solle verhindert werden, dass die Einsätzekräfte in der Stadt behindert oder gefährdet werden. Denn in Słubice wird unter anderem der Zustand der Dämme mit Hilfe von Drohnenflügen überwacht.

Das Hochwasser an der Oder trifft auch Slubice. Die Nachbarstadt von Frankfurt (Oder) sieht sich als gut gerüstet für das nahende Erreichen des Hochwasserscheitels.
Thomas Gutke+++ 16:05 Uhr: OB ruft Hochwasseralarmstufe 4 aus
In Frankfurt (Oder) gilt ab sofort Hochwasseralarmstufe IV. Der Richtwert dafür von 6 Metern ist zwar noch nicht ganz erreicht, liegt aber mit 5,93 Metern aktuell noch knapp darunter.
+++ 14:30 Uhr: Mehrere Straßensperrungen in der Stadt – Notfahrplan für Bus 984
Die Stadt Frankfurt (Oder) hat wegen der Überflutung den Buschmühlenweg für den Verkehr gesperrt. An mehreren Stellen weisen Verkehrszeichen die Fahrer auf eine Sackgasse hin. Auch am Winterhafen gelten inzwischen Verkehrseinschränkungen, am Holzmarkt gibt es sie schon seit Tagen. Für den Bus 984 tritt ein Notfallplan in Kraft. Trotz geänderter Linienführung verkehrt die Linie weiter planmäßig. Mehr dazu in diesem Beitrag.
+++ 14:10 Uhr: Ziegenwerder für Spaziergänger gesperrt
Ein Spaziergang über den Ziegenwerder ist seit dem frühen Mittwochnachmittag nicht mehr möglich. Die Zugänge im Norden und Süden wurden geschlossen. Ein Mitarbeiter des Bauamts erklärte gegenüber einem Spaziergänger: „Wir machen jetzt zu und bitten da um Ihr Verständnis.“ Die Holzbrücke an der Uni-Mensa kann jedoch weiterhin betreten werden. Grund für die Sperrung sind auch herumirrende Wildtiere wie zum Beispiel Rehe, die sich wegen der vielen Menschen nicht auf die Wege trauen, um dort Schutz vor dem Wasser zu suchen.

Holzbrücke am Ziegenwerder in Frankfurt (Oder)
Thomas Gutke+++ 12:05 Uhr: Pegel steigt auf 5,84 Meter
Das Wasser steigt und steigt. Der letzte an der Messstation des LfU veröffentlichte Wert von Mittwoch (25.9.), 10 Uhr, lag bei 5,84 Meter. Als Maximalwert weist die Prognose aktuell für Donnerstagfrüh einen Wasserstand von 5,97 Meter aus. 6 Meter sind jedoch weiter möglich.
+++ 11:55 Uhr: Bilder aus dem Buschmühlenweg
In einer Bildergalerie finden Sie Bilder vom Hochwasser in Frankfurt (Oder), darunter vor allem aus aktuell besonders von Überflutungen betroffenem Buschmühlenweg.
+++ 11:15 Uhr: Dixie-Toiletten werden zu den Anwohnern gefahren
Da die FWA angekündigt hat, einige Haushalte von der Abwasserentsorgung abklemmen zu müssen, werden aktuell Dixie-Toiletten im Buschmühlenweg platziert, berichtet Christian Schulz von der Berufsfeuerwehr Frankfurt (Oder). „Außerdem haben wir aufgrund des steigenden Wasserpegels die Absicherung für die Notfallrettung geplant“, erklärt er. Es werde ein Krankentransportwagen mit einer Wattiefe, die höher ist, als bei einem normalen Rettungswagen, am Stadion stationiert.
+++ 10:15 Uhr: Stadt sperrt den Buschmühlenweg
Am Buschmühlenweg geht für Autofahrer jetzt nichts mehr. Die Stadt hat die Straße wegen der Überflutung als Sackgasse ausgewiesen.

Gesperrter Buschmühlenweg in Frankfurt (Oder)
Selim Pekel+++ 8:50 Uhr: Unterführung an der Stadtbrücke komplett überspült
Die Unterführung an der Stadtbrücke und angrenzende Teile der Oderpromenade sind komplett vom Wasser überspült worden. Abgesperrt hatte die Stadt den Bereich bereits gestern.

Land unter an der Stadtbrücke Frankfurt (Oder)
Selim Pekel+++ 7:35 Uhr: Im Buschmühlenweg steht das Wasser
Im Buschmühlenweg stehen Teile der Straße etwa auf Höhe Eichwaldweg am Morgen bereits unter Wasser. Autos haben Mühe, sich ihren Weg durch die Wassermassen zu bahnen, kommen an dieser Stelle aber gerade noch so durch.

Teile des Buschmühlenweges in Frankfurt (Oder) stehen am Morgen bereits unter Wasser.
Thomas Gutke+++ 6:25 Uhr: Pegel klettert auf 5,65 Meter
In Frankfurt (Oder) ist der Pegel über Nacht weiter rasant gestiegen. Um 4 Uhr registrierte die Messstation des LfU 5,65 Meter. Viel fehlt nicht mehr bis zur Alarmstufe 4.
+++ Mittwoch, 25.09.2024, 0:15 Uhr: Wasser auf dem Holzmarkt
Am Holzmarkt drückt – wie erwartet – erstes Wasser durch die mobile Spundwand. Auf dem Kopfsteinpflaster hat sich bereits eine Wasserlache gebildet. Mehr dazu in diesem Beitrag.
+++ 22:45 Uhr: Im südlichen Buschmühlenweg läuft das Wasser auf die Straße
Das Hochwasser hat sich im südlichen Buschmühlenweg nahe Weinberge inzwischen seinen Weg auf die Straße gebahnt.

Wasser läuft auf die Straße im südlichen Buschmühlenweg.
René Matschkowiak+++ 22:10 Uhr: Wasser steht am Deich an der Oderpromenade
Der Spazierweg an der Uferstraße in Frankfurt (Oder) wurde am Dienstagabend vom Hochwasser überschwemmt. An der Uni-Mensa läuft ein mobiles Abwasserpumpwerk der Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft FWA. Das Gerät pumpt Oderwasser zurück in den Altarm, damit die Kanalisation nicht überlastet wird.
+++ 21:35 Uhr: Slubicer TV-Sender streamt Live-Bild von der Stadtbrücke
Der Slubicer TV-Sender HTS zeigt auf seinem Youtube-Kanal ein Live-Bild von der Oder mit Blick auf Frankfurt. Aktuell steht der Pegel kurz vor der Marke von 5,30 Meter.
+++ 19:35 Uhr: Banger Blick auf die Pegelanzeige am Winterhafen
Am Winterhafen treffen sich Anwohner an der Pegelanzeige, es gibt besorgte Gespräche über die Frage, wie hoch das Wasser noch steigen wird. „Ich werde gleich morgen wieder gucken gehen“, sagt ein besorgter Hundebesitzer. Ein andere Anwohner hofft, dass keine Stromabschaltungen nötig sein werden und vollgelaufene Keller ausbleiben. Im Gespräch mit Feuerwehrleuten habe er sich sagen lassen, die für die Neubauten keine Gefahr bestehe.

