Demo in Fürstenwalde: Kundgebung Liebe statt Hass – so fühlen Menschen vor Wahl 2025

Theresa Lutter aus Fürstenwalde bei der Kundgebung Liebe statt Hass vor dem Drogeriemarkt Rossmann. Sie hofft, dass sie bald ein Ehrenamt beim Stephanus-Kinderhospizdienst starten kann.
Marlene Wetzel- Kundgebung „Liebe statt Hass“ in Fürstenwalde mit etwa 100 Teilnehmern.
- Redebeiträge von SPD-Abgeordnetem Mathias Papendieck und Grünen-Politikerin Claudia Laue.
- Schweigeminute für München-Anschlagsopfer, moderiert von Maria Chahsent-Darko.
- Aufruf zu bewusstem Wählen und konstruktivem Dialog.
- Nächstes Treffen am letzten Freitag des Monats in der Mühlenstraße 25.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit einer Schweigeminute für die Betroffenen des Anschlags von München begann Pfarrerin Rahel Rietzl die Redebeiträge auf der Kundgebung Liebe statt Hass in Fürstenwalde.
Zum Valentinstag hatte das „Aktionsbündnis Dialog und Demokratie“ die Fürstenwalder dazu aufgerufen, gemeinsam ein Zeichen für eine weltoffene Domstadt zu setzen. Ungefähr 100 Menschen waren gekommen, darunter SPD-Bundestagsabgeordneter Mathias Papendieck und Claudia Laue, Kreistagsabgeordnete der Grünen, Pfarrer Kevin Jessa und Mitarbeitende der Samariteranstalten.
Maria Chahsent-Darko von „Omas gegen rechts“, eine zivilgesellschaftliche, parteiunabhängige Frauen-Initiative, moderierte die rund einstündige Veranstaltung.
Bewusst wählen, statt aus Trotz
Das Aktionsbündnis ist ein „parteiunabhängiger, loser Zusammenschluss“, erklären Markus Witte und Hendryk Lutter, die Mitglieder treffen sich jeden letzten Freitag im Monat um 17 Uhr im Innenstadtbüro in der Mühlenstraße 25. Mit der Aktion ging es auch darum, den Menschen vor der Wahl in Erinnerung zu rufen, wie wichtig es ist, wählen zu gehen. Nicht zuletzt wollten sie die Fürstenwalder ermuntern, die Parteiprogramme zu lesen und genau zu überlegen, wo sie ihr Kreuz setzen, sich also ganz bewusst für eine Partei zu entscheiden, statt aus Trotz zu wählen.

Kundgebung in Fürstenwalde: Etwa 100 Leute hatten sich am Freitag vor dem Drogeriemarkt Rossmann versammelt. „Oma gegen rechts“ Maria Chahsent-Darko moderierte.
Marlene WetzelÜberdies wünschte sich Markus Witte wieder mehr konstruktiven Dialog in der Gesellschaft – und in der Stadtverordnetenversammlung im Speziellen. „Einen vernünftigen Umgang, ohne sich gegenseitig herunterzumachen“, konkretisierte er, räumte aber auch ein, dass die Stadtverordnetenversammlung ja noch neu sei und sich erst noch finden müsse.
Andere Meinungen aushalten
Pfarrerin Rietzl beschrieb eine Szene, die sie am Morgen erlebt hatte. Demnach hätte sie sich über den Schnee gefreut, jemand anderes hätte sich darüber geärgert, dass der Winterdienst noch nicht aufgeräumt hatte. Mit diesem Beispiel rief sie dazu auf, das Gespräch zu suchen, andere Meinungen anzuhören und auszuhalten. Claudia Laue gestand, nach der Debatte um das „Zustrombegrenzungsgesetz“, dass den Bundestag, dem „Hütehaus der Demokratie“ erschüttert hätte, Angst zu haben.
Erzieherin Alexandra Huhn erzählte, als Leiterin eines im Februar gestarteten Jugendprojektes des Internationalen Bundes Berlin-Brandenburg in der Ernst-Thälmann-Straße, mit anderen Akteuren netzwerken zu wollen. Sie hätte sich hilflos ob der politischen Lage gefühlt und sei jetzt froh irgendwo anfangen und etwas bewegen zu können.


