Pilze in Polen: Warum die Saison für Pfifferlinge nur langsam beginnt

Pfifferlinge starten im Jahr 2026 verspätet in die Saison. Die Preise für die würzigen Waldpilze variieren je nach Angebot und Nachfrage, auch in Slubice.
Bettina Winkler- Hitze-Stress und Wind trocknen den Boden aus – Pfifferlinge starten verspätet in die Saison.
- In Słubice ist die Nachfrage höher als das Angebot, auch die Gastronomie bekommt kaum Ware.
- Ein Händler bezieht 100 Prozent polnische Pilze, doch in den Wäldern wachsen derzeit wenige.
- Während der Hitzewelle im Juni wurden 40,5 Grad gemessen, das stoppte das Wachstum sofort.
- Preise schwanken je nach Verfügbarkeit, 500 Gramm kosten derzeit ab fünf Euro.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eigentlich ist jetzt beste Pfifferlingszeit: Warum aber bleiben die Körbe leer – trotz Regen? Auch die Gastronomie geht derzeit leer aus. Die saisonale Pfifferlingskarte muss noch warten. Wer nicht im Wald suchen will, könnte es auf dem Polenmarkt in Słubice bei Frankfurt (Oder) versuchen und fündig werden. Aber auch dort beginnt die Pfifferlingssaison 2026 schleppend.
Auf dem Stadtmarkt „Targowiska Miejskiego“ sind an diesem Tag nur wenige frische Pfifferlinge zu haben. Gemüsehändler Andrezej am Stand mit der grünen Plane weiß genau, wo seine Pilze herkommen.
„Die Pfifferlinge sind 100 Prozent aus Polen. Sie werden in Wäldern von Einheimischen gesammelt und vor Ort von mir aufgekauft“, erzählt Andrezej, der gemeinsam mit seiner Frau Asia und Tochter Violleta einen Marktstand mit regionalem Gemüse und Obst betreibt. Das bedeutet für den Händler eine Fahrtstrecke von rund 100 Kilometern, die er für frische Ware und zufriedene Kunden gern in Kauf nehme. Allerdings wachsen in Polens Wäldern derzeit kaum Pfifferlinge.
Pilze aus Polen: Pfifferlinge unter Hitze-Stress
Was stört die beliebten Speisepilze mit ihrer leuchtend gelben Farbe und dem unverwechselbaren würzigen Geschmack? Der viele Regen müsste doch für ideale Bedingungen sorgen. Der schleppende Start liegt vorwiegend an den empfindlichen Ansprüchen der Pilze an das Wetter und ihrem langsamen Wachstum.
„Zu viel Hitze und starker Wind lassen den Boden zu schnell austrocknen“, sagt Andrezej. Mit 40,5 Grad ist bei der Hitzewelle im Juni – der Hauptwachstumszeit von Pfifferlingen – in der Grenzstadt Słubice an der Oder der offizielle polnische Hitzerekord gebrochen worden.
Was das Wachstum sofort stoppte. Im Vergleich zu anderen Pilzen wachsen Pfifferlinge sehr langsam. Da könne es oft mehrere Wochen dauern, bis sie die ideale Größe zum Sammeln erreichen. Die Preise für die wenigen, würzigen Waldpilze würden je nach Angebot und Nachfrage variieren. 500 Gramm gibt es jetzt ab fünf Euro.

Auf dem kleinen Markt in Słubice ist die Pfifferlingssaison gestartet. Allerdings ist die Nachfrage am Gemüsestand von Asia und Andrezej größer als das Angebot.
Bettina WinklerWarum sind Pfifferlinge so beliebt? In der Küche sind die Pilze vielseitig einsetzbar. Klassisch werden sie in Butter gebraten und mit Petersilie verfeinert oder mit Sahnesoße getoppt – perfekt als Beilage zu Fleischgerichten. Sie eignen sich auch hervorragend für Risotto, Pasta oder als Füllung für Omeletts.
Zutaten für vier Portionen:
750 g frische Pfifferlinge, 1 Zwiebel, 0,5 Bund glatte Petersilie, 2 EL Butter, 150 ml trockener Weißwein, 250 ml Schlagsahne, 1 Prise Salz, 1 Prise Pfeffer, schwarz, frisch gemahlen
Zubereitung
Rezept Pfifferlinge in Sahnesoße
Zuerst die Pfifferlinge mit einem Pinsel oder Küchenpapier trockenputzen, nicht waschen. Danach größere Exemplare gegebenenfalls halbieren oder vierteln.
Anschließend die Zwiebel schälen und fein würfeln. Dann die Petersilie waschen, trocken schütteln, die Blättchen abzupfen und fein hacken.
Nun die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Pfifferlinge darin auf hoher Stufe unter Wenden rundum gut anbraten. Danach aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller zur Seite stellen.
Die Zwiebelwürfel in die Pfanne geben, darin bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten glasig dünsten und dann die Pilze wieder hineingeben.
Jetzt den Weißwein und die Schlagsahne angießen und alles kurz aufkochen lassen.
Die Pfifferlinge in Sahnesoße im Anschluss daran bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten offen köcheln lassen, mit Salz und Pfeffer würzen und die gehackte Petersilie unterziehen.
So zubereitet wird das Gericht schön würzig und cremig. Pfifferlinge in Sahnesoße passen perfekt zu Nudeln, Knödeln und kurzgebratenem Fleisch.
Das feste Fleisch und das nussig-pfeffrige Aroma machen die Sommerpilze zu einem Gaumenschmaus, der sowohl in der einfachen Pfanne als auch in der gehobenen Küche gelingt. Pfifferlinge sind nicht nur lecker, sondern auch gesund.
Sie enthalten viel Vitamin D, B-Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium und Eisen. Mit nur etwa 20 Kalorien pro 100 Gramm sind sie zudem sehr kalorienarm und reich an Ballaststoffen – ein wahres Fit-Food.