Blick über den Altarm der Oder in Richtung des Wohngebietes am Winterhafen in Frankfurt (Oder). Der Abend bricht herein.
Philipp Stepputtis+++ 19:25 Uhr: Uferpromenade zu großen Teilen gesperrt
Große Teile der Uferpromenade sind mit Bauzäunen und Baken abgesperrt, darunter insbesondere der Bereich zwischen Holzmarkt und Konzerthalle. Polizei und Ordnungsamt kontrollieren. Viele Schaulustige ignorieren die Begrenzungen und spazieren trotzdem am Ufer entlang.

Absperrung an der Stadtbrücke Frankfurt (Oder)
Thomas Gutke+++ 19:05 Uhr: Anwohner rechnet mit Hochwasserschäden
Ein Anwohner holt gerade seinen Hund Zeus ins Auto. Er habe eine große, umzäunte Gartenlaube zwischen Autobahn- und Eisenbahnbrücke, erzählt er. Kutsche, Bauwagen und zahlloses Gartenmobiliar befinden sich auf dem Geläde. Das Wasser stehe teilweise schon auf der Wiese. Einiges von seinem Eigentum habe er schon in Sicherheit bringen können, sagt er. Doch sperrige, schwere Baumaschinen werde er dort lassen. Er rechnet deshalb mit Hochwasserschäden.
+++ 18:55 Uhr: Im Buschmühlenweg steht das Wasser kurz vor der Straße
In einer Senke im südlichen Buschmühlenweg, nahe Weinberge, steht das Wasser bereits kurz vor der Straße. Noch kommen die Autos durch, auch der Bus der Linie 984 fährt noch regulär.

Buschmühlenweg, nahe Weinberge in Frankfurt (Oder)
Thomas Gutke+++ 18:14 Uhr: Bazar in Slubice vor Schließung?
Der Bazar in Słubice liegt nur wenige Meter von der Oder entfernt, doch dank des Deiches besteht keine akute Hochwassergefahr. Dennoch haben viele Händler vorsorglich ihre Waren gesichert. Wird der Bazar geschlossen?
+++ 17:37 Uhr: Pegelstand von 5 Metern überschritten
Der Pegel der Oder steigt weiter rapide an. Nach Angaben des LfU wurde am Dienstagnachmittag (24.9.) um 17 Uhr ein Wert von 4,99 Metern erreicht. Kurze Zeit später war die 5-Meter-Marke bereits überschritten. Aktuellen Prognosen zufolge sind Höchstwerte von bis zu 5,87 Metern möglich. Zu den Vorkehrungen gehört, dass auch die Oderpromenade mittlerweile größtenteils abgesperrt ist.
+++ 17:12 Uhr: Dorf in Polen nahe Frankfurt (Oder) überflutet
Das kleine Dorf Osiecznica bei Krosno Odrzańskie in der Woiwodschaft Lubuskie liegt etwa eine Autostunde von Frankfurt (Oder) entfernt. Wie polnische Medien berichten, sollen dort rund 70 Häuser von Wassermassen überflutet worden sein. Das Hochwasser komme aus der nahe gelegenen Oder und dem Nebenfluss Biela. Derzeit steige der Pegel noch, so die Medienberichte.
+++ 17:10 Uhr: Ziegenwerder teilweise abgesperrt
Seit einigen Tagen zieht es viele Frankfurterinnen und Frankfurter auf den Ziegenwerder. Die freie Fläche vor der Freitreppe bietet eine gute Möglichkeit, die Auswirkungen des Hochwassers zu beobachten, da sie selbst immer mehr unter Wasser steht. Doch nun ist die Freitreppe abgesperrt und nicht mehr zugänglich.

Die Freitreppe auf dem Ziegenwerder in Frankfurt (Oder) ist aufgrund der Hochwasser-Gefahr gesperrt.
Selim Pekel+++ 16:51 Uhr: Słubice sieht sich als gut auf das Hochwasser vorbereitet
Auf einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag (24.9.) bezeichnete Bürgermeisterin Marzena Słodownik die Gemeinde als gut auf das Hochwasser vorbereitet. „Wir erwarten ein Szenario wie 2010, sind aber auch auf Schlimmeres gefasst“, erklärte sie. In den besonders gefährdeten Ortsteilen Świecko, Nowy Lubusz und Pławidło seien die Dämme mit 103.000 Sandsäcken abgesichert worden. 106 Soldaten der polnischen Armee und 47 Polizisten seien in der Gemeinde im Einsatz und hätten die Lage in und um Słubice im Auge. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
+++ 16:36 Uhr: Auch am Winterhafen sind die Anwohner angespannt
Am Samstag (21.9.) hatten Einsatzkräfte der THW-Ortsgruppe aus Frankfurt (Oder) mit Unterstützung der Wasserwacht mehrere hundert Sandsäcke im Bereich Hafenstraße, Am Winterhafen verbaut. Am Dienstagmittag waren einige Anwohner an der dortigen Pegelstation anzutreffen, die zwar mit Anspannung auf die kommenden Tage blickten, aber auch die schnelle Umsetzung der Schutzmaßnahmen lobten. Die Hafenstraße wurde für den Autoverkehr gesperrt. Eine Absperrung verhindert die Weiterfahrt in Richtung Parkplatz Am Winterhafen.

Hochwasser an der Oder: Die Weiterfahrt in der Hafenstraße Richtung Parkplatz Am WInterhafen ist nicht mehr möglich. Fußgänger können den Weg weiter passieren. Im Hintergrund sind die Sandsäcke zu gehen, die zu kleinen „Deichen“ gestapelt wurden.
Selim Pekel+++ 15:45 Uhr: Stadt errichtet Ausweichparkplatz für Anwohner im Buschmühlenweg
Wie die Stadtverwaltung am Dienstagnachmittag mitteilte, hat das Amt für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen einen Ausweichparkplatz für die Anwohnerinnen und Anwohner des Buschmühlenweges errichtet. Seit 14 Uhr können sie ihre Autos auf der bereitgestellten Fläche im Areal des Stadions der Freundschaft, Buschmühlenweg 172, abstellen. Einige der Anwohner hatten ein Umparken ihrer Autos am Dienstag ohnehin vor.
+++ 15:25 Uhr: Hotel hält Zimmer für Hochwasser-Betroffene bereit
Im Hotel „Zur Alten Oder“ und im City Residence Hotel am Bahnhof werden für Betroffene des Oder-Hochwassers Zimmer kostenfrei zur Verfügung gestellt, sofern sie benötigt werden sollten. Darüber informierte Hotelier Javaid Mohammad. Mehr dazu lesen Sie in diesem Beitrag.
+++ 15:15 Uhr: Auch Sandsäcke an der Europa-Universität
Vor der Mensa der Europa-Universität Viadrina (Gräfin-Dönhoff-Gebäude) lieferte ein Transporter am Dienstagnachmittag Sandsäcke an, die vor mehreren Türen gestapelt werden. Das Gebäude befindet sich an der Holzbrücke zum Ziegenwerder.
Die Hochschulleitung der Viadrina befindet sich nach Angaben von Pressesprecherin Michaela Grün in „engem Kontakt mit den zuständigen Behörden“. Aktuell bestehe keine Gefahr für die Universitätsgebäude, betont Grün. Dennoch habe man vorsorglich damit begonnen, Sandsäcke zu beschaffen und an der Gebäudeseite mit Oderblick zu platzieren, um auf mögliche Entwicklungen vorbereitet zu sein.
+++ 13:55 Uhr: Fußballspiel im Stadion der Freundschaft verlegt
Das Derby zwischen dem 1. FC Frankfurt und Union Fürstenwalde in der Fußball-Brandenburgliga wird wegen des Hochwassers verlegt. Das Stadion der Freundschaft liegt direkt an der Oder. Alle Hintergründe dazu haben die Kollegen vom Sport in diesem Beitrag zusammengetragen:
+++ 13:20 Uhr: Schleichweg an der Autobahnbrücke unter Wasser
Eine Nebenstraße, die von Słubice unter der Autobahnbrücke hindurch nach Swiecko führt, steht mittlerweile komplett unter Wasser. Viele Słubicer nutzen die Strecke als Schleichweg, wenn die Straßen in der Stadt mal wieder zugestaut sind. Auch jetzt versuchen noch einige Unerschrockene dort entlangzufahren, müssen dann jedoch an der Wasserkante wieder kehrtmachen.

