Hoffest in Fürstenwalde
: Kürbis, Schaf und Technik – das wird kulinarisch geboten

Update: 10.9.: Obst und Gemüse passend zum Herbst einkaufen und ausgiebig schlemmen – das ist beim 6. Hoffest von Kürbis-Olli in Fürstenwalde möglich. Was ist neu?
Von
Cornelia Link-Adam
Fürstenwalde
Jetzt in der App anhören
Bunte Kürbis-Vielfalt: Larissa Langheim und ihre Oma Hildegard bei den Vorbereitungen für das Hoffest bei Kürbis-Olli in Fürstenwalde.

Larissa Langehim und ihre Oma bei den Vorbereitungen für das Kürbisfest auf dem Gutswiesen.

Bunte Kürbis-Vielfalt: Larissa Langheim und ihre Oma Hildegard sind wie schon im Vorjahr rege bei den Vorbereitungen für das Hoffest bei Kürbis-Olli in Fürstenwalde auf den Gutswiesen.

Bettina Winkler
  • Fürstenwalde: 6. Hoffest von „Kürbis-Olli“ am 13. September, 10–17 Uhr, Beerenweg 6.
  • Angebot: 20 Kürbissorten, Kürbissuppe, regionale Produkte, Bauernmarkt, Straßen-Trödelmarkt.
  • Neu: Landwirtschafts- und Schaf-Ausstellung, Kükenangeln für Kinder, historische und moderne Technik.
  • Unterhaltung: DJ, Kinderprogramm mit Schminken, Hüpfburgen, Basteln und Führungen.
  • Eintritt: 2 Euro für Erwachsene, Kinder bis 14 Jahre frei.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Herbstzeit ist Erntezeit. Auch bei Oliver Langheim, der als Kürbis-Olli wegen seiner riesigen Züchtungen bekannt ist. Der Fürstenwalder steckt in den letzten Vorbereitungen für sein 6. Hoffest, das am Sonnabend, 13. September, von 10 bis 17 Uhr im Beerenweg 6 stattfindet.

Die Kürbisse sind trotz des wechselhaften Sommers bei ihm super gewachsen, sagt er auf Nachfrage von MOZ.de. 20 Sorten wird er anbieten. Dekokürbisse und Schnitzkürbisse für Halloween gibt es ab 5 Euro das Stück je nach Größe. Aber auch Speisekürbisse wie Hokkaido, Butternut oder Muskat Kürbis sind erhältlich – für 2,50 Euro pro Kilo.

Gerichte aus Kürbis, Würste und Braten – und vegetarische Ideen

Kulinarisch gibt es beim Hoffest natürlich den Klassiker Kürbissuppe, erzählt Kürbis-Olli: „Dazu gereicht wird Kürbisbrot von Bäcker Buchholz aus Rauen.“ Wem die Brotscheiben nicht reichen, der kann auch ganze Laibe kaufen. Es gibt zudem Spaghetti-Kürbis in der Pfanne – ähnlich Sauerkraut – mit Speck und ohne für die Vegetarier. Das lässt sich perfekt mit großen Schweinekeulen (Krustenbraten) vom Drehspieß kombinieren, erzählt Langheim.

Ein weiteres vegetarisches Gericht sind Pitataschen – gefüllt mit hauseigenem Kürbis-Chutney, Grillkäse von Benjamin Meises Molkerei (Agrafrisch) aus Buchholz sowie Rucola. Angeboten wird weiterhin geräucherte Bierbratwurst – Bier und Treber dafür stammen aus der Rathausbrauerei in Fürstenwalde, gemacht hat die Wurst der Ranziger Fleischer. In Langheims Räucherturm ist sie gereift. Kosten: 4 Euro.

Süßes und Getränke beim Hoffest – und sogar ein Toilettenwagen

Wer es süßer mag, für den gibt es frisch gebackenen Pflaumenkuchen vom Blech. „Dieses Jahr haben wir massenhaft Pflaumen, es ist wie eine Pest“, sagt der Fürstenwalder scherzhaft. Zum Glück hat er seine Mama Hildegard, die schon rege das Obst entsteint. Auch sie wird beim Hoffest mithelfen – gehört zum Team von 25 Leuten, bestehend aus Langheims Familie und Freunden.

