Dichtes Gedränge hat es am Sonntag (4.12.) beim „Advent in St. Marien“ in Frankfurt (Oder) gegeben. Der Weihnachtsmarkt in der St. Marien-Kirche ist für viele Frankfurterinnen und Frankfurter wegen der vielen Lichter und besinnlichen Atmosphäre eine Attraktion.
43 Händler sind nach Angaben von Marktorganisator Michael Thieme in diesem Jahr dabei, „merklich weniger“ als vor der Corona-Pause. Doch die Anwesenden können sich über mangelnde Kundschaft nicht beklagen. Viele Besucher zieht es zu den Punsch- und Glühweinständen. Die Kirche ist nicht beheizt, da tut ein warmer Schluck im Winter gut.

Leckereien aus der Schweiz und Italien – und eine gute Tat in Frankfurt (Oder)

Leckereien aus der Schweiz und Italien gibt es gleich am Eingang am Nordportal der Kirche. Luftgetrocknete Salami aus den Abruzzen und Bergkäse aus dem Jura-Gebirge, dem Grenzland zwischen der Schweiz und Frankreich, sind dort aufgetischt. Daneben hat Bauer Raik Neumann seinen Stand mit Bratäpfeln und Spirituosen.
Sehr beliebt ist am Sonntag der Stand vom Kiwanis Club Frankfurt (Oder). Wer die Wartezeit in der Schlange überwindet, kann sich einen aufwärmenden Punsch und einen süßen Crêpe genehmigen. Die Helfer am Stand haben gut zu tun. Mit den Tageseinnahmen, so verspricht der Service-Club, werde eine Weihnachtsüberraschung für Kinder finanziert.

Imkerin aus Sulęcin hat eine Vielzahl an Honigsorten

Fruchtketchup, Chutneys und Senf hat Christian Fichte von Rüdis Speisekammer im Angebot. Der Frankfurter Koch und Küchenmeister hat sich dem Genuss im Glas gewidmet und macht die Feinkost nach eigener Rezeptur.
Die polnische Händlerin Iwona Dutkowiak aus Sulęcin präsentiert eine Vielzahl an Honigsorten, darunter etwa Löwenzahn-, Akazien- und Buchweizenhonig. Neben Polen ist auch der Süden Brandenburgs vertreten – mit Eierlikör aus Senftenberg („scharfes Gelb“). Viele Gäste begutachten bei ihrem Rundgang durch die Kirche Lederhandschuhe, Schmuck und Filztaschen. Ein paar Meter weiter gibt es verzierte, duftende Kerzen.

Skurrile Figuren sowie Wiesenkeramik aus dem Oderbruch

Ein Stand hat sich der Tonkunst verschrieben. Skurrile Figuren von Frauen, Katzen und Häusern sind hier zu sehen. Marina Blumhagen aus Reitwein bietet ein paar Meter weiter selbstgemachte Wiesenkeramik mit Kräutermotiven an.
Ein Weihnachtsmann sorgt für große Augen bei kleinen Besuchern. Wo sonst gepredigt wird, sorgen diesmal musikalische Einlagen junger Tänzerinnen für Applaus. An den beiden Wochenenden werden beim Adventsmarkt Tausende Besucher erwartet. Auch am kommenden Wochenende (10./11.12.) ist der „Advent in St. Marien“ geöffnet. Zum Kulturprogramm werden dann weiterhin die Auftritte der Posaunenchöre gehören sowie der Tanzgruppe „Dance Factory“ vom Karl-Liebknecht-Gymnasium mit Nachwuchssängerin Verena de la Caridad. Für Sonnabend (10.12.) hat sich außerdem der Gospelchor „Heavenly Voices“ angekündigt. Besucher können am Sonnabend und Sonntag zwischen 13 und 19 Uhr kommen. Der Eintritt beträgt drei Euro.
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