An der Autobahnbrücke zwischen Slubice und Swiecko steht eine Nebenstraße unter Wasser
Karl Baptist+++ 12:50 Uhr: FWA stellt Abwasserentsorgung in Teilen des Buschmühlenwegs ein
Die Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft FWA wird wegen der steigenden Oder-Pegel vorsorglich und vorübergehend die Abwasserentsorgung in Teilen des Buschmühlenwegs einstellen. Betroffen seien die Hausnummern 54 bis 72, sagte FWA-Sprecherin Anne Silchmüller. Ab welchem Zeitpunkt oder Pegelstand die Maßnahme erfolge, könne sie derzeit noch nicht sagen. Das werde situativ vom Personal vor Ort entschieden, führte sie fort.
Grund dafür sei, dass im Abwasserpumpwerk Schöne Aussicht am Buschmühlenweg entweder vorsorglich der Strom abgestellt werden müsse oder wegen des steigenden Wasserstands das Abwasser nicht mehr abgepumpt werden könne. „Die betroffenen Anwohner wurden vorab per Post informiert.“ Da die Anwohner dann ihre Toiletten nicht mehr abspülen können, werden für sie Dixi-Toiletten bereitgestellt. Auch bei den Hochwassern 1997 und 2010, so Silchmüller, habe sich der Versorger zu solch einem Schritt genötigt gesehen.
+++ 9:00 Uhr: Umfangreiche Schutzmaßnahmen am Klärwerk der FWA
Im Norden von Frankfurt (Oder) befindet sich nicht weit vom Deich entfernt die Kläranlage der FWA. Die Mitarbeiter bereits sich seit Tagen auf das Hochwasser vor. Mehr zum Schutz der kritischen Infrastruktur am Mittelweg lesen Sie in diesem Beitrag.
+++ Dienstag, 24.09.2024, 8:15 Uhr: Das Wasser steigt jetzt schnell
Nachdem der Pegel in Frankfurt (Oder) drei Tage lang auf dem gleichen Niveau von um 4,30 Meter verharrte, steigt das Wasser jetzt schnell an. Die 4,50 Meter sind inzwischen überschritten. Nach Prognosen des LfU soll bis zum Nachmittag ein Pegel von 5 Meter erreicht sein, auch die 5,30 Meter als Richtwert für die Alarmstufe 3 sind bis zum Abend möglich.

Das Wasser steigt: Pegelanzeige nahe der Brücktorstraße in Frankfurt (Oder)
Thomas Gutke+++ 20:30 Uhr: 40.000 Sandsäcke wurden bislang befüllt
Wie Oberbürgermeister René Wilke im Hauptausschuss am Montagabend (23.9.) informierte, sind in Frankfurt bislang 40.000 Sandsäcke befüllt und benutzt worden. Mehr als doppelt so viele stehen zur Verfügung. „Seit dem Wochenende sind wir mit den Sicherungsmaßnahmen fertig“, sagte er. Die Hotline der Stadtverwaltung (0335 5653705) erreichen nach seinen Angaben täglich bis zu 280 Anrufe. Nach neuesten Vorhersagen des Landesamtes für Umwelt kann der Pegel Mittwochabend (25.9.) die 6-Meter-Marke und damit Alarmstufe 4 knacken. In der Nacht könnten dann 6,01 Meter erreicht werden, bevor das Wasser ganz langsam wieder sinkt.

Am Montag, 23.9. sind Wiesen im Süden von Frankfurt (Oder) bereits komplett überflutet.
Patrick Pleul/dpa+++ 17:30 Uhr: Betreten der Deiche ab Dienstag untersagt
Oberbürgermeister René Wilke hat Schaulustigen das Betreten der Deiche in Frankfurt (Oder) untersagt. Eine entsprechende Allgemeinverfügung verbietet Unbefugten ab Dienstag (24.9.) das Erklimmen, Betreten und Befahren „der Hochwasserschutzanlagen an der Oder einschließlich der Hochwasserschutzwände, Deiche, Deichschutzstreifen und Deichverteidigungswege“. Dort dürften sich dann nur noch Katastrophenschützer aufhalten. Die Stadtverwaltung führte aus, dass sich zuletzt Hunderte Schaulustige am Oderufer aufgehalten hätten. „Häufig kam es dadurch zu Behinderungen von Einsatzkräften und damit einhergehenden Gefährdungen.“

Bis an den Deichfuß reicht das Wasser am Montag (23.9.) auf den nördlichen Oderwiesen in Frankfurt (Oder).
Philipp Stepputtis+++ 16:05 Uhr: LfU ruft vorfristig Alarmstufe 2 für Frankfurt (Oder) aus
Wie das Landesamt für Umwelt (LfU) am Nachmittag informiert, wird der Wasserstand in den kommenden 24 Stunden am Pegel Frankfurt (Oder) über die 5-Meter-Marke steigen. „Daher wird mit sofortiger Wirkung die Alarmstufe II für die betroffenen Flussabschnitte ausgerufen“, heißt es in der aktuellen Mitteilung des LfU. Zur Stunde steht das Wasser noch bei 4,30 Meter. Für die Nacht von Mittwoch zu Donnerstag werden zurzeit maximal 5,91 Meter prognostiziert. Ein Wert von 6 Metern (Alarmstufe 4) ist aber weiterhin nicht ausgeschlossen.
+++ 14:55 Uhr: Krisenstab tagt im Rathaus
Im Rathaus Frankfurt (Oder) tagt am Nachmittag erneut der Krisenstab der Stadt. Am Abend will OB René Wilke dann im Haupt- und Ordnungsausschuss ausführlich über die aktuelle Hochwasserlage informieren. Beginn der Sitzung im Stadtverordnetensitzungssaal ist um 18 Uhr.
+++ 12:00 Uhr: Anwohner der Fischerstraße mit letzten Vorbereitungen
„Soll ja nicht so hoch werden“, blickt eine Anwohnerin in der Fischerstraße mit Hoffnung auf die Pegelprognose. „Unter 6 Meter wäre gut“. Die Sandsäcke in ihrem Garten sind schon seit dem Wochenende aufgestapelt. Einzelne Anwohner erledigen noch letzte Sicherungsarbeiten. Einer älteren Bewohnerin etwa bringt die Feuerwehr mit einem großen Feuerwehrauto nochmal zwei Paletten Sandsäcke und trägt sie direkt an Ort und Stelle.

