OB-Wahl 2025 in Frankfurt (Oder): Grüne unterstützen Désirée Schrade (CDU)

Die Grünen in Frankfurt (Oder) unterstützen die OB-Kandidatur von Désirée Schrade (3. v.l.): Sahra Damus, Oliver Kossack und Ola Schäfer (v.l.)
René Matschkowiak- OB-Wahl 2025 in Frankfurt (Oder): Grüne unterstützen CDU-Kandidatin Désirée Schrade.
- Entscheidung fiel Grünen schwer; Differenzen zur CDU auf Bundesebene betont.
- Schrade überzeugt durch Klimaschutzpläne, Integrationspolitik und Vermittlungskompetenz.
- Kritik an Tanz mit AfD-Politiker – Schrade reflektiert und distanziert sich klar von der AfD.
- Grüne loben Schrades Dialogfähigkeit und Fokus auf parteiübergreifende Zusammenarbeit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Erst vor wenigen Tagen hat die FDP in Frankfurt (Oder) bekanntgegeben, dass sie die Kandidatur von Désirée Schrade (CDU) bei der OB-Wahl unterstützt. Jetzt zogen auch die Grünen nach: In einer Pressemitteilung informierte die Partei darüber, dass sie zur Wahl von Désirée Schrade als Oberbürgermeisterin aufruft. Beim Sommerfest Anfang Juni hatte die Partei bekanntgegeben, keinen eigenen Kandidaten aufzustellen.
Am Mittwoch (13. August) habe es nun eine Sondersitzung der Mitgliederversammlung gegeben, auf der sich die Bündnisgrünen „mit einer deutlichen Mehrheit für die Unterstützung der Kandidatur“ von Schrade ausgesprochen hätten, informierte Kreisverbandssprecher Oliver Kossack am Freitag. Gespräche seien zuvor auch „mit den anderen demokratischen Kandidierenden“ geführt worden, heißt es vom Kreisvorstand.
Er sei froh, den Grünen-Wählerinnen und -Wählern „eine Empfehlung für die OB-Wahl geben können“, kommentiert Oliver Kossack. „Angesichts der deutlichen politischen Differenzen zwischen unseren Parteien auf Bundesebene ist uns diese Entscheidung nicht leichtgefallen.“ Er fügt jedoch hinzu: „Die OB-Wahl ist aber auch eine Personenwahl und wir sind nach einer intensiven Diskussion im Kreisverband zu dem Ergebnis gekommen, dass Désirée Schrade als Oberbürgermeisterin die beste Wahl für Frankfurt ist.“
Konkret heißt es, dass sie die Mitglieder mit ihrer vermittelnden Art überzeugt habe, vor allem jedoch „mit ihren inhaltlichen Positionen zu Themen, die den Grünen besonders wichtig seien und sich auch von der Parteilinie der CDU absetzen“. Dazu zählten etwa ein klares Bekenntnis zum Kommunalen Integrationszentrum, ein Plädoyer für eine Verkehrsberuhigung in der Innenstadt, der Erhalt der Linden in der Magistrale und der Schutz der Oder als naturnaher Fluss sowie eine höhere Priorität für Klimaschutz und Klimaanpassung in der Verwaltung, zählt Oliver Kossack auf.
OB-Wahl Frankfurt (Oder): Grüne diskutieren mit CDU-Kandidatin
Die CDU-Kreisvorsitzende hatte sich am Mittwoch den Fragen der Mitglieder gestellt. „Länger diskutiert haben wir mit Désirée Schrade auch über ihren Tanz mit dem AfD-Politiker Rainer Galla, den viele unserer Mitglieder unangemessen fanden. Im Gespräch hat sich aber gezeigt, dass sie diesen Tanz im Nachhinein kritisch reflektiert hat. Außerdem hat sie sich sehr deutlich von der AfD insgesamt distanziert und das auch schon an vielen Stellen zum Ausdruck gebracht", so Kossack weiter.
Laut Sahra Damus, Vorsitzende der grünen Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung, sei in der Zusammenarbeit im vergangenen Jahr Vertrauen gewachsen. Schrade ist seit Juni 2024 SVV-Vorsitzende. In dieser Funktion habe sie gezeigt, dass sie zwischen verschiedenen Interessen vermitteln kann, habe in Gesprächen mit den Fraktionen „die Haushaltsverhandlungen zum Erfolg geführt und dabei auch ihrer eigenen Partei Kompromisse abgerungen. Damit hat sie gezeigt, dass sie das Wohl der Stadt vor Parteiinteressen stellen kann, so wie wir es auch mit dieser Empfehlung tun“, so Sahra Damus.
Weiterhin betont sie: „Anders als die aktuelle CDU-Parteiführung steht sie für eine menschliche Integrationspolitik und für eine vielfältige und offene Gesellschaft. Von allen drei demokratischen Kandidierenden positioniert sich Désirée Schrade am deutlichsten gegen die rechtswidrigen Grenzkontrollen, die unserer Doppelstadt schaden. Wir bauen auf ihre Aussage, im Falle einer Wahl eine parteiübergreifende Verwaltungsspitze zusammenzustellen.“
Désirée Schrade dankt den Frankfurter Bündnisgrünen für das Vertrauen. Sie verstehe Politik „im Dialog, mit Offenheit für unterschiedliche Perspektiven und immer mit dem Ziel, gemeinsam tragfähige Lösungen für unsere Stadt zu finden“.



