In schwierigen Zeiten miteinander sprechen, emotionale Belastungen und Sorgen teilen, voneinander lernen und Berührungsängste abbauen – all das ist wichtig, um Kraft zu finden, besser mit gesundheitlichen Problemen umgehen zu können. In Fürstenwalde gibt es dafür die Angebote der Informations- und Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen (Fiks) in der Wilhelmstraße 47c.
Nun wird eine bundesweite Aktionswoche genutzt, um in der Domstadt mit Hilfe der Fiks seelische Belastungen in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung zu rücken. Wie dessen Leiterin Annett Spillmann aus Erfahrung weiß, hilft es, mutig und ehrlich den Mund aufzumachen. „Reden hebt die Stimmung“, ist sie überzeugt. Egal, welche Krankheit man habe, „das hinterlässt Spuren, macht schon was mit der Seele.“
Die Fürstenwalder Angebote sind für alle da: Direkt Betroffene, pflegende Angehörige, Wissbegierige. Es gebe zudem keine Altersbegrenzung, beispielsweise am Donnerstag (13. Oktober), wenn 16.30 Uhr eine Gesprächsrunde im Brauereikeller des Alten Rathauses startet, wie die Fiks-Leiterin informiert.

Die Angst vorm Blindwerden und wie man damit umgehen lernt

Da wird Elke Neitsch aus Rauen darüber berichten, wie ihr Leben vor, mit und vor allem nach ihrer Diagnose Erblindung verlaufen ist, was dies für ihren Partner und die Kinder bedeutet habe. „Dazu laden wir gerne all jene ein, die beispielsweise eine schon etwas stärkere Brille tragen und sich fragen, was könnte da auf sie noch zukommen und wie sollen sie dann ihr Leben meistern.“

Fürstenwalde

Einen Tag später, am 14. Oktober (Freitag), wird es einen offenen Gesprächsnachmittag zum Motto der Aktionswoche „Reden hebt die Stimmung – Seelisch gesund in unserer Gesellschaft“ zwischen 13 Uhr und 15.30 Uhr in der Kontakt- und Beratungsstelle der LebensMut gGmbH in der Ehrenfried-Jopp-Straße 54a geben.
Für Sonnabend (15. Oktober) bereitet der Verein „klein aber oHo“ in der Trebuser Straße 60 einen Selbsthilfe-Tag zwischen 11 Uhr und 17 Uhr vor. Beim Kochen und Essen können Probleme angesprochen und Fragen gestellt werden.

Vorträge in der Volkshochschule Fürstenwalde

Gleich mehrfach beteiligt sich die Volkshochschule Fürstenwalde in der Frankfurter Straße 70 an der Aktionswoche, bietet Vorträge: Am 13. Oktober ab 17 Uhr zum Thema „Pflege, was nun!?“ mit der Pflege- und Sozialberatung des Pflegestützpunktes Oder-Spree sowie am heutigen Dienstag (11. Oktober) sowie am 18. Oktober (jeweils ab 17 Uhr) über Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.
Für den 20. Oktober, 18 Uhr, laden Fiks und Union-Filmtheater Fürstenwalde in das Kino in der Berliner Straße 10 ein. Gezeigt wird der Spielfilm „Erbsen auf halb sechs“. Auch da wird das Thema Blindheit in den Mittelpunkt gerückt – und was es mit einem Menschen und dessen Umfeld macht.