In der Fischerstraße in Frankfurt (Oder) bringt die Feuerwehr einer Anwohnerin nochmal Sandsäcke.
Leonard Palm+++ 11:25 Uhr: Rückblick auf das Jahrhunderthochwasser 1997
Die in den nächsten Tagen zu erwartenden Pegel an der Oder wecken bei vielen Menschen in der Region Erinnerungen an das Jahrhunderthochwasser von 1997. In Frankfurt (Oder) wurde am 27. Juli vor 27 Jahren ein Pegel von zuvor nie erreichten 6,56 Metern gemessen. Aus aktuellem Anlass: eine Chronologie der dramatischen Ereignisse von damals.
+++ 8:00 Uhr: Stadtbrücke weiter offen, aber Verkehrseinschränkungen in Slubice
Die Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) tritt in einer Pressemitteilung in „sozialen Medien kursierenden Gerüchten über eine Sperrung der Stadtbrücke“ entgegen. Zwar sind seit Sonntag (22.9.), 7 Uhr, mehrere Zufahrten zur Innenstadt für Ortsfremde gesperrt, die Stadtbrücke ist davon jedoch ausgenommen. „Ausdrücklich unterbunden werden soll der Transitverkehr durch Słubice nach Deutschland. Autofahrerinnen und Autofahrer von außerhalb des Bezirks Słubice sollen von Polizeibeamten zum Grenzübergang in Swiecko geleitet werden“, heißt es in der Mitteilung.
Von den Einschränkungen nicht betroffen seien Einwohner der Gemeinde und des Landkreises sowie in Słubice arbeitende Personen. Es gehe darum, die Stadt vor Staus zu bewahren, wie es sie in den zurückliegenden Monaten häufiger gab und die jetzt die Hochwasserschutzmaßnahmen „auf inakzeptable Weise behindern“ würden, so die Stadt Frankfurt (Oder). Die polnische Polizei bittet deshalb darum, „wenn möglich, die Durchfahrt durch Słubice zu vermeiden. Sie empfiehlt außerdem, alternative Routen zu nutzen“.
+++ Montag, 23.09.2024,7:45 Uhr: Pegel stabil bei 4,29 Meter – aber nicht mehr lange
Der Pegel der Oder in Frankfurt hat sich seit Samstag wie erwartet kaum verändert. Auch am Montagmorgen lag er bei 4,29 Meter und damit weiter im Bereich von Alarmstufe 1. Laut dem Landesamt für Umwelt (LfU) ist dann ab heute Abend wieder mit einem Anstieg zu rechnen, am Dienstag (24.9.) könnten Alarmstufe 2 (5 Meter) und Alarmstufe 3 (5,30 Meter) erreicht werden, wie das LfU am Sonntag informierte. „Die Wasserstände können auch dort in den Bereich der Alarmstufe 4 ansteigen“, heißt es in dem Bericht. Das heißt: 6 Meter und mehr sind im Laufe der Woche weiterhin möglich, auch wenn die aktuellen Prognosen bis Donnerstag einen Maximalpegel von knapp unter der 6-Meter-Marke anzeigen.
+++ 19:55 Uhr: Polnische Soldaten patrouillieren in Słubice am Deich
In Słubice sind seit Sonntag fast 100 polnische Soldaten im Einsatz. Sie helfen beim Verbau von Sandsäcken an kritischen Punkten wie Nowy Lubusz und patrouillieren auf dem Deich.

Soldaten auf Patrouille auf dem Deich in Słubice
Lisa Larossa+++ 17:20 Uhr: Wassermassen verwandeln Feld in Słubice in einen See
Das Feld in Słubice zwischen der erneuerten Deichlinie und der Oder in ihrem Normalzustand hat sich bereits in einen einzigen großen See verwandelt. Viele Słubicer stehen am Sonntagnachmittag auf dem Damm und schießen Fotos, so wie hier nahe der Kirche der Heiligen Jungfrau Maria.

Blick auf die Oder, die sich in Słubice vor dem Deich in einen See verwandelt hat.
Lisa Larossa+++ 16:30 Uhr: Anwohner aus dem Buschmühlenweg müssen ins Rathaus
Im Wahllokal mit der Nummer 12 – das wegen der Hochwassergefahr von der FWA im Buschmühlenweg ins Rathaus umziehen musste – herrscht am Sonntagnachmittag reges Treiben. Bis 16 Uhr seien bereits über 500 von 800 Wahlberechtigten, Briefwahl nicht mitgezählt, wählen gewesen, heißt es von den Wahlhelfern vor Ort.
Das Wählen im über zwei Kilometer entfernten Rathaus habe „wunderbar geklappt“, erzählt ein älterer Mann mit Rollator aus dem Buschmühlenweg, der gerade aus dem besagten Wahllokal kommt. Im Foyer müsse man sich erst einmal „durchfinden“, aber es gebe ja Hilfe: Im Eingangsbereich wird man mit den Worten „Sie wollen wählen?“ begrüßt. Der Weg sei ein bisschen umständlicher gewesen, weshalb sich der Mann fragt, warum er nicht auch in der näher gelegenen Grundschule Mitte in der Gubener Straße wählen konnte. Dort gibt es zwei Wahllokale.

Die beiden Wahlhelfer Charlotte Gransow und Clemens Sudhof im Wahllokal, das aus dem Buschmühlenweg in Frankfurt (Oder) ins Rathaus umziehen musste.
Lisa Larossa+++ 15:40 Uhr: Netzgesellschaft gibt Hinweise für betroffene Anwohner
Für Anwohner im Buschmühlenweg und in der Fischerstraße ist die Lage zwar noch entspannt. Sollte das Hochwasser jedoch in Häuser eindringen, gibt es einige Regeln zu beachten, wie die Netzgesellschaft informiert. In diesem Beitrag sind die wichtigsten Punkte zusammengefasst.
+++ 14:05 Uhr: Viele Anfragen von besorgten Angehörigen
Der Andrang auf die täglich von 8 bis 20 Uhr von der Stadt geschaltete Hotline (Telefon: 0335 565 3705) zum Hochwasser ist groß. Dabei gibt es auch viele Anrufe von besorgten Angehörigen, die wissen wollen, ob ihre Verwandten in Frankfurt (Oder) evakuiert werden müssen, berichtet die Verwaltung. Evakuierungen seien jedoch derzeit nicht in Planung und würden nur vollzogen, wenn die direkte Überschwemmung einer Wohnung drohe. Entschieden werde dann jeweils im Einzelfall.
Dennoch empfiehlt die Stadtverwaltung älteren und mobilitätseingeschränkten Menschen, die im Gefahrengebiet leben, „sich zur Aufrechterhaltung ihrer Lebenssituation (Versorgung/Pflege) eine Ausweichmöglichkeit, idealerweise in familiären Strukturen, zu schaffen“. Sollten Betroffene keine solche Möglichkeit im privaten Umfeld finden, könne auch das Sozialamt helfen.
+++ 12:20 Uhr: Viele Spaziergänger auf dem Ziegenwerder
Die Freitreppe auf dem Ziegenwerder ist in den vergangenen Tagen zu einem Anziehungspunkt für Spaziergänger geworden. Viele Frankfurter machen Fotos von der unter Wasser stehenden Freifläche davor und vergleichen die Bilder mit denen von vor zwei oder drei Tagen.

