Krasse Katzen in Brandenburg: Sammys wilde Streifzüge und Narben in Philadelphia

Philadelphia: Philipp Kiesewetter mit seiner „Krassen Katze“ Kater Sammy, der seinen Namen Herrchens Musikliebe und letztlich dem Musiker Samy Deluxe verdankt.
Jens OlbrichNamenspate sei der Musiker Samy Deluxe, erklärt Philipp Kiesewetter, das doppelte M hätte er optimiert. Von Sammys nächtlichen Abenteuern und davon, dass es dabei nicht immer friedlich zugeht, zeugen Narben. Gut sichtbar auf der Nase des stattlichen schwarz-weißen Katers etwa, andere sind versteckt, weniger auffällig. „Weil er sich halt auch gerne fetzt. Ich glaub’, das Schlimmste war mal mit einem Waschbären, wo ihm dann das ganze Ohr zerfetzt wurde“, erzählt Stephanie Münch, Philipp Kiesewetters Frau.
Sie selbst kenne den zehn Jahre alten Sammy erst seit drei Jahren, seit sie mit Philipp Kiesewetter zusammenzog, erzählt Stephanie Münch weiter. Sie hatte es anfangs auch schwer mit dem Kater. „In der ersten Zeit hat er mich schon mal deshalb angegriffen, weil er plötzlich sein Herrchen mit mir teilen sollte“, erinnert sie sich.
Kater Sammy: früher Raufbold in Philadelphia
Inzwischen hätte sich das mit der Rauferei aber weitestgehend gelegt. Sammy sei sehr verspielt, sehr kuschelig geworden. Ruhiger geworden sei er vor allem auch, seitdem ihre Tochter da ist. „Sammy lässt sich tatsächlich sehr, sehr viel gefallen. Hätte ich nie gedacht“, gesteht Stephanie Münch. Erst habe er einen großen Bogen gemacht, aber mittlerweile ließe er alles über sich ergehen, berichtet sie und fügt hinzu: „Jetzt ist sie ja schon sehr mobil, unsere Tochter ist jetzt schon ein Jahr. Sie krabbelt ihm auch immer hinterher und macht ‚Ei‘.“
Auch wenn dieses ‚Ei‘ dann irgendwann immer derber ausfallen würde, nimmt Sammy dem Kind es nicht übel, sorge sich sogar, wenn es nachts weinen würde. „Dann springt er aufs Bett und guckt.“
Den Geburtstag Sammys zelebriert Philipp Kiesewetter jedes Jahr am 11. Mai ganz groß. Eingeladen seien alle (Menschen, nicht Katzen), die den Kater liebhaben, erzählt er. „Da kann man auch mal anstoßen. Für Sammy gibt es dann viele Leckerlis und Futter* und so.“ In den letzten Jahren allerdings Diätfutter und Diätleckerlis, da er und seine Stephanie Kater Sammy eine Schlankheitskur verordnen mussten.

Der König der Löwen – zu seinem 5. Geburtstag zeigt Sammy auf dem Dach des Nachbarn, was für eine krasse Katze er ist.
Philipp KiesewetterPhiladelphia – Dachfirst wird zu Sammys Königsfelsen
Zu seinem 5. Geburtstag hat Sammy sich den Titel „König der Löwen“ verdient. „Die witzigste Geschichte, die ich mit ihm erlebt habe“, gesteht Philipp Kiesewetter. Sammy sei auf einen Baum gesprungen und dann weiter auf das Dach des Nachbarhauses. Dort sei die krasse Katze Sammy bis zum First vorgelaufen. „Er war ganz oben. Es sah aus, wie beim König der Löwen. Ein Bild für die Götter“, ergänzt Stephanie Münch und ist sich sicher, dass Sammy wüsste, wann es um ihn geht und dass er dann immer irgendeine Nummer reißen würde.
Wenn sie abends auf der Couch sitzen, kommt Sammy kuscheln. Die Krönung ist, wenn Herrchen dann obendrein noch ein Eis in der Hand hat. Egal welche Sorte, Vanille- oder Schokoeis, der Kater fordert seinen Anteil. Milcheis sollte es allerdings sein, Wassereis möge Sammy nicht. Kartoffelchips und Käsewürfel nähme er aber auch gern. „Er ist schon ein bisschen sehr hart im Betteln“, bestätigt Stephanie Münch ihren Philipp. Mäuse bringe er aber auch immer noch mit von seinen Touren.
„Er fängt sie, bringt sie uns auch und legt sie vor die Tür“, erzählt Stephanie Münch. Deswegen hätten sie sich auch gegen eine Katzenklappe entschieden. Aus Angst, dass Sammy noch lebende Mäuse „nach drinnen schleppen“ würde. Sammys Jagdrevier, seinen Lieblingsort, kennen weder Stephanie Münch noch Philipp Kiesewetter, vermuten jedoch, dass es der Platz hinter dem Schuppen sein könnte. „Da steht noch ein bisschen Schrott herum und alles ist ein bisschen zu gewildert“, erzählt Stephanie Münch und Philipp Kiesewetter ergänzt: „Und dann ist da noch so eine alte Scheune, und die Viehkoppeln.“
Nichts los in Philadelphia – wie weit geht Sammy?
Viel weiter würde Sammy nicht gehen, vermuten beide und stützen sich dabei auf die Erfahrungen, die sie machen, wenn Sammy sie auf ihren Spaziergängen begleitet. „Es gibt da einen gewissen Punkt hinten am Kanal, das letzte Haus, wo er Stopp macht. Wo er dann nicht weitergeht“, erzählt Stephanie Münch. Dass Sammy bis zur Dorfstraße gehen würde, welche demnächst durch die Umleitung des Verkehrs von der bald wegen Sanierungsarbeiten gesperrten B246 stark befahren sein wird, halten beide für ausgeschlossen. „Aber ob es so ist, wissen wir nicht“, meint Philipp Kiesewetter und gesteht, dass er schon sehr gespannt auf das Ergebnis der GPS-Tracker*-Auswertung der MOZ Aktion sei.
MOZ.de Aktion „Krasse Katzen“
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