Kita-Öffnung: Kindergärten in Frankfurt (Oder) starten wieder durch

Zahnbürsten in der Fröbel-Kita Regenbogen in Frankfurt (Oder). Ab Dienstag nach Pfingsten können alle Kinder für bis zu sechs Stunden täglich in die Einrichtung zurückkehren.
Patrick Pleul/dpaVier Kitas und drei Horte betreibt Fröbel in der Stadt. Seit Mitte März liefen die Einrichtungen, wie überall im Land, nur im Notbetrieb. Ab Dienstag wird nun in drei Fröbel–Kindergärten wieder ein eingeschränkter Regelbetrieb für alle Kinder angeboten — in der Kita Oderknirpse in der Großen Oderstraße, der Kita Regenbogen am Bruno–Peters–Berg und der Kita am Kliestower See. Mit normal großen, festen Gruppen und festen Gruppenerziehern. „Nur in Booßen haben wir mit den Räumlichkeiten Probleme“, erklärt er. Eine zumindest tageweise Betreuung für alle Kinder wird trotzdem auch dort ermöglicht.
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„Die Erleichterung ist groß. Unsere Erzieher können wieder mit den Kindern arbeiten, Kinder sehen ihre Freunde wieder und Eltern können wieder arbeiten gehen“, freut sich Kamil Więcek. Lediglich die Öffnungszeiten sind dann noch um eineinhalb Stunden eingeschränkt, damit sich Gruppen nicht mischen. Außerdem müssen Eltern jeden Morgen mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass die Kinder, sie selbst oder andere Familienmitglieder keine Covid–19–Symptome haben.
Mitte Mai hatte das Land den Kommunen mehr Gestaltungsspielräume bei der Wiederöffnung der Kindestagesstätten eingeräumt. Da in Frankfurt der letzte gemeldete Corona–Fall inzwischen drei Wochen zurückliegt, entschied die Stadt, dass alle Einrichtungen wieder täglich für bis zu sechs Stunden für alle Kinder öffnen dürfen. Damit lag der Ball bei den Trägern. Sie mussten bis zum Donnerstag klären, ob sie die Vorgaben aus dem Rahmenhygieneplan des Landes für die Wiederöffnung umsetzen können. Dazu gehört beispielsweise die Bildung von konstanten Gruppen mit festen Bezugserziehern. Bei der Planung beratend zur Seite stand das Gesundheitsamt.
„Im Ergebnis nehmen 18 Kitas in der Stadt wieder jeden Tag alle Kinder auf“, berichtet Jens–Marcel Ullrich, der zuständige Sozialbeigeordnete. Acht Kitas könnten zumindest tageweise wieder Kindern und Eltern eine Betreuung anbieten. Hinzu kommen drei Kitas, die auch dies nur für Kinder ab dem 3. Lebensjahr ermöglichen können. „Das betrifft vor allem sehr kleine Einrichtungen“, erklärt Ullrich. Alle Tagespflegestellen nehmen nach Pfingsten ebenfalls die Arbeit wieder auf.
Auch wenn nicht allen Erwartungen entsprochen werden kann, „gibt es doch eine breites Aufatmen in der Elternschaft“, sagt der Beigeordnete. Er sei „stolz auf unsere Trägerlandschaft, die trotz des ganzen Stresses den eingeschränkten Regelbetrieb und damit für viele Familien die Rückkehr zum Alltag möglich macht“.
Hort–Regelung steht noch aus
Noch immer nicht geklärt dagegen ist, wie es mit den Horten weitergeht. Am Dienstag soll es Gespräche mit den Trägern dazu geben. Die Absicherung der Notbetreuung habe Vorrang, so Ullrich. Kamil Więcek ist gespannt, wie das Nebeneinander an Regelungen und Hygieneplänen für den Schulbereich aufgelöst werden soll. „In der Schule gelten strenge Abstandsregeln, in den Hortgruppen fallen sich die Kinder in die Arme“, verdeutlicht er.
Rund 1600 Mädchen und Jungen befanden sich zuletzt in Frankfurt in der Notbetreuung, darunter 584 in den Horten. Insgesamt entspricht das einer Quote von 37,4 Prozent gemessen an der Zahl von 4300 Kindern, die normalerweise in Frankfurt Krippen, Kitas und Horte besuchen.
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