Blick von der Freitreppe am Ziegenwerder in Frankfurt (Oder) auf die unter Wasser stehende Freifläche davor
Selim Pekel+++ 10:35 Uhr: Zwei Wahllokale vorsichtshalber verlegt
Seit 8 Uhr wird auch in Frankfurt (Oder) gewählt. Das Besondere diesmal: Sowohl das Wahllokal im FWA-Verwaltungssitz im Buschmühlenweg als auch das Wahllokal in der Bibliothek in der Collegienstraße wurden wegen des Hochwassers vorsichtshalber ins Rathaus verlegt. Zwar ist die Lage in beiden genannten Bereichen derzeit noch unkritisch. Allerdings war dies Anfang der Woche, als dazu eine Entscheidung getroffen werden musste, noch nicht genau abzusehen, erklärte der OB. „Und irgendwann muss man entscheiden.“
+++ 7:25 Uhr: Wasserwacht hält Ausschau nach Treibgut
Die DRK-Wasserwacht Frankfurt (Oder) hat mit ihren Booten erste Kontrollfahrten auf dem Frankfurter Oderabschnitt durchgeführt. Die Wasserretter halten Ausschau nach Treibgut, das Deiche beschädigen könnte, und haben die Hochwasserschutzanlagen von der Wasserseite aus im Blick. Einen ausführlichen Beitrag dazu finden Sie hier.
+++ Sonntag, 22.09.2024, 7:05 Uhr: Pegel stagniert
Der Pegel in Frankfurt (Oder) stagniert seit Samstagabend bei 4,31 Meter weiter im Bereich von Alarmstufe 1 und soll im Laufe des Sonntags sogar leicht absinken. Laut LfU ist dann ab Montag (23.9.) wieder mit einem Anstieg zu rechnen, am Dienstag könnten dann die Alarmstufe 2 (5 Meter) und Alarmstufe 3 (5,30 Meter) erreicht werden – am Mittwoch Alarmstufe 4 (6 Meter).
+++ 21.25 Uhr: Deich aus Sandsäcken schützt Restaurant in Lebus
Auch Lebus nördlich von Frankfurt (Oder) hat sich gut auf das Hochwasser vorbereitet. Rund um das auch bei vielen Frankfurtern beliebte Restaurant „Oderblick“, das direkt am Fluss liegt, haben Dutzende Freiwillige einen Damm aus Sandsäcken gebaut. MOZ-Leser Henry Scheel aus Rosengarten hat die beeindruckende Barriere mit seiner Drohne aus der Luft fotografiert.

Das Restaurant "Oderblick" in Lebus nördlich von Frankfurt (Oder) aus der Luft.
Henry Scheel+++ 19:00 Uhr: Feuerwehrleute beklagen sich bei Dietmar Woidke über Gaffer
Die Feuerwehren, die beim Besuch des Umweltministers Axel Vogel (Grüne) und Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) dabei waren, berichteten von vielen Gaffern und Hochwassertouristen, die die Aufbauarbeiten der mobilen Spundwand behinderten. Jemand sei sogar unter einem Container entlanggelaufen, als der gerade aus der Luft abgesetzt werden sollte. Mehr zum Besuch der beiden Landesvertreter lesen Sie in diesem Artikel.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Umweltminister Axel Vogel (Grüne) unterhielten sich bei ihrem Besuch in Frankfurt (Oder) auch mit Kräften der Feuerwehr.
Lisa Larossa+++ 18:10 Uhr: Einsatzkräfte stapeln Sandsäcke am Winterhafen
Am Winterhafen haben Einsatzkräfte des THW Frankfurt (Oder) und unterstützt von der Wasserwacht damit begonnen, eine Barriere aus Sandsäcken zu errichten. Bei sehr hohen Pegelständen könnten dort Überschwemmungen drohen. Mehr dazu lesen Sie in diesem Beitrag.
+++ 15:45 Uhr: Viele Schaulustige am Oderufer
An der Uferpromenade in Frankfurt (Oder) ist bei spätsommerlichen Temperaturen einiges los. Viele Schaulustige wollen einen Blick auf das Hochwasser werfen. Andrang herscht auch an der Pegelstation Frankfurt (Oder) am Winterhafen. Einige Hochwassertouristen ignorieren dort allerdings auch Absperrungen des THW, das dort mit Sicherungsarbeiten beschäftigt ist, und steuern ihr Auto über den Gehweg.

Spaziergänger am Holzmarkt in Frankfurt (Oder) blicken aufs Wasser, das ab Anfang nächster Woche weiter steigen soll.
Thomas Gutke+++ 14:50 Uhr: Ministerpräsident Dietmar Woidke im Buschmühlenweg
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist an diesem Nachmittag in Frankfurt (Oder), um sich ein Bild von der Hochwasserlage zu machen. Im Buschmühlenweg, der wieder mit Überflutungen rechnen muss, sprach er mit betroffenen Anwohnern. Auch Umweltminister Axel Vogel (Grüne) war mit dabei. Begleitet wurde der Besuch von einem großen Medienrummel mit Journalisten auch überregionaler Fernsehteams und Nachrichtenagenturen – wohl nicht zuletzt auch deshalb, weil am Sonntag in Brandenburg die Landtagswahl ansteht.

Umweltminister Axel Vogel (l.), Ministerpräsident Dietmar Woidke (2.v.l.) und Oberbürgermeister René Wilke (2.v.r.) am Samstagnachmittag im Gespräch mit Anwohnern aus dem Buschmühlenweg.
Lisa Larossa+++ 13:56 Uhr: Vor der großen Hochwasser-Welle
Das THW bereitet alles für die zentrale Sandsackstelle für den Landkreis Oder-Spree und Frankfurt (Oder) vor. 12.000 Sandsäcke sollen am Montag (23.9.2024) befüllt und auf Paletten gepackt sein.
+++ 11:15 Uhr: Seifenkistenrennen soll nachgeholt werden
Etwas wehmütig blickten die Frankfurter Kinderbeauftragte Jacqueline Eckardt und die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Sandra Seifert (Linke) am Samstagmorgen auf den fast menschenleeren Herrmann-Weingärtner-Weg am Stadion. Dort sollte heute eigentlich das große Seifenkistenrennen stattfinden. Doch das wurde wegen des Hochwasseralarms abgesagt. Die beiden aus dem Organisationsteam kamen trotzdem, weil nicht sicher war, ob die Nachricht alle Familien erreicht hatte. Wann das Event für Kinder nachgeholt wird, stehe noch nicht fest. Ins Auge gefasst wird ein Termin im Frühjahr.
+++ 8:10 Uhr: Deichläufer warten auf ihren Einsatz
Um die Deiche ab Alarmstufe 3 rund um die Uhr überwachen zu können, hatte die Stadt Frankfurt (Oder) nach zusätzlichen Deichläufern gesucht. Binnen weniger Stunden, hätten sich mehr als 25 Menschen gemeldet, berichtet Sven Müller vom Amt für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen. Er erzählt, worauf Deichläufer besonders achten müssen.
+++ Sonnabend, 21.09.2024, 7:35 Uhr: LfU prognostiziert Pegel von über 6 Meter
Der Pegel in Frankfurt (Oder) ist in der Nacht weiter gestiegen. Am Samstagmorgen (6 Uhr) stand das Wasser bei 4,24 Meter und damit über dem Richtwert für die Alarmstufe 1 (4,20 Meter), die bereits am Donnerstag vorfristig ausgerufen worden war. Laut neuen Prognosen des Landesamtes für Umwelt (LfU) für die kommende Woche könnte der Pegel von 6 Metern (Alarmstufe 4) jetzt doch knapp überschritten werden. Für Donnerstag (26.9.) wird aktuell ein Höchstwert von 6,07 Meter ausgewiesen. Das LfU weist darauf hin, dass die Langezeitvorhersagen weiterhin mit größeren Unsicherheiten behaftet sind.
+++ 23:05 Uhr: Oder leuchtet in grün und blau
Viele Nachtschwärmer zieht es an diesem Freitagabend zur Oder, die so viel Wasser führt wie seit Jahren nicht mehr. Mit einem Foto von der blau-grün beleuchteten Stadtbrücke, die sich in der ganzen Breite des Flusses spiegelt, verabschieden wir uns für heute. Morgen geht es an dieser Stelle mit unserem Liveblog weiter.

