Katze in Märkisch Buchholz
: Nach Drama mit Katzenkumpel – so wurde Stony zur Kuschelkatze

Der spanische Kater Stony wurde nach einem Drama um seinen Katzenkumpel ins Tierheim Märkisch Buchholz gebracht. Dort zeigt er sich von einer neuen Seite.
Von
Jens Olbrich
Märkisch Buchholz
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Mobbing-Kater Stony - im Tierheim Märkisch Buchholz zeigt sich der sensible Spanier von seiner sensiblen Seite.

Kater Stony: Im Tierheim Märkisch Buchholz zeigt sich der haarige Spanier von seiner sensiblen Seite.

Jens Olbrich
  • Kater Stony wurde nach dem Tod seines Katzenfreundes ins Tierheim Märkisch Buchholz gebracht.
  • Stony zeigt dort seine sensible Seite, hat Angst vor Veränderungen und neue Umgebungen.
  • Nach anfänglichem Stress frisst Stony wieder und genießt Streicheleinheiten von Pflegern.
  • Stony sucht ein neues Zuhause, idealerweise als Wohnungskatze ohne kleine Kinder.
  • Interessenten können sich im Tierheim Märkisch Buchholz melden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das gelegentlich bemühte spanische Temperament fehlt Stony vollkommen: Auch ein so steinharter Kerl sei er nicht, wie der Name vielleicht vermuten ließe, sagt Tierpflegerin Manuela Budich. Im Gegenteil, wenn er flüchten könne, dann tue er das. Und zwar sehr schnell, am liebsten hinter irgendeinen Schrank und sonst irgendwo hin. Von dort äußere er dann lautstark seinen Unmut, fange an zu weinen und zu jammern. „Er ist wirklich ein sehr, sehr großes Sensibelchen“, meint die Tierpflegerin.

Unheimlich für „den Spanier Stony“ sei alles, was anders sei, als gewohnt. Es reiche bereits, dass seine Katzenzimmertür einfach nur aufsteht, erzählt Manuela Budich. „Da kriegt Stony ganz große Pupillen und fängt panisch an zu klagen.“ Furchterregend sei auch, wenn die Tierpfleger bei schönem Wetter die Terrassentür in seinem Zimmer öffnen. In den Außenbereich zu gehen und frische Luft zu schnuppern, sei für ihn enormer Stress. „Stony tut sich schwer mit Umgewöhnung“, bewertet die Tierpflegerin das Verhalten des Katers.

Kater Stony trauert um seinen besten „Katzenkumpel“

Zusammen mit einem weiteren Kater und einer Katze lebte Stony, der aus dem spanischen Tierschutz kam, bei einer Familie in einem kleinen Rudel. Das Trio sei gut miteinander ausgekommen, berichtet Manuela Budich. Besonders mit dem anderen Kater sei Stony sehr eng gewesen.

Der Tod dieses Kumpels sei dann wohl eine drastische Änderung in Stonys bereits acht Jahre währendem Katzenleben gewesen. Wahrscheinlich war es für den Kater ein Drama und damit der Anlass, der im November letzten Jahres den Stein ins Rollen brachte. Seither lebt das Tier im Tierheim Märkisch Buchholz.

Spendenkonto Tierheim Märkisch Buchholz

IBAN: DE81 1009 0000 7213 9490 09

Berliner Volksbank

Interessenten an Stony oder einem anderen Tier finden die bedürftigen Fellnasen im Tierheim Märkisch Buchholz
● Am Tierheim 1, 15757 Halbe, Tel. 033765 80689, E-Mail: tierheim@tierschutzverein-kw.de

Vielleicht war es aber auch nur das soziale Gefüge innerhalb des kleinen Rudels, welches neu „geregelt“ werden musste. Stony zumindest änderte sein Verhalten, duldete die ältere Katze nicht mehr. Er begann sie anzugreifen, so berichteten es die Halter. „Anzuerkennen ist, dass die Halter nicht die alte Katze bei uns abgegeben haben, sondern Stony, der jünger ist“ meint die Tierpflegerin. Eine Vermittlung jüngerer Tiere sei erfolgversprechender.

Im Tierheim zeigt Kater Stony eine unerwartete Seite von sich

„Er ist eine Kuschelkatze“, beschreibt Manuela Budich Stony, der sein Leben vermutlich als Straßenkatze in Spanien begann. Er sei wirklich sehr nett, tue sich andererseits jedoch wirklich schwer. „Er hat am Anfang so gut wie nichts gefressen“, erzählt die Tierpflegerin. Stonys Stresslevel sei so hoch gewesen, dass er schon begann, sich das Fell auszurupfen. Mit Leckerlis und Pasten sei versucht worden, ihn dazu zu bringen, überhaupt etwas zu fressen.

Wenn der Stress verarbeitet und Kater Stony ruhiger ist, frisst er auch. Ein Leckerli und Streicheleinheiten von Tierpflegerin Manuela Budich sind willkommen.

Wenn der Stress verarbeitet und Kater Stony ruhiger ist, frisst er auch. Ein Leckerli und Streicheleinheiten von Tierpflegerin Manuela Budich sind willkommen.

Jens Olbrich

Mittlerweile fresse er, meint die Tierpflegerin erleichtert. Zwar lieber Trockenfutter als Nassfutter, aber immerhin eine Sorge weniger. Stony sei fellbedingt auf getreidefreies Futter umgestellt worden, hat jetzt eine neue Stube im Tierheim. Dort könnten sich Praktikanten und Ehrenamtliche zu ihm ins Zimmer setzen, mit ihm kuscheln, „ihn ein bisschen betüdeln“.

Sorgenkind Stony – alle wünschen dem Kater ein neues Zuhause

„Ist schon ein seltsamer Kunde, der Stony“, stellt Manuela Budich fest. Ansonsten sei er ein total netter, aber verstoßener Kater. „Deswegen ist er unser Sorgenkind“, erklärt sie. Viel Ruhe bräuchte er, viel Liebe, Streicheleinheiten und Beschäftigung. Bisher sei Stony zwar noch nicht in der Vermittlung, aber alle im Tierheim wünschen ihm ein Zuhause als Wohnungskatze. Deshalb würde das Tierheim ihn auch vermitteln. Interessenten sollten sich aber bewusst sein, dass er halt im neuen Zuhause genauso wieder erstmal Rückschritte machen würde, dass er wirklich sehr viel Liebe bräuchte.

Kinder sollten schon etwas größer und ruhiger sein. Da er sich mit dem Kater gut verstanden hatte, wäre es einerseits schon vorstellbar, dass es auch mit einer vorhandenen Katze funktionieren könne. Da er aber die ältere Katze so massiv attackiert hat, sollte man in der Hinsicht vorsichtig sein.