Aber auch selbstgemachter Apfelkuchen mit Früchten vom Frankfurter Obsthof Reik Neumann wird es geben. Der Obstbauer bringt Apfelsaft mit. Den gibt es am Getränkestand, auch als Schorle. Alkoholfreie Getränke kosten 3 Euro, für Bier werden 4 Euro verlangt. Vor Ort gibt es einen Wein-Wagen sowie Crêpes mit Neumanns Apfelmus, Zuckerwatte und Popcorn.

Bauernmarkt in Fürstenwalde mit regionalen Produkten

Doch längst nicht nur zum Schlemmen kommen die Besucher, sagt Langheim aus Erfahrung. In den Vorjahren hatte er immer zwischen 1800 und 2500 Gäste auf dem Hof. Darauf hofft er auch dieses Mal. Viele wollen regional einkaufen. Das kann man direkt in Ollis Hofladen. Dazu gibt es einen Bauernmarkt mit acht bis zehn Ständen. Dort werden Kartoffeln von Bauer Schulze aus Neu Golm ebenso verkauft wie Neumanns Äpfel, Töpferei-Angebote aus Hangelsberg, Milch, Käse, Eier von Agrafrisch sowie Honig. Es gibt auch Korbflecht- und Seifenworkshops. „Die Seife dafür kommt handgemacht aus Fürstenwalde.“

Für Unterhaltung sorgt DJ Bolle (René Ristau). Beim Familienfest können Kinder gekaufte Kürbisse bemalen, auf zwei Hüpfburgen für verschiedene Altersklassen herumtoben und sich schminken lassen. Außerdem gibt es geführte Küken-Touren – zum Brutautomaten, auch in die Ställe. Kürbis-Olli wird über seine Kürbis-Zucht und Landwirtschaft berichten. Erstmals gibt es für Kinder Kükenangeln mit Preisen (bekannt von der Kirmes) auf dem Teich.

Neu dabei: Landwirtschaftstechnik und Schaf-Ausstellung

Ganz neu ist eine Landwirtschafts-Ausstellung zum Anfassen – mit Technik von einst und jetzt. Angekündigt sind alte Trecker wie der K700, aber auch ein aktueller John Deere von Landwirt Meise. „Zudem haben wir erstmals eine Schaf-Schau“, betont Kürbis-Olli. Vier Rassen werden von Schäferfamilie Rocher aus Limsdorf bei Storkow ausgestellt und erklärt.

Oliver Langheim und Gordon Starcken aus Fürstenwalde sprechen über ihre Pläne, im Sommer am Jagdschloss zünftige Biergärten durchzuführen.

Gute Freunde: Oliver Langheim (l.) gehört mit Gordon Starcken zu den Braufreunden in Fürstenwalde. Beide haben im Juli und August erfolgreich vier Biergarten-Veranstaltungen am Jagdschloss durchgeführt.

Christoph Mann

Und wer noch Kleidung, Deko und Garten-Artikel loswerden oder erwerben möchte, ist zum Straßen-Trödelmarkt willkommen. „30 Stände sind schon weg, Platz ist für 40 weitere. Letztes Jahr hatten wir 46“, sagt Kürbis-Olli und nimmt Anmeldungen für einen kostenlosen Stand unter Tel. 0173 7279077 entgegen.

In einer früheren Fassung sollte das Kürbisbrot von Bäckermeister Wolfgang Scharmer aus Mönchwinkel zur Kürbissuppe gereicht werden. Der hat wegen Terminüberschneidung abgesagt, dafür wurde aber Ersatz gefunden, informierte Familie Langheim am Mittwochabend (10.9.).

Der Eintritt zum Hoffest kostet 2 Euro für Erwachsene und ist für Kinder bis 14 Jahren frei.

Bewusst genießen

Von der Lausitz bis ins Oderbruch, vom Havelland bis in die Uckermark - Brandenburg ist keineswegs die kulinarische Wüste, als die das Land oft geschmäht wird.

Zum Podcast