Die blau-grün beleuchtete Stadtbrücke zwischen Frankfurt (Oder) und Slubice
Thomas Gutke+++ 21:10 Uhr: LfU sagt bisher einen Höchstwert von knapp unter 6 Metern voraus
Der Pegel in Frankfurt (Oder) ist bis zum Abend (20 Uhr) auf 4,17 Meter gestiegen. In den kommenden Stunden ist nun zunächst mit einem Abflachen der Welle zu rechnen. „Am Sonntag werden wir ansteigende Werte haben. Am Dienstag gehen wir in die Alarmstufe 3", hatte Oberbürgermeister René Wilke am Nachmittag gegenüber Anwohnern am Buschmühlenweg berichtet. Die Prognosen des LfU sagen für Frankfurt aktuell noch einen Höchstwert von knapp unter 6 Metern voraus, der am Donnerstag (26.9.) erreicht werden könnte. „Wir kalkulieren immer mit einem Szenario schlimmer. Wir rechnen mit Pegelständen von 6,05 bis 6,10 Meter“, so der OB. Mindestens „sieben bis zehn Tage lang“ sei mit anhaltendem Hochwasser zu rechnen.
+++ 18:45 Uhr: Slubice sperrt ab Sonntag Zufahrtsstraßen für Ortsfremde
Reisende müssen sich auf erhebliche Verkehrseinschränkungen in Słubice einstellen. Nach Angaben von Bürgermeisterin Marzena Slodownik werden ab Sonntag (22.9.), 7 Uhr, mehrere Zufahrten zur Innenstadt für Ortsfremde gesperrt. Nur Anwohner und in der Stadt Beschäftigte dürften einfahren. Die für den Hochwasserschutz eingesetzten Einsatzkräfte dürften nicht durch verstopfte Straßen behindert werden, begründete Słodownik den Schritt.
Betroffen davon ist vor allem der üblicherweise durch die Innenstadt Richtung Stadtbrücke und Deutschland rollende Transitverkehr, er wird über Swiecko umgeleitet. Die Stadtbrücke selbst soll für den Autoverkehr jedoch befahrbar bleiben. Mehr dazu lesen Sie in diesem Beitrag.
+++ 18:20 Uhr: Einwohnerversammlung für Anwohner im nördlichen Frankfurt (Oder)
Nach der Einwohnerversammlung im Buschmühlenweg fand am späten Nachmittag auch eine Informationsveranstaltung für Anwohnende im nördlichen Frankfurt an der Konzerthalle statt. Für sie ist die Lage entspannter, trotzdem äußerten einige Bedenken. Sie fragten nach Fernwärme, Wasser aus Gullys oder der Toilette und danach, wie sie informiert werden, wenn sie doch aus ihren Wohnungen oder Häusern müssen.

Anwohner im nördlichen Frankfurt (Oder) wurden zur Hochwasserlage und möglichen Maßnahmen informiert.
Lisa LarossaOB, Feuerwehr und Netzgesellschaft beruhigten sie, verwiesen auf Informationskanäle der Stadt und der Medien, und Feuerwehrmann Christian Schulz informierte: Sollte das nachts um 3 Uhr der Fall sein, „fahren wir mit Lautsprecher durch die Straßen“, das sei laut genug. Sorgen machten sich einige Anwohner um Knöllchen, die ihnen bevorstehen könnten, wenn Straßen und damit Parkplätze gesperrt werden. Zwei Frauen fragten, wo man helfen kann und appellierten, auch nicht-deutschsprachige Nachbarn über die Situation zu infomieren.
+++ 18:15 Uhr: Stadtverkehrsgesellschaft stellt sich auf das Hochwasser ein
Fahrgäste der Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder) (SVF) sollten sich in den kommenden Tagen auf Einschränkungen einstellen. Das Verkehrsunternehmen der Stadt hat einen alternativen Fahrplan für Bus und Straßenbahn vorbereitet, falls dies nötig wird. Um welche Linien es geht.
+++ 17:10 Uhr: Feuerwehr hilft körperlich eingeschränkten Menschen mit den Sandsäcken
Die Stadt Frankfurt (Oder) hat mehrere Ausgabeplätze für Kies und Sandsäcke organisiert. Anwohner aus hochwassergefährdeten Straßen können sich dort kostenlos versorgen, um ihr Haus vor den Wassermassen zu schützen. Eine Stelle befindet sich am Buschmühlenweg am Stadion (täglich von 17 bis 18 Uhr). Außerdem gibt es rund um die Uhr Säcke und Kies an der ehemaligen Stadthalle, am Sportplatz Buschmühlenweg, an der Abfahrt Güterbahnhof, auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr in der Heinrich-Hildebrand-Straße 21 sowie an der Straße Am Zwickel in Richtung Güldendorf. Grundsätzlich bestehe die Pflicht zum Eigenschutz, erklärt die Stadt. Bürger, die körperlich eingeschränkt sind und keine Sandsäcke heben können, dürfen allerdings die Feuerwehr um Hilfe bitten. Das ist über die telefonische Hotline 0335 565-3705 möglich.
+++ 16:30 Uhr: FWA baut mobiles Abwasserpumpwerk auf
Die Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft hat am Donnerstag am Deich nahe der Uni-Mensa ein mobiles Abwasserpumpwerk aufgebaut. Auf Nachfrage sagte FWA-Sprecherin Anne Silchmüller, dass bei hohem Pegel das Wasser der Oder ins Kanalsystem der Stadt drücke. Die Installation sei dazu da, das Flusswasser wieder abzupumpen. Andernfalls würde zu viel Oderwasser zur Kläranlage am Mittelweg fließen. Das würde die Abwasserbehandlung mittels Mikroorganismen in der Kläranlage mindern.

Die FWA in Frankfurt (Oder) hat ein mobiles Abwasserpumpwerk am Deich aufgebaut.
Philipp Stepputtis+++ 15:33 Uhr: Stadt sperrt Holzmarkt für den Autoverkehr
Die Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) hat ab sofort den Holzmarkt für den Autoverkehr gesperrt. „Sowohl die Einfahrt aus der Bischofstraße als auch aus der Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße ist gesperrt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt vom Freitagnachmittag. Grund sei, dass die Einsatzkräfte wegen des Hochwassers uneingeschränkten Zugang zum Ufer haben müssen.

