Leichtathletik: SC Frankfurt sagt Traditionelle Bahneröffnung ab

Ein Blick in die Vergangenheit: Große Felder finden sich bei den Wettkämpfen des SC Frankfurt in den Sprintwettbewerben. Dort startete bei der Bahneröffnung vor drei Jahren auch Ian Kehder (Mitte), der immer noch zu den leistungsstarken Vereinssportlern zählt.
MICHAEL BENKWeitere Gründe nennt Wettkampfleiterin Clara Bechly, die bereits einige Arbeit hinsichtlich Ausschreibung und Organisation in die Vorbereitung des Wettkampfes gesteckt hatte: „Bei der Entscheidung spielte auch eine Rolle, dass in den Vereinen seit fünf Wochen kein geregeltes Training stattfindet — und noch mindestens zwei zweitere Wochen. Unter diesen Bedingungen von den Sportlern Maximalleistungen in einem Wettkampf zu fordern, birgt ein hohes Verletzungsrisiko. Auch mit der Ungewissheit, ob bis dahin die Benutzung der Sportplätze sowie öffentliche Veranstaltungen wieder erlaubt sind, lässt sich ein Wettkampf schlecht planen. Da ist es sicherer, den Wettkampf jetzt abzusagen, als es eine Woche vorher zu tun. Auch den teilnehmenden Vereinen gegenüber haben wir eine Pflicht, für sie ist diese Unsicherheit ebenfalls schwierig“.
Die Bahneröffnung bereichert Frankfurts Sportkalender seit 1996, als die Leichtathleten mit einem Sportfest die neu errichtete Kampfbahn B, so die offizielle Bezeichnung des Sportplatzes an der Kieler Straße, einweihten. Gerade in den vergangenen Jahren hat sich der SC Frankfurt mit diesem Auftakt in die Freiluftsaison, genauso wie mit dem Bahnabschluss im September, bei Brandenburger und einigen Berliner Vereinen einen sehr guten Ruf erworben. Zuletzt waren jeweils etwa 260 Teilnehmer von 20 bis 24 Vereinen der Einladung gefolgt. Absolute Höhepunkte bildeten die Jubiläumsjahre 2014 und 2019 mit 410 bzw. 335 Aktiven aus 29/27 Vereinen. Für die meisten Leichtathleten ist die Bahneröffnung in Frankfurt eine erste Leistungsüberprüfung für die nachfolgenden Landesmeisterschaften, bei der schon so manche Norm für deutsche Jugendmeisterschaften erfüllt wurde.
Verband sagt deutsche Meisterschaften bis 19. Juli ab
Inwieweit in den kommenden Monaten Abstriche an Landestitelkämpfen gemacht werden müssen, ist im Landesverband gerade in der Diskussion. Der Deutsche Leichtathletikverband hat bereits alle deutschen Meisterschaften bis zum 19. Juli abgesagt. Betroffen sind mehrere Jugend– und Senioren–Altersklassen sowie die Frauen und Männer. Ebenso nicht stattfinden wird das Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia der Leichtathleten im September, weil wahrscheinlich viele Landesfinalisten nicht ermittelt werden können. Gleiches betrifft weitere Sportarten.
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