Filmtheater Union
: Kinogeschichte in historischem Gemäuer

Im digitalen Fotoarchiv des Fürstenwalders Hans-Ulrich Schröder sind auch Aufnahmen vom Filmtheater Union zu finden.
Von
Bettina Winkler
Fürstenwalde
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  • Eröffnung: Seit 1910 gibt es in diesem Gebäude in der Berliner Straße am Fürstenwalder Schweinemarkt ein Filmtheater mit wechselnden Besitzern.

    Eröffnung: Seit 1910 gibt es in diesem Gebäude in der Berliner Straße am Fürstenwalder Schweinemarkt ein Filmtheater mit wechselnden Besitzern.

    Bettina Winkler
  • Gut besucht und oft ausverkauft: Das Union Kino in der Berliner Straße war in den 1970er Jahren bei den Fürstenwaldern sehr beliebt.

    Gut besucht und oft ausverkauft: Das Union Kino in der Berliner Straße war in den 1970er Jahren bei den Fürstenwaldern sehr beliebt.

    Bettina Winkler
  • Gesichter der Stadt: 2016 erhielt die DDR-Fassade ein Wandbild.

    Gesichter der Stadt: 2016 erhielt die DDR-Fassade ein Wandbild.

    Henriette Brendler
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Das Filmtheater Union in Fürstenwalde eröffnete am 18. Dezember 1909 mit Stummfilm und Livemusik. „Zur Eröffnungsvorstellung ist ein erstklassiges sensationelles Programm  ausgewählt worden, welches fern von allem Banalen den Zuschauern ein paar Stunden gediegener Unterhaltung bieten wird. Für alle Schichten der Bevölkerung:  hoch oder nierdrig, alt oder jung“, so berichtete damals die Fürstenwalder Zeitung von dem kulturellen Ereignis.

Erster Besitzer des „Kinomatografischen Veranstaltungshauses“, wie es in einer Anzeige hieß, war Otto Gerlach.  "1913 hat mehrfach der Besitzer gewechselt“, erzählt  Christian Köckeritz vom Fürstenwalder Museum. 1929 wurde es umbenannt. Es hieß nun Filmeck-Lichtspiele. Da bald auch andere Häuser in der Stadt solche Kino-Veranstaltungen mit modernerer Technik anboten, bekam es  Konkurrenz  und wurde bald als „Flohkiste“ bezeichnet.

Den Krieg soll das Gebäude in der Berliner Straße – es gehört zu den ältesten Häusern der Stadt – unbeschadet überstanden haben, so dass schnell wieder Filmvorführungen liefen. Der begehrte Ausflugsort in der Region zu DDR-Zeiten wurde damals mit der typischen Fassade  versehen. In den 1970er Jahren bildeten sich oft lange Menschenschlangen vor dem Kino.

Seit 2007 kleines Programmkino

Indianerfilme mit Gojko Mitic und russische Märchenfilme waren die Renner. Seit 2007 wird Brandenburgs ältestes Lichtspielhaus von Michael Güll geführt. Er setzt im kleinen Programmkino auf eine Mischung aus Spartenfilmen, Blockbustern und besonderen Veranstaltungsreihen. 2016 hat  die Fassade eine neue Bemalung mit bekannten Gesichtern der Stadt erhalten.