Am Freitagnachmittag (20.9.) hat die Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) den Holzmarkt für Autofahrer gesperrt.
Lisa Larossa+++ 14:30 Uhr: Bleibt die Stadtbrücke auf?
Auf der Einwohnerversammlung am Buschmühlenweg hat Oberbürgermeister René Wilke eine Schließung der Stadtbrücke nicht ausgeschlossen. Der Autoverkehr beeinträchtige möglicherweise Hilfskräfte. „Deswegen haben die Słubicer begonnen, mit uns über eine Sperrung der Stadtbrücke zu sprechen. Derzeit gehen wir nicht davon aus, dass das vor Montag passiert. Je nachdem, wie vernünftig oder unvernünftig sich Menschen verhalten, muss eine Sperrung erfolgen oder nicht.“
+++ 14:15 Uhr: Sandsäcke am Druckhaus
Auch am Druckhaus der MOZ wurden zur Vorbereitung auf das Hochwasser Dutzende Sandsäcke gestapelt. Es befindet sich am Kellenspring in der Nähe zur Oder.

Befüllte Sandsäcke am Druck der MOZ am Kellenspring in Frankfurt (Oder).
Lisa Larossa+++ 14 Uhr: Appell der Stadt an Hochwassertouristen
Die Stadt Frankfurt (Oder) bittet nachdrücklich darum, „jeden Form von Hochwassertourismus zu unterlassen, insbesondere die Zufahrten zu den Deichen freizuhalten und diese nicht zu betreten“, heißt es in einer Pressemitteilung vom Nachmittag. Mit einem entsprechenden Verbot sei bei weiter anwachsendem Hochwasser in den nächsten Tagen zu rechnen.
In Słubice ist das Betreten aller Hochwasserschutzdeiche bereits bis auf Weiteres verboten, außer für Personen, die am Hochwasserschutz beteiligt sind. „Die Übertretung dieses Verbotes wird mit Bußgeldern geahndet“, warnt die Stadtverwaltung.
+++ 12:30 Uhr: Schaulustige klettern an Spundwänden hoch
Ihren Mittagsspaziergang nutzen einige Frankfurterinnen und Frankfurter am Freitag, um sich ein Bild von der Lage an der Oder zu machen. Vor allem rund um den Holzmarkt schießen sie Fotos, schauen von der Friedensglocke auf den Fluss oder klettern an den Spundwänden hoch auf die Mauer, um darüber gucken zu können. „Ist was zu sehen?“, fragt eine Frau. „Wasser“, lautet der nüchterne Kommentar des Mannes.

Schaulustige sind an der Spundwand in Frankfurt (Oder) hochgeklettert, um auf die steigende Oder blicken zu können.
Lisa Larossa+++ 12:03 Uhr: Grünen-Besuch an der Pegelstation Winterhafen
Am Freitagmorgen trafen sich drei Vertreterinnen der Brandenburger Grünen an der Pegelstation am Winterhafen – die Frankfurter Landtagsabgeordnete Sahra Damus, Staatssekretärin Antje Töpfer sowie die Landtagsabgeordnete Isabell Hiekel. „Frankfurt ist gut vorbereitet“, erklärte Damus. Zugleich sprach sie sich für eine Politik aus, die Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel zur obersten Priorität mache.

Hochwasser an der Oder: Grünen-Spitzenkandidatin Antje Töpfer (M.) war mit den Landtagsabgeordneten Sahra Damus (l.) und Isabell Hiekel an der Pegelstation am Winterhafen, um sich ein Bild von der Lage in Frankfurt (Oder) zu machen.
Selim PekelAuch Isabell Hiekel mahnte, dass sich Extremwettereignisse aufgrund des Klimawandels häufen werden. Der alleinige Fokus auf akute Schutzmaßnahmen im Vorfeld und Reparaturen im Nachgang reiche nicht aus. Antje Töpfer sprach sich unter anderem für eine Entsiegelung versiegelter Flächen aus: „Jeder Tropfen, der in den Boden und nicht in die Flüsse abfließt, ist ein Tropfen weniger, sagte sie.
+++ 11:30 Uhr: Anwohnerversammlungen heute Nachmittag
In Vorbereitung auf das Hochwasser hat die Stadt heute Nachmittag zu zwei Anwohnerversammlungen eingeladen – um 14 Uhr auf dem Vorplatz am Stadion (Buschmühlenweg 172) und um 16 Uhr auf dem Wirtschaftshof der Konzerthalle (Lebuser Mauerstraße 4).
+++ 11:15 Uhr: Soldaten nach Słubice abgeordnet, Verkehrseinschränkungen möglich
Słubice sieht gut gewappnet gegen das heranrückende Hochwasser, informierte Bürgermeisterin Marzena Słodownik auf einer Pressekonferenz. Ab Sonntag (22.9.) werde die Stadt bei den Vorbereitungen zusätzlich von 98 polnischen Soldaten sowie 47 Polizeibeamten unterstützt. Möglich, aber noch nicht final entschieden, seien Einschränkungen für Autofahrer, kündigte die Bürgermeisterin an. Mehr dazu lesen Sie in diesem Beitrag.
+++ 9:10 Uhr: Pegel erreicht 4 Meter, Wasser strömt in die südlichen Oderwiesen
Der Pegel in Frankfurt (Oder) hat am Freitagmorgen (6 Uhr) die Marke von 4 Metern überschritten. Die südlichen Oderwiesen laufen langsam voll. Ein älterer Anwohner aus dem Buschmühlenweg mit Rollator und Hund schaut sich das Schauspiel bei einem Spaziergang an. „Nun kommt das Wasser mit Macht“, sagt der Rentner, der schon viele Hochwasser miterlebt hat.

Die kleine Allee, die bei normalem Wasserstand vom Buschmühlenweg hinunter Richtung Oder führt, ist am Freitagmorgen (20.9.) nicht mehr trockenen Fußes passierbar.
Thomas Gutke+++ Freitag, 20.09.2024, 6:30 Uhr: Auch Wohnbau informiert zum Hochwasser
Auch die Wohnungsbaugenossenschaft (Wohnbau) in Frankfurt (Oder) hat eine Mieterinformation zum Hochwasser veröffentlicht. Anwohner der Wohnhäuser Oderpromenade, Schulstraße 17, Lebuser Mauerstraße und der Großen Scharrnstraße werden gebeten, Gegenstände in den Kellern zu sichern, „um Schäden durch eindringendes Wasser zu vermeiden“.
+++ 21:15 Uhr: Wohnungswirtschaft warnt Mieter
Die Frankfurter Wohnungswirtschaft (Wowi) informiert auf ihrem Instagram-Kanal, dass aufgrund der angespannten Hochwassersituation die Gefahr besteht, „dass Wasser in die Gebäude eintritt“. Ebenso könne es zu einem Anstieg des Grundwasserspiegels kommen. Betroffen seien vor allem die Mieterschaften der Karl-Marx-Straße 176 - 181 sowie 183 - 186, Berliner Straße 4, 38 und 39, Rosengasse 3 - 5, Wollenweberstraße 21 - 24, Rosa-Luxemburg-Straße 43a sowie Fischerstraße 35. „Wir bitten Sie daher, vorsorglich Ihr im Keller befindliches Hab und Gut hoch zu lagern, um etwaige Schäden an Ihrem Eigentum zu vermeiden“, heißt es weiter in der Nachricht.
+++ 21:00 Uhr: Baustelle an der Oderpromenade sorgt für Herausforderung
Seit August 2022 lässt das Landesamt für Umwelt (LfU) auf 370 Metern den Hochwasserschutz im Bereich der nördlichen Oderpromenade in Frankfurt (Oder) erneuern. Doch ausgerechnet bevor die neue Anlage künftig auch einer Flut standhalten soll, die statistisch nur alle 200 Jahre auftritt, steht die komplizierte Baustelle nun vor ihrer bisher größten Bewährungsprobe. Das LfU hat erklärt, wie das Baufeld vor einem Wassereintritt gesichert werden soll.

