Weihnachtsmarkt in Frankfurt (Oder) 2023: Sturm „Zoltan“ – Abbruch auch auf dem Marktplatz

Die starken Windböen hatten auch Folgen für den Weihnachtsmarkt in Frankfurt (Oder) – jetzt wurde abgebrochen.
Selim PekelEs ist ein stürmischer letzter Freitag (22.12.) vor dem langen Weihnachtswochenende. Seit den frühen Morgenstunden weht ein starker Wind durch Frankfurt (Oder), der das Laufen erheblich erschwert.
In einigen Straßen haben die Sturmböen bereits sichtbar Spuren hinterlassen. Vor der Hauptpost etwa stürzte der Bauzaun um. In der Lebuser Chaussee und in der Fürstenwalder Straße lagen schwere Äste auf der Fahrbahn, weshalb die Feuerwehr ausrücken musste. Auch in der Bergstraße kam es zu einem Einsatz. An einer Ruine schleuderten die Fensterflügel hin und her, die Feuerwehr nahm unter anderem mit Hilfe einer Drehleiter Sicherungsarbeiten vor. Verletzt wurde niemand.

In der Bergstraße wackelte Fensterflügel eines leerstehenden Hauses bedenklich, die Feuerwehr kam mit einer Drehleiter, um die Fenster zu sichern.
Selim PekelAuch auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz, wo in diesem Jahr – getrennt vom Rummel auf dem Brunnenplatz – die Verkaufsstände mit Speisen zu finden waren, hat der Sturm Spuren hinterlassen.
Weihnachtsmarkt in Frankfurt (Oder) muss frühzeitig enden
Wer am Freitagmorgen über den Weihnachtsmarkt schlenderte, wird sehen, dass die Stände zwar noch stehen, aber der Wind bereits einige Dekorationen umgeworfen hat.
Nachdem bereits der Rummel wegen Unwetterwarnungen am Donnerstag (21. Dezember) frühzeitig abgebaut werden musste, bestätigte Robert Reuter am Freitagmorgen auch den vorzeitigen Abbruch auf dem Marktplatz. Als Eventmanager bei der städtischen Messe- und Veranstaltungsgesellschaft (MuV) trägt er die Verantwortung für die Organisation des diesjährigen Weihnachtsmarkts. Bis in die Nacht hinein sei angesichts der Wetterlage über das weitere Vorgehen beraten worden.

Umgekippter Bauzaun vor der Hauptpost in Frankfurt (Oder)
Selim Pekel„Wir haben uns dann als Veranstalter in Abstimmung mit der Stadt entscheiden müssen, den Weihnachtsmarkt aufgrund der amtlichen Unwetterwarnung heute nicht mehr zu öffnen“, so Reuter. Seit Mittwochabend (20. Dezember) fegt das Orkantief Zoltan über Deutschland hinweg und sorgt für ungemütliche Vorweihnachtstage, auch in Berlin und Brandenburg. Auch Freitag ist mit Schauern und örtlich auftretenden starken Sturmböen zu rechnen.
Weihnachtsmarkt geschlossen wegen Sturm „Zoltan“
Dennoch war ursprünglich geplant, den Rummel zwar abzubauen, den Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz aber regulär auch am Freitag für Besucher zu öffnen. Die aktuelle Wetterprognose lässt dies aber nicht mehr zu. Stattdessen gebe es jetzt Sicherungsmaßnahmen. „Sonst fliegt hier alles durch die Gegend.“ Die Stände würden dann nach und nach schnellstmöglich abgebaut, so Reuter.

An der Heilbronner Straße, Ecke Karl-Marx-Straße ließ der Sturm eine Senioren mit ihrem Rollator umstürzen, mehrere Passanten kamen schnell vorbei, um zu helfen.
Selim PekelBis in die Abendstunden ist bei laut Wetterdienst angekündigten Sturmböen von bis zu 80 km/h Vorsicht geboten. Mit der Wucht des Windes hatte bereits gegen Mittag unter anderem eine Seniorin zu kämpfen, die es in der Heilbronner Straße, Ecke Karl-Marx-Straße förmlich wegwehte. Die Frau stürzte – glücklicherweise waren sofort mehrere Passanten vor Ort und halfen ihr wieder auf.