Die Baustelle an der nördlichen Oderpromenade von der Stadtbrücke aus gesehen.
Thomas Gutke+++ 19:10 Uhr: Dietmar Woidke dankt Einsatzkräften
Ministerpräsident Dietmar Woidke hat mit Blick auf die Hochwasserlage vor Leichtfertigkeit gewarnt. „Wir hoffen das Beste und bereiten uns auf das Schlimmste vor. Auch wenn die Pegelstände derzeit niedriger als zwischenzeitlich befürchtet sind, müssen wir die Hochwasser-Situation weiterhin ganz genau beobachten, solange bis es eine Entwarnung gibt. In einigen Bereichen der Oder kann in den nächsten Tagen die höchste Warnstufe 4 erreicht werden. Deshalb bleiben wir wachsam und vor der Lage. Mein Dank gilt gerade den vielen achtsamen Deichläufern und Helfern sowie den Einsatzkräften in Kreisen und Städten. Vorbereitung ist der beste Schutz.“ Der 62-jährige SPD-Politiker wird nach MOZ-Informationen am Sonnabend in Frankfurt (Oder) erwartet. Dort möchte er mit Einsatzkräften ins Gespräch kommen und sich einen Überblick über die Lage verschaffen.
+++ 17:50 Uhr: Nowy Lubusz nördlich von Słubice unter besonderer Beobachtung
Nowy Lubusz nördlich von Słubice wird nicht durch den in den vergangenen Jahren verlängerten und verstärkten Deich auf polnischer Seite geschützt. Freiwillige Helfer sind deshalb dabei, Sandsäcke zu befüllen, um die alte Deichanlage zu sichern. Das Dorf mit rund 200 Einwohnern liegt nur wenige Hundert Meter von der anschwellenden Oder entfernt. Die Stadtverwaltung von Słubice hat eine mögliche Evakuierung nicht ausgeschlossen und dafür alles vorbereitet. Wie die Menschen mit der möglichen Gefahr umgehen, lesen Sie in dieser Reportage.
+++ 16:20 Uhr: Kleist-Museum bleibt vorerst geschlossen
Das Kleist-Museum in unmittelbarer Nähe zur Oder bleibt wegen des drohenden Hochwassers vorübergehend geschlossen. Diese Vorsichtsmaßnahme gelte vorerst bis einschließlich 23. September (Montag), hieß es. Wie die wertvollen Bestände vor dem Wasser geschützt werden sollen, erzählt Pressesprecherin Vanessa Jasmin Lemke. Mehr lesen Sie in diesem Beitrag.
+++ 16:05 Uhr: Alarmstufe 1 für Frankfurt (Oder) ausgerufen
Das Landesamt für Umwelt (LfU) hat am Nachmittag die Hochwasseralarmstufe 1 für die Stadt Frankfurt (Oder) ausgerufen. Zwar stand der Pegel zu diesem Zeitpunkt erst bei 3,63 Meter, doch am Freitag könnte der Richtwert von 4,20 Meter erreicht werden. Derzeit reichen die Langfristprognosen des LfU bis Mittwoch (25.9.) und zeigen einen Anstieg des Wassers in Frankfurt (Oder) bis auf 5,77 Meter. Mehr dazu lesen Sie in diesem Beitrag.
+++ 14:55 Uhr: Lücken der Spundwände am Holzmarkt werden geschlossen
Die Feuerwehr möchte bis Donnerstagabend die verbliebenen Lücken an der Spundwand am Holzmarkt schließen. Tagsüber spazieren zahlreiche Passanten vorbei und machen Fotos. Schließlich sind die Stahlwände das sichtbarste Zeichen, dass sich Frankfurt (Oder) auf den Ernstfall vorbereitet. Der Pegel der Oder steigt und die ersten Stufen der Einstiegstreppe am Fähranleger sind bereits überspült.

Die Spundwand am Holzmarkt in Frankfurt (Oder) ist beinahe aufgebaut.
Philipp Stepputtis+++ 13:00 Uhr: Ziegenwerder teilweise überflutet
Ein Spaziergang ohne nasse Füße ist im Uferbereich auf der Insel Ziegenwerder aktuell nicht mehr möglich. Ein älteres Paar geht an der Treppe spazieren und wundert sich. „Oh, das geht aber schnell“, sagt die Frau mit Blick auf den steigenden Pegel. Um 10 Uhr stand das Wasser in Frankfurt (Oder) bei 3,53 Meter. Auf den südlichen Oderwiesen ist das Wasser dagegen noch nicht zu sehen.
+++ 10:30 Uhr: Genug Deichläufer gefunden
Die Stadt hat die am Mittwoch (18.9.) begonnene Suche nach freiwilligen Deichläufern bereits wieder eingestellt. Es hätten sich genügend Personen gemeldet, die die Aufgabe übernehmen wollen, teilt die Pressestelle der Stadt mit. Deichläufer werden ab Alarmstufe 3 eingesetzt. Sie überprüfen die Deiche auf Undichtigkeit, um rechtzeitig Schäden erkennen und eingreifen zu können. Gesucht worden waren rund 20 bis 30 Freiwillige, um eine 24-Stunden-Schicht abzusichern.
Der Deich an den nördlichen Oderwiesen ist unterdessen gemäht worden, sodass die Deichläufer eventuelle Schäden entdecken können. Allmählich ufert die Oder aus, Wiesen werden überspült.

Deich an den nördlichen Oderwiesen bei Frankfurt (Oder)
Philipp Stepputtis+++ 10 Uhr: Große Nachfrage bei der Hochwasser-Hotline
Seit heute ist die von Amt für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen zusammen mit dem DRK eingerichtete Hochwasserschutz-Hotline (0335 565-3705) täglich von 8 bis 20 Uhr aktiv. Anliegen können auch auf Polnisch beantwortet werden. „Schnell zeigte sich, dass die Nachfrage sehr hoch ist. Deshalb bittet die Stadtverwaltung darum, sich ausschließlich mit Fragen und Bitten um Unterstützung an die Hotline zu wenden, die mit der Situation in Frankfurt (Oder) und Słubice in Verbindung stehen“, informiert die Stadtverwaltung.
+++ Donnerstag, 19.09.2024, 8 Uhr: Anwohner im Buschmühlenweg schippen Kies
Im Buschmühlenweg in Frankfurt (Oder) gibt es seit Mittwoch (18.9.) mehrere Haufen Kies, die von der Stadt für das Befüllen von Sandsäcken aufgeschüttet wurden. Viele Anwohner machten davon bereits am Abend rege Gebrauch. Alle Informationen zu Sandsäcken, empfohlenen Maßnahmen für den Eigenschutz und geplanten Anwohnerversammlungen finden Sie in diesem Beitrag.














































Das überragende Engagement vieler Einsatzkräfte hat Frankfurt (Oder) vor Schlimmerem bewahrt. Das Hochwasser hat aber auch Probleme offenbart, die zügig angegangen